{"id":425403,"date":"2025-09-15T19:52:15","date_gmt":"2025-09-15T19:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425403\/"},"modified":"2025-09-15T19:52:15","modified_gmt":"2025-09-15T19:52:15","slug":"oel-gas-eisen-stahl-duenger-russland-und-eu-treiben-milliardenschweren-handel-trotz-sanktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425403\/","title":{"rendered":"\u00d6l, Gas, Eisen, Stahl, D\u00fcnger: Russland und EU treiben milliardenschweren Handel &#8211; trotz Sanktionen"},"content":{"rendered":"<p>                    \u00d6l, Gas, Eisen, Stahl, D\u00fcnger<br \/>\n                Russland und EU treiben milliardenschweren Handel &#8211; trotz Sanktionen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              15.09.2025, 18:12 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat am Wochenende bekr\u00e4ftigt, dass er zu neuen Energiesanktionen gegen Russland bereit sei. Daf\u00fcr m\u00fcssten aber alle Nato-L\u00e4nder den Kauf von russischem \u00d6l beenden und \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen ergreifen. \u00dcber drei Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine importieren die USA und die Europ\u00e4ische Union noch immer russische Energie und Rohstoffe im Milliardenwert. Hier ein \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Handelsbeziehungen und ihre Entwicklung in den vergangenen vier Jahren. <\/p>\n<p>EU-Handel mit Russland<\/p>\n<p>Die EU hat mit Beginn des Krieges Ein- und Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen auf zahlreiche Waren verh\u00e4ngt. Exporte nach Russland fielen daraufhin zwischen dem ersten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2025 um 61 Prozent. Importe aus Russland verzeichneten einen R\u00fcckgang von 89 Prozent, wie aus Daten des Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Derzeit bezieht die EU \u00d6l, Nickel, Erdgas, D\u00fcngemittel, Eisen und Stahl aus Russland. Dennoch fielen die Importe aus Russland im zweiten Quartal 2025 weiter, w\u00e4hrend Exporte stiegen. Aus dem bisherigen Handelsdefizit wurde ein \u00dcberschuss von 0,8 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><b>\u00d6l<\/b><\/p>\n<p>Vor vier Jahren war Russland f\u00fcr die EU der gr\u00f6\u00dfte Lieferant von Erd\u00f6lprodukten. Damals lag