{"id":424784,"date":"2025-09-15T14:12:26","date_gmt":"2025-09-15T14:12:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424784\/"},"modified":"2025-09-15T14:12:26","modified_gmt":"2025-09-15T14:12:26","slug":"street-photography-in-stuttgart-ein-fotograf-verraet-das-sind-die-besten-fotospots-in-stuttgart-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424784\/","title":{"rendered":"Street Photography in Stuttgart: Ein Fotograf verr\u00e4t: Das sind die besten Fotospots in Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>J\u00fcrgen Winkels schleicht um die Skulptur vor der Universit\u00e4tsbibliothek in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stuttgart\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart <\/a>herum. Aus jeder Perspektive betrachtet er die metallischen Streben, die wie ein Rahmen wirken. Durch den Sucher beobachtet er einen Radfahrer, der gleich vorbeif\u00e4hrt und dr\u00fcckt im richtigen Moment ab. Auf dem Bild: Ein fremder Mensch, eingerahmt von altem Metall. <\/p>\n<p>F\u00fcr Winkels ist das mehr als ein schneller Schnappschuss \u2013 er nennt es Street Photography. \u201eDas ist <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Kunst\" title=\"Kunst\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunst<\/a>\u201c, sagt er. In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> gebe es viele Pl\u00e4tze, die sich gut daf\u00fcr eignen w\u00fcrden, Alltagsszenen einzufangen. Dabei sei es im Kessel immer wieder vorgekommen, dass sich Menschen beschwert haben, die er fotografiert habe. In anderen St\u00e4dten passiere das seltener. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1757778676_265_media.media.22e66e28-d457-4ea9-a035-d2034aefea42.original1024.media.jpeg\"\/>     Der Stadtpark vor der Universit\u00e4tsbibliothek geh\u00f6rt zu J\u00fcrgen Winkels Lieblingspl\u00e4tzen zum Fotografieren.    Foto: Frederik Herrmann    <\/p>\n<p>Winkels, der eigentlich als Unternehmensberater arbeitet, fotografiert, seit er sich mit neunzehn Jahren seine erste Kamera gekauft hat. Seit 2016 bietet er auch Workshops an und hat das Stuttgart Street Collective gegr\u00fcndet \u2013 eine Gruppe begeisterter Fotografinnen und Fotografen, die sich der Street Photography verschrieben haben.<\/p>\n<p>Street Photography zeigt das Ungew\u00f6hnliche im Gew\u00f6hnlichen <\/p>\n<p>\ufeffStreet Photography, auch Stra\u00dfenfotografie genannt, ist ein Genre der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Fotografie\" title=\"Fotografie\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fotografie<\/a>, das den Alltag zeigt: Menschen im Park, in der Stadt, in ihrem gewohnten Umfeld, in ihrer Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause. Winkels sucht das Ungew\u00f6hnliche im Gew\u00f6hnlichen. Er will nicht bewerten, sondern sichtbar machen, was oft \u00fcbersehen wird. Oft hat er eine Idee von einem Bild, die versucht er dann umzusetzen. Das sei dann fotografisches Handwerk.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr geht er gerne nah an Menschen heran. \u201eMan merkt sehr schnell, wer fotografiert werden will und wer nicht\u201c, erz\u00e4hlt er. Gelegentlich wird er auch angesprochen. Nicht alle reagieren begeistert, wenn sie bemerken, dass sie fotografiert werden. \u201eBei achtzig Prozent der F\u00e4lle passiert nichts, bei den restlichen zwanzig merke ich an ihrer Reaktion, dass sie nicht fotografiert werden wollen\u201c, sagt er. Zeige er dann die Bilder, seien die meisten aber einverstanden.