{"id":42426,"date":"2025-04-18T18:58:14","date_gmt":"2025-04-18T18:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42426\/"},"modified":"2025-04-18T18:58:14","modified_gmt":"2025-04-18T18:58:14","slug":"trump-sorgt-schon-fuer-probleme-luftfahrt-zittert-um-historische-zollbefreiung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42426\/","title":{"rendered":"Trump sorgt schon f\u00fcr Probleme: Luftfahrt zittert um historische Zollbefreiung"},"content":{"rendered":"<p>                    Trump sorgt schon f\u00fcr Probleme<br \/>\n                Luftfahrt zittert um historische Zollbefreiung <\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.04.2025, 11:42 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Noch hat Donald Trump die jahrzehntealte Zollfreiheit f\u00fcr Verkehrsflugzeuge nicht angetastet. Doch die Auswirkungen des Handelsstreits sind in der Luftfahrt schon zu sp\u00fcren. F\u00e4llt die Zollbefreiung, st\u00fcnde unter anderem die Lufthansa vor riesigen Problemen. Ein Konkurrent k\u00f6nnte profitieren. <\/strong><\/p>\n<p>In den USA bleiben bereits die Passagiere weg, weltweit sorgen sich Airlines um das k\u00fcnftige Gesch\u00e4ft. Die Zollpolitik des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump beeintr\u00e4chtigt l\u00e4ngst den internationalen Luftverkehr. Doch es k\u00f6nnte noch viel schlimmer kommen, wenn die Zollmauern zwischen den USA und Europa hochgezogen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Noch r\u00e4tselt die Branche \u00fcber die k\u00fcnftigen Bedingungen, w\u00e4hrend EU und USA verhandeln. Derzeit sind nur der neue US-Basiszoll von 10 Prozent sowie 25-prozentige Sonderz\u00f6lle auf Autos, Autoteile sowie Stahl und Aluminium in Kraft. Zivile Flugzeuge und Flugzeugteile sind nach einem WTO-Abkommen von 1980 zwischen der EU und den USA bislang von Z\u00f6llen ausgenommen. &#8222;Dieses Abkommen sollte auch weiterhin gelten&#8220;, sagt ein Sprecher des Branchenverbands BDL.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst verzichten die Menschen einfach auf Flugreisen, warnt die Branchenexpertin Maria Latorre vom Kreditversicherer Euler Hermes. Wegen der steigenden Sorgen um die US-Wirtschaftskraft und die inflation\u00e4ren Folgen sieht sie eine deutliche Verlangsamung des ein- und ausgehenden Tourismus in den USA voraus, sowohl im Austausch mit China als auch mit Europa mit entsprechend sinkenden Buchungszahlen. <\/p>\n<p>Der Lufthansa-Konzern nennt mit Hinweis auf den bevorstehenden Quartalsbericht derzeit keine Details zum Hauptmarkt Nordatlantik. Bei Vorlage des Jahresabschlusses im M\u00e4rz hatte Konzernchef Carsten Spohr noch von stabilen Buchungszahlen und hohen Ticketpreisen berichtet, die man insbesondere bei US-Kunden erziele. Konkurrent Condor berichtet, die Buchungseing\u00e4nge l\u00e4gen &#8222;im Rahmen der eigenen Markterwartungen&#8220;. Massive \u00c4nderungen habe es nicht gegeben.<\/p>\n<p>Dass es mit der Ruhe in Zeiten von Trumps Zollgewittern schnell vorbei sein k\u00f6nnte, zeigt der Blick auf den US-Binnenmarkt. Beh\u00f6rden, Gesch\u00e4ftsleute und private Passagiere buchen weniger Inlandsfl\u00fcge, halten aus Inflationsangst ihr Geld zusammen. In der Folge haben die gro\u00dfen US-Gesellschaften ihre Erwartungen nach unten korrigiert, trauen sich teilweise gar keine Prognose der Gesch\u00e4ftszahlen mehr zu. Und Virgin Atlantic Airways berichtete von Buchungsr\u00fcckg\u00e4ngen bei ihren Fernfl\u00fcgen zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>Schl\u00e4gt die Stunde des China-Fliegers?<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfere Sorge gilt aber den Lieferketten f\u00fcr den Bau moderner Passagierflugzeuge. Laut einer Aufstellung von Euler Hermes hat Airbus mehr als 2.000 Lieferanten, Boeing immerhin 345, von denen die Mehrheit ebenfalls im m\u00f6glicherweise zollpflichtigen Ausland sitzt. &#8222;Europa und Amerika sind in der Luftfahrt eng verwoben. Unsere Unternehmen sind einander auf Zulieferungen dringend angewiesen. Teilweise gibt es im Produktionsprozess sogar mehrmals Grenz\u00fcberquerungen&#8220;, sagt die Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Marie-Christine von Hahn.