{"id":424562,"date":"2025-09-15T12:10:12","date_gmt":"2025-09-15T12:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424562\/"},"modified":"2025-09-15T12:10:12","modified_gmt":"2025-09-15T12:10:12","slug":"nach-autogipfel-in-bruessel-industrie-kritisiert-eu-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424562\/","title":{"rendered":"Nach Autogipfel in Br\u00fcssel: Industrie kritisiert EU-Kurs"},"content":{"rendered":"<p>Auch nach dem Autogipfel am vergangenen Freitag (12. September) in <a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/bruessel-3127099\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema Br\u00fcssel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a>, dem dritten Dialog mit der Automobilindustrie mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, bleibt das geplante <a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/verbrenner-aus-3191241\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema Verbrenner-Aus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verbrenner-Aus<\/a> ab 2035 ein umstrittenes Thema. Das gibt die pda in einer Mitteilung bekannt. Der Verband der Automobilindustrie (<a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/vda-2950988\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema VDA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">VDA<\/a>) \u00fcbt nun Kritik an der <a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/eu-kommission-2950793\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema EU-Kommission\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a>: Zwar erkenne diese die gro\u00dfen Herausforderungen an, agiere jedoch aus Sicht von VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller zu z\u00f6gerlich und ohne klare strategische Linie.<\/p>\n<p>Der Beschluss, ab 2035 keine neuen Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zuzulassen, wurde bereits 2022 gefasst, mit dem Ziel, die CO\u2082-Emissionen im Verkehrssektor deutlich zu senken. In <a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/deutschland-3188905\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> w\u00e4chst der Widerstand \u2013 insbesondere aus den Reihen der Unionsparteien und der <a href=\"https:\/\/www.verkehrsrundschau.de\/tag\/wirtschaft-3325211\" class=\"internal-tag\" title=\"Mehr zum Thema Wirtschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaft<\/a>, die eine R\u00fccknahme des EU-Beschlusses fordern.<\/p>\n<p>Ursula von der Leyen betonte laut dpa nach dem Treffen mit Spitzenvertretern der Automobilbranche auf der Plattform X, man habe die Sorgen der Industrie zur Kenntnis genommen. Angesichts des technologischen Wandels im Mobilit\u00e4tssektor und geopolitischer Umbr\u00fcche k\u00f6nne es kein \u201eBusiness as usual\u201c geben. \u201eWir werden Dekarbonisierung und Technologieneutralit\u00e4t miteinander verbinden\u201c, schrieb sie.<\/p>\n<p>Auch Kommissions-Vizepr\u00e4sident St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9 \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c: \u201eIch bin \u00fcberzeugt: 2035 muss bleiben.\u201c Gleichzeitig sprach er sich f\u00fcr mehr Flexibilit\u00e4t aus, um soziale und wirtschaftliche Br\u00fcche zu vermeiden. Am grunds\u00e4tzlichen Kurs wolle man jedoch nicht r\u00fctteln, so der f\u00fcr Industrie zust\u00e4ndige Kommissar.<\/p>\n<p>VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller nannte nach Angaben der dpa hohe Energiepreise, den schleppenden Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa sowie Unsicherheiten bei F\u00f6rderanreizen als zentrale Gr\u00fcnde f\u00fcr die verhaltene Nachfrage. Sie warnte: \u201eEine starre CO\u2082-Regulierung gef\u00e4hrdet die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und damit die Transformation der gesamten Industrie.\u201c Diese Bedenken h\u00e4tten die Unternehmen beim Treffen mit der EU-Kommission deutlich gemacht. Nun sei die Kommission gefordert, konkrete Schritte zu unternehmen. \u201eIm n\u00e4chsten strategischen Dialog im Dezember muss Klarheit geschaffen werden\u201c, forderte M\u00fcller.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission h\u00e4lt unterdessen an ihrem Ziel fest, bis 2035 weitgehend klimaneutrale Neuwagen auf den Markt zu bringen. \u201eDas Ziel einer zu 100 Prozent sauberen und erschwinglichen Mobilit\u00e4t in zehn Jahren bleibt weiterhin erreichbar\u201c, hei\u00dft es in einem Konzeptpapier der Beh\u00f6rde, \u00fcber das auch der \u201eSpiegel\u201c berichtete.<\/p>\n<p>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen erkl\u00e4rte laut dpa, die EU habe den Unternehmen bereits Flexibilit\u00e4t einger\u00e4umt. So erhielten die Hersteller im Mai zus\u00e4tzliche Zeit, um die Klimavorgaben f\u00fcr das Jahr 2025 zu erf\u00fcllen. Bereits im M\u00e4rz hatte die Kommission zudem angek\u00fcndigt, das Verbrenner-Aus fr\u00fcher als urspr\u00fcnglich geplant zu \u00fcberpr\u00fcfen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begr\u00fc\u00dfte diesen Schritt. Die \u00dcberpr\u00fcfung k\u00f6nne eine Grundlage f\u00fcr notwendige Entscheidungen sein, sagte VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller.<\/p>\n<p>Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sprach sich im \u201eARD-Interview der Woche\u201c f\u00fcr eine R\u00fccknahme des Verbrenner-Verbots aus. \u201eWir wollen eben, dass es auch m\u00f6glich ist, \u00fcber 2035 hinaus mit Verbrennungstechnologie zu arbeiten\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Audi-Chef Gernot D\u00f6llner hingegen h\u00e4lt die erneute Diskussion f\u00fcr wenig zielf\u00fchrend. \u201eIch kenne keine bessere Technik als das Elektroauto, um in den n\u00e4chsten Jahren bei der CO\u2082-Reduzierung im Verkehr voranzukommen\u201c, sagte er der \u201eWirtschaftswoche\u201c. Statt die Vorteile des E-Autos hervorzuheben, werde immer wieder \u00fcber den Erhalt des Verbrenners diskutiert. \u201eDas ist kontraproduktiv und verunsichert die Kunden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch nach dem Autogipfel am vergangenen Freitag (12. 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