{"id":424511,"date":"2025-09-15T11:42:10","date_gmt":"2025-09-15T11:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424511\/"},"modified":"2025-09-15T11:42:10","modified_gmt":"2025-09-15T11:42:10","slug":"studien-zur-energiewende-erneuerbare-billiger-als-gas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424511\/","title":{"rendered":"Studien zur Energiewende: Erneuerbare billiger als Gas"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.09.2025 12:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wirtschaftsministerin Reiche setzt in der Energiewende auf mehr Gaskraftwerke und l\u00e4sst pr\u00fcfen, ob ein l\u00e4ngerer Umstieg Kosten d\u00e4mpfen w\u00fcrde. Forschende warnen: Das k\u00f6nnte teuer werden. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">500 Milliarden Euro Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Verteidigung und Infrastruktur sind eine Menge Geld, aber sie reichen nicht, um das Stromnetz f\u00fcr die Energiewende fit zu machen. 651 Milliarden Euro sind daf\u00fcr insgesamt n\u00f6tig, haben die Universit\u00e4t Mannheim und das Institut f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung in einer <a href=\"https:\/\/www.imk-boeckler.de\/de\/faust-detail.htm?produkt=HBS-009011\" title=\"Energiewende\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a> errechnet. Dazu kommen die Kosten f\u00fcr den Bau von mehr Windturbinen, Photovoltaikanlagen und Co. f\u00fcr die CO2-freie Stromerzeugung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Aufwand ist n\u00f6tig, weil die Energiewende den Strombedarf sprunghaft ansteigen l\u00e4sst. Ob Verkehr, Heizungen oder Prozessw\u00e4rme in der Industrie &#8211; fast alles, was derzeit noch fossile Energietr\u00e4ger antreiben, soll k\u00fcnftig elektrisch laufen. Deshalb wird sich der Strombedarf in Deutschland nach einer Prognose des j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/ariadneprojekt.de\/publikation\/report-szenarien-zur-klimaneutralitat-2045\/#zusammenfassung\" title=\"Ariadne\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Ariadne-Reports<\/a> bis 2045 mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nur wenige &#8211; besonders energieintensive &#8211; Bereiche d\u00fcrfen l\u00e4nger auf Erd\u00f6l und Erdgas zur\u00fcckgreifen &#8211; Flug- und Schiffsverkehr etwa oder Teile der chemischen Industrie. L\u00e4ngerfristig sollen aber auch dort synthetische Brennstoffe und gr\u00fcner Wasserstoff zum Einsatz kommen. Die m\u00fcssen dann ebenfalls mit Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden.<\/p>\n<p>    Ersparnis bei Brennstoffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings sind die hohen Ausgaben nur eine Seite der Medaille. &#8222;Wir werden auf der anderen Seite sehr viel Geld f\u00fcr fossile Brennstoffe sparen, die wir dann nicht mehr importieren m\u00fcssen&#8220;, sagt Tom Brown, der an der Technischen Universit\u00e4t Berlin die Energiesysteme der Zukunft modelliert. Der technische Fortschritt sorgt au\u00dferdem daf\u00fcr, dass die Stromerzeugung immer effizienter wird. &#8222;In der Photovoltaik sind die Wirkungsgrade mit jeder neuen Produktgeneration gestiegen&#8220;, erkl\u00e4rt Bernd Rech vom Helmholtz-Zentrum Berlin f\u00fcr Materialien und Energie. Neue Halbleitermaterialien versprechen weitere Verbesserungen. &#8222;Der Fl\u00e4chenbedarf wird geringer, denn auf der gleichen Fl\u00e4che kann man mehr Energie erzeugen.&#8220; Auch jedes neue Windrad liefert mehr Strom als fr\u00fchere Modelle.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den vergangenen Jahren hatte der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen den Strompreis allerdings zun\u00e4chst steigen lassen &#8211; ein Wettbewerbsnachteil f\u00fcr die deutsche Industrie. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will deshalb mehr flexible Gaskraftwerke bauen lassen, die bei Dunkelheit und Flaute Strom liefern. M\u00f6glichst nah an den Gro\u00dfverbrauchern postiert w\u00fcrden sie Netzkapazit\u00e4ten sparen. Zudem k\u00f6nnten sie Kosten senken, argumentiert Reiche, weil ein gro\u00dfer Anteil gesicherter Kraftwerksleistung den Strompreis dr\u00fccke.