<\/p>\n<p>Schon ohne zus\u00e4tzliche Zollschranken sind Passagierjets nach der Corona-Krise ein knappes Gut, das zu d\u00fcnnen Flugpl\u00e4nen und entsprechend hohen Ticketpreisen gef\u00fchrt hat. Wegen massiver Herstellungs- und Zulassungsprobleme ist insbesondere Boeing mit seinen Lieferungen im Verzug, sodass zahlreiche Fluggesellschaften h\u00e4nderingend auf neue Flugzeuge warten. Beim europ\u00e4ischen Konkurrenten Airbus sind die Auftragsb\u00fccher mit der zehnfachen Jahresproduktion \u00fcbervoll.<\/p>\n<p>China soll der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge seine Airlines angewiesen haben, keine Maschinen des US-Flugzeugbauers Boeing mehr zu \u00fcbernehmen und keine Ausr\u00fcstung sowie Teile f\u00fcr die Luftfahrt von US-Firmen zu beziehen. Die Stunde des eigenen Mittelstreckenjets Comac C919 k\u00f6nnte in China schlagen, auch wenn viele Teile aus dem Westen stammen. &#8222;Diese transatlantischen Z\u00f6lle nutzen ausschlie\u00dflich unseren Konkurrenten. Somit bremst der Westen seine eigene Wettbewerbsf\u00e4higkeit&#8220;, sagt von Hahn.<\/p>\n<p>Lufthansa wartet auf 100 Boeing-Jets<\/p>\n<p>Bei Lufthansa standen zum Jahreswechsel 242 feste Flugzeugbestellungen auf dem Zettel, 101 Jets sollen von Boeing kommen. Darunter sind auch 15 fertig montierte Dreamliner vom Langstrecken-Typ 787, die wegen fehlender Zulassungen bei den Lufthansa-Sitzen immer noch in Seattle auf dem Hof stehen. Nach Informationen der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; wird intern bereits gepr\u00fcft, die Jets vor drastischen Zollerh\u00f6hungen kurzfristig einmal \u00fcber den Atlantik zu fliegen oder sie \u00fcber die Schweiz zu importieren.<\/p>\n<p>Boeing-Gro\u00dfkunde Ryanair setzt darauf, dass Trump seinem Vorzeige-Export-Unternehmen Boeing keinen Zoll-Ballast anh\u00e4ngen werde. Die Iren erwarten ab dem kommenden Jahr bis 2034 die Lieferung von 330 Boeing-737-Jets &#8211; &#8222;zum vereinbarten Preis&#8220;, wie das Unternehmen auf DPA-Anfrage festh\u00e4lt. Ein Wechsel auf europ\u00e4ische Airbus-Flugzeuge sei wegen der vollen Auftragsb\u00fccher der Flugzeugbauer f\u00fcr keine Airline eine Option. Auch die US-Airline Delta hat bereits klargemacht, dass sie keinesfalls Einfuhrz\u00f6lle f\u00fcr bestellte Airbus-Maschinen \u00fcbernehmen wird.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte in der ganzen Zoll-Malaise aber auch kurzfristig Gewinner geben: Im Interview mit dem \u00abSpiegel\u00bb hofft der neue Easyjet-Chef Kenton Jarvis auf zus\u00e4tzliche Passagiere in Europa, wenn US-Trips aufgegeben werden. &#8222;Wir sind sehr gl\u00fccklich, dass wir mit Airbus ein Flugzeug aus Europa haben und auch unsere Triebwerke nicht vom amerikanischen Unternehmen Pratt &amp; Whitney kommen. Wir waren nicht kl\u00fcger als andere, wir haben einfach Gl\u00fcck gehabt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trump sorgt schon f\u00fcr Probleme Luftfahrt zittert um historische Zollbefreiung 18.04.2025, 11:42 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42427,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[3088,175,170,169,29,106,13755,30,212,1746,2108,171,174,173,172,55,211],"class_list":{"0":"post-42426","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-boeing","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-donald-trump","14":"tag-easyjet","15":"tag-germany","16":"tag-handelskonflikte","17":"tag-luftfahrt","18":"tag-lufthansa","19":"tag-markets","20":"tag-maerkte","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-wirtschaft","24":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114360504253367085","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42426\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}