{"id":424560,"date":"2025-09-15T12:09:15","date_gmt":"2025-09-15T12:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424560\/"},"modified":"2025-09-15T12:09:15","modified_gmt":"2025-09-15T12:09:15","slug":"recycling-von-antriebsbatterien-schluessel-fuer-die-elektromobilitaet-in-europa-sonnenseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424560\/","title":{"rendered":"Recycling von Antriebsbatterien: Schl\u00fcssel f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t in Europa &#8211; Sonnenseite"},"content":{"rendered":"<p>Das Recycling von Antriebsbatterien kann entscheidend zur Rohstoffversorgung der europ\u00e4ischen Automobilindustrie beitragen und ist damit ein zentraler Faktor f\u00fcr den erfolgreichen Hochlauf der Elektromobilit\u00e4t. <\/p>\n<p>Das zeigt eine heute ver\u00f6ffentlichte Studie des \u00d6ko-Instituts und der Agora Verkehrswende im Auftrag der Stiftung GRS Batterien.<\/p>\n<p>Sechsfacher Batteriebedarf bis 2035<\/p>\n<p>Der absehbare weitere Hochlauf der Elektromobilit\u00e4t in der Europ\u00e4ischen Union wird den Bedarf an Antriebsbatterien massiv steigern. W\u00e4hrend im Jahr 2025 rund 200 Gigawattstunden f\u00fcr Neufahrzeuge ben\u00f6tigt werden, steigt der Bedarf bis 2035 voraussichtlich auf konstant rund 1.200\u00a0Gigawattstunden pro Jahr \u2013 ein Sechsfaches des heutigen Bedarfs.<\/p>\n<p>Recycling als strategische Rohstoffquelle<\/p>\n<p>Mit dem Ausbau des Recyclings von Antriebsbatterien kann die EU einen erheblichen Teil ihrer Rohstoffversorgung selbst decken. Bis 2040 lie\u00dfe sich der Bedarf an Lithium bis zu 25 Prozent und je nach Szenario f\u00fcr Nickel bis 50 Prozent aus Recyclingmaterial abdecken, bei Kobalt sogar zu \u00fcber 60 Prozent. Damit ist das Recycling nicht nur ein zentraler Baustein der Umwelt- und Kreislaufwirtschaftspolitik, sondern auch bestimmender Faktor f\u00fcr die Wirtschafts- und Industriepolitik.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die Kreislauff\u00fchrung von Rohstoffen aus Antriebsbatterien ist eine Schl\u00fcsselfrage f\u00fcr die europ\u00e4ische Industriepolitik. Sie entscheidet mit dar\u00fcber, wie unabh\u00e4ngig die Automobilwirtschaft k\u00fcnftig von Rohstoffimporten sein wird. <a href=\"https:\/\/www.oeko.de\/das-institut\/team\/team-detail\/matthias-buchert\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer nofollow\">Dr. Matthias Buchert<\/a> Bereichsleiter, Ressourcen &amp; Mobilit\u00e4t<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>L\u00fccken in den Rohstoffkreisl\u00e4ufen schlie\u00dfen<\/p>\n<p>Die bestehenden L\u00fccken in den Rohstoffkreisl\u00e4ufen f\u00fcr Lithium-Ionen-Batterien sind noch gro\u00df. Handlungsbedarf besteht insbesondere bei der Rohstoffgewinnung, der Produktion von Kathoden- und Anodenmaterial, der Zellfertigung sowie beim Recycling von Schwarzmasse. Hinzu kommt die Herausforderung, dass sich die Zusammensetzung von Batterien ver\u00e4ndert: Immer mehr Fahrzeughersteller setzen auf Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien, die ohne Nickel und Kobalt auskommen.<\/p>\n<p>Politische Rahmenbedingungen und Monitoring<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union begleitet im Rahmen des Critical Raw Materials Act die Schlie\u00dfung der Stoffkreisl\u00e4ufe. Dazu geh\u00f6ren Ma\u00dfnahmen zum Ausbau der Recyclingwirtschaft, zur Verhinderung des Abflusses von Zwischenprodukten wie Schwarzmasse (ein Pulver, das haupts\u00e4chlich die aktiven Batteriematerialien enth\u00e4lt) in Nicht-EU-L\u00e4nder sowie zur Harmonisierung der Recyclingsysteme. Entscheidend wird sein, die Entwicklungen eng zu beobachten und Ma\u00dfnahmen zeitlich gestaffelt umzusetzen, um Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse zu vermeiden.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Nur wenn die EU konsequent in den Aufbau von Recyclingkapazit\u00e4ten investiert und die Prozesse entlang der Wertsch\u00f6pfungskette harmonisiert, k\u00f6nnen Skaleneffekte entstehen und ambitionierte Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. <a href=\"https:\/\/www.oeko.de\/das-institut\/team\/team-detail\/edda-winter\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer nofollow\">Dr. Edda Winter<\/a> Wissenschaftliche Mitarbeiterin\/ Ressourcen &amp; Mobilit\u00e4t<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Quelle<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.oeko.de\/news\/aktuelles\/recycling-von-antriebsbatterien-schluessel-fuer-die-elektromobilitaet-in-europa\/\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer nofollow\">\u00d6ko-Institut 2025<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Recycling von Antriebsbatterien kann entscheidend zur Rohstoffversorgung der europ\u00e4ischen Automobilindustrie beitragen und ist damit ein zentraler Faktor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":424561,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-424560","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115208242332076584","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424560","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=424560"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424560\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/424561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=424560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=424560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=424560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}