<\/p>\n<p>  \u201eIn K\u00f6ln sind die Menschen entspannter, in Stuttgart zur\u00fcckhaltender\u201c <\/p>\n<p>Dabei reagieren die Menschen in jeder Stadt unterschiedlich auf seine Leidenschaft. In K\u00f6ln seien die Menschen entspannter. \u201eDort kannst du eigentlich jedem eine Kamera vor das Gesicht halten, damit hat niemand ein Problem.\u201c In der Domstadt gebe es eine gr\u00f6\u00dfere Subkultur. \u201eViele Menschen wollen sich dort bewusst zeigen\u201c, sagt Winkler. <\/p>\n<p>Anders in Stuttgart: Hier seien die Menschen zur\u00fcckhaltender, teils sehr verschlossen, wenn es ums Fotografieren gehe. In Paris wiederum h\u00e4tten sich bisher die meisten Menschen beschwert, wenn er sie auf der Stra\u00dfe fotografierte. In London, der Hauptstadt der Street Phtotograpy, habe sich noch nie jemand beklagt.<\/p>\n<p>  Street Photography \u2013 wie sieht es mit dem Pers\u00f6nlichkeitsrecht aus? <\/p>\n<p>Dabei bewegt sich Winkels in einer Grauzone. Im \u00f6ffentlichen Raum zu fotografieren, ist erlaubt. Problematisch wird es bei der Ver\u00f6ffentlichung von Bildern, auf denen Menschen klar erkennbar sind. Ohne Einwilligung ist das in der Regel verboten.<\/p>\n<p>Winkels h\u00e4lt sich nicht immer strikt daran. Er habe bereits Bilder ver\u00f6ffentlicht, auf denen Personen erkennbar sind, eine Reaktion darauf habe es jedoch noch nie gegeben. \u201eIch achte immer darauf, dass niemand in einem schlechten Licht erscheint\u201c, betont er. Ebenso wichtig sei f\u00fcr ihn die Kunstfreiheit. Street Photography versteht er als ein Mittel, sichtbar zu machen, wie Menschen sich im \u00f6ffentlichen Raum bewegen.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1757778677_239_media.media.293a9610-e140-4307-892a-38d66b734b31.original1024.media.jpeg\"\/>     Auch die Freitreppe am Kubus eignet sich hervorragend f\u00fcr Streetphotography, sagt J\u00fcrgen Winkler.    Foto: Frederik Herrmann    Schlossplatz, B\u00f6rsenplatz und Staatsgalerie \u2013 hier bietet sich Street Photography besonders gut an <\/p>\n<p>Einige Orte in Stuttgart bieten sich daf\u00fcr besonders gut an. Ihre Architektur mache es Einsteigern einfach, das Genre kennenzulernen. Aber auch erfahrene Fotografen k\u00f6nnen sich hier kreativ ausleben, wie Winkels sagt. <\/p>\n<ul>\n<li>Park an der Universit\u00e4t: Ein Mikrokosmos mitten in der Stadt, voller Leben und Kontraste zu den teils maroden Geb\u00e4uden.<\/li>\n<li>Kleiner Schlossplatz: Besonders die lange Treppe zur <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/K%C3%B6nigstra%C3%9Fe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00f6nigstra\u00dfe<\/a> ist ein Hotspot. \u201eEin Nadel\u00f6hr\u201c, sagt Winkels. T\u00e4glich ziehen hier viele Menschen vorbei.<\/li>\n<li>B\u00f6rsenplatz: Gro\u00dfe Geb\u00e4ude, eine beeindruckende Architektur und ein gro\u00dfer Platz mit vielen Menschen. Gute Voraussetzungen f\u00fcr Street Photography. <\/li>\n<li> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/Staatsgalerie_Stuttgart\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Staatsgalerie Stuttgart<\/a>: An den W\u00e4nden, Treppen und Fensterfronten der Staatsgalerie wurde mit bunten Farben gearbeitet, zudem wirft das Geb\u00e4ude bei Sonnenschein starke Schatten \u2013 ein ideales Umfeld f\u00fcr kreative Street Photography.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Ende ist Street Photography f\u00fcr Winkels jedoch weniger eine Frage des Ortes als eine Frage der Haltung. \u201eEs ist der Blick, mit dem wir als Fotografen auf die Welt schauen\u201c, sagt er. Street Photography k\u00f6nne er daher \u00fcberall machen, auch in Stuttgart. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"J\u00fcrgen Winkels schleicht um die Skulptur vor der Universit\u00e4tsbibliothek in Stuttgart herum. 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