{"id":425014,"date":"2025-09-15T16:15:17","date_gmt":"2025-09-15T16:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425014\/"},"modified":"2025-09-15T16:15:17","modified_gmt":"2025-09-15T16:15:17","slug":"plaene-von-wirtschaftsministerin-reiche-die-energiewende-wende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425014\/","title":{"rendered":"Pl\u00e4ne von Wirtschaftsministerin Reiche: Die Energiewende-Wende"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 15.09.2025 17:44 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wirtschaftsministerin Reiche will die Energiewende besser steuern und vor allem Kosten sparen. Daf\u00fcr schl\u00e4gt sie zehn &#8222;Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen&#8220; vor. Kritiker warnen vor einem Ausbremsen der Energiewende.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/polansky-113.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Polansky\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/polansky-115.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf kaum ein Gutachten haben die Energiewirtschaft, Industrieverb\u00e4nde und Umweltgruppen so gespannt gewartet, wie auf den sogenannten <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Energie\/energiewende-effizient-machen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=16\" title=\"Monitoring-Bericht im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Monitoringbericht zur Energiewende<\/a>. Als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU am Vormittag in Berlin vor die Presse tritt, betont sie, dass sie die Energiewende an einem Scheidepunkt sieht. &#8222;Wir erreichen Klimaneutralit\u00e4t nur, wenn wir Wachstum, Wirtschaftskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit gleicherma\u00dfen sichern. Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit sind ebenso zu betrachten und zu ber\u00fccksichtigen wie der Klimaschutz.&#8220;<\/p>\n<p>    Kosten sollen gesenkt werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Energiewende. Effizient. Machen&#8220; ist der Monitoringbericht \u00fcberschrieben, der vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universit\u00e4t K\u00f6ln und dem Beratungsunternehmen BET erstellt wurde. 259 Seiten mit einer Bestandsaufnahme der Energiewende und Handlungsoptionen, um die Kosten f\u00fcr den Umbau hin zu erneuerbarem Strom zu senken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Alexander Kox von BET betont, dass es nicht darum gehe, die Energiewende zur\u00fcckzudrehen. &#8222;Wir haben versucht, deutlich zu machen, wir sind &#8218;on track&#8216;, was die Ausbauziele angeht. Wir haben aber auch versucht, deutlich zu machen, dass wir die Kosten ein bisschen aus dem Auge verloren haben&#8220;, so der Gutachter. &#8222;Und dass eine Neuausrichtung auf Kosteneffizienz notwendig ist, damit wir die Ziele erreichen.&#8220;<\/p>\n<p>    Ausbau Stromnetze gr\u00f6\u00dfter Kostentreiber<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Einsch\u00e4tzung der Gutachter wird der Strombedarf etwas langsamer ansteigen als bislang in verschiedenen Studien angenommen wurde. Das schaffe Spielr\u00e4ume, um den weiteren Ausbau besser zu planen und zu steuern. Aus Sicht der Gutachter ist es insbesondere wichtig, neue Stromleitungen und neue Windkraft- und Solarparks besser aufeinander abzustimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn der Ausbau Stromnetze gilt als einer der gr\u00f6\u00dften Kostentreiber der Energiewende. Die Bundesnetzagentur rechnet mit Kosten in H\u00f6he von mehr als 500 Milliarden Euro bis 2045. &#8222;Wir k\u00f6nnen die Kostensteigerungen abd\u00e4mpfen&#8220;, zeigt sich Wirtschaftsministerin Reiche \u00fcberzeugt. &#8222;Darum muss es gehen. Stromkosten stabil zu halten und dramatische Kostensteigerungen zu vermindern.&#8220;<\/p>\n<p>    Sparen bei Offshore-Anlagen und Subventionen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Reiches sieht den Monitoringbericht als Grundlage f\u00fcr ihre Vorschl\u00e4ge zur weiteren Energiewende, die sie in zehn &#8222;Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen&#8220; zusammenfasst. Ehrliche Bedarfsermittlung, Ausbau von Netzen und Erneuerbaren synchronisieren und Subventionen systematisch senken, nennt sie als Beispiele. Insbesondere bei Offshore-Windanlagen sieht Reiche Einsparpotenziale, au\u00dferdem will sie an die Subventionen f\u00fcr den Erneuerbaren-Ausbau ran. Konkret braucht es aus ihrer Sicht keine staatliche F\u00f6rderung mehr f\u00fcr neue Dachsolaranlagen, die sogenannte Dach-PV.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das st\u00f6\u00dft auf Widerspruch beim Koalitionspartner. &#8222;Die Dach-PV-Anlagen brauchen wir f\u00fcr das Erreichen der Klimaschutzziele&#8220;, sagt SPD-Umweltpolitikerin Nina Scheer. &#8222;Wir haben uns klar verst\u00e4ndigt, dass wir die Klimaschutziele einhalten wollen. Also wir d\u00fcrfen nichts infrage stellen, was die Dach-PV-Anlagen betrifft.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Verb\u00e4nde der Erneuerbaren-Branche warnen vor Einschnitten bei der F\u00f6rderung. Andere Wirtschaftsverb\u00e4nde reagieren dagegen positiv auf den Monitoringbericht. Es gehe darum, die Energiewende auf Kurs zu bringen, st\u00e4rker auf die Kosten zu achten, betont etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie.<\/p>\n<p>    Umweltverb\u00e4nde f\u00fcrchten R\u00fcckschritte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Umweltverb\u00e4nde wie Greenpeace oder die Deutsche Umwelthilfe bef\u00fcrchten R\u00fcckschritte beim Klimaschutz. Ebenso Michael Kellner von den Gr\u00fcnen: &#8222;Ich bef\u00fcrchte, dass Katherina Reiche Verunsicherung schaffen wird und Sand ins Getriebe streuen wird&#8220;, so der fr\u00fchere Staatssekret\u00e4r im Bundeswirtschaftsministerium. Er habe Sorge, dass Reiche die Energiewende ausbremsen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Politik, Wirtschaft und Umweltverb\u00e4nde d\u00fcrften den Monitoringbericht in den kommenden Tagen intensiv analysieren &#8211; und die Frage stellen, ob Reiche mit ihren Forderungen die richtigen Schl\u00fcsse aus dem Bericht zieht. Und ob die Klimaziele mit Abstrichen bei der F\u00f6rderung tats\u00e4chlich zu erreichen sind. Dass sie an der deutschen Treibhausgasneutralit\u00e4t 2045 festhalten will, hat die CDU-Wirtschaftsministerin heute mehrfach betont. Der weitere Weg dahin, d\u00fcrfte auch innerhalb der schwarz-roten Koalition noch f\u00fcr einige Debatten sorgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 15.09.2025 17:44 Uhr Wirtschaftsministerin Reiche will die Energiewende besser steuern und vor allem Kosten sparen. 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