<\/p>\n<p>    Erneuerbarer Strom am g\u00fcnstigsten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Manche Forschende f\u00fcrchten allerdings das Gegenteil. Ein Grund: Die modernen Anlagen k\u00f6nnen Strom aus Wind und Sonne mittlerweile konkurrenzlos g\u00fcnstig erzeugen. Inklusive Investitions- und Betriebskosten kommt das <a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/presse-und-medien\/presseinformationen\/2024\/photovoltaik-mit-batteriespeicher-guenstiger-als-konventionelle-kraftwerke.html\" title=\"Link\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Fraunhofer-Institut<\/a> f\u00fcr Solare Systeme in seiner aktuellen Analyse der Stromgestehungskosten auf einen Erzeugerpreis von f\u00fcnf bis zw\u00f6lf Cent pro Kilowattstunde &#8211; je nach Standort. Deutlich teurer ist Strom aus modernen Gaskraftwerken. Je nach Gaspreis schlagen zwanzig bis drei\u00dfig Cent pro Kilowattstunde zu Buche. &#8222;Das gilt f\u00fcr die flexiblen Gaskraftwerke, die wir f\u00fcr die Energiewende brauchen&#8220;, schr\u00e4nkt Fraunhofer-Ingenieur Christoph Kost ein. &#8222;Die haben einen geringeren Wirkungsgrad als Gasturbinen, die durchgehend laufen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Statt neuer Gaskraftwerke k\u00f6nnten k\u00fcnftig Speichertechnologien einen Gro\u00dfteil der nat\u00fcrlichen Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Wind und Sonne ausgleichen. In den vergangenen Jahren sind Batteriespeicher deutlich leistungsf\u00e4higer und g\u00fcnstiger geworden, Wissenschaftler erwarten weitere Fortschritte in den kommenden Jahren. Sie empfehlen, gro\u00dfe Batteriespeicher vor allem in S\u00fcddeutschland direkt an Solaranlagen zu postieren. Das k\u00f6nnte ebenfalls Netzkapazit\u00e4ten sparen, weil bei viel Sonne und gleichzeitig wenig Energieverbrauch ein Teil des Stromes nicht ins Netz eingespeist, sondern gespeichert w\u00fcrde. Bei wenig Sonne k\u00f6nnten die Batterien dann einspringen.<\/p>\n<p>    Gr\u00fcner Wasserstoff<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Analog empfehlen Forschende im Norden nahe der gro\u00dfen Windkraftanlagen sogenannte Elektrolyseure zu installieren, die bei viel Wind aus dem \u00fcbersch\u00fcssigen Strom gr\u00fcnen Wasserstoff produzieren. Der k\u00f6nnte entweder sp\u00e4ter verstromt werden oder in energieintensiven Industriezweigen als Brennstoff zum Einsatz kommen. Eine <a href=\"https:\/\/repo.uni-hannover.de\/items\/0fb4f680-1a28-441b-8b3c-8fd08f114623\" title=\"Hannover\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a> der Uni Hannover und des Instituts f\u00fcr solare Systemtechnik (ISFH) hat gezeigt, dass diese Speicherverteilung im Land Netzausbau und damit Kosten sparen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Werde dieser Ausbau verz\u00f6gert, k\u00f6nnten dagegen Mehrkosten zwischen 25 und 60 Milliarden Euro entstehen, sagt ISFH-Physiker Raphael Niepelt. &#8222;Vor allem w\u00fcrde keine erneuerbare Energie verschwendet, weil die Anlagen nicht wegen Netz\u00fcberlastung abgeschaltet werden m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.09.2025 12:29 Uhr Wirtschaftsministerin Reiche setzt in der Energiewende auf mehr Gaskraftwerke und l\u00e4sst pr\u00fcfen, ob ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":424512,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[1520,9700,1522,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-424511","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-energiewende","9":"tag-erneuerbare-energien","10":"tag-gaskraftwerke","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115208135926189851","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=424511"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424511\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/424512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=424511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=424511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=424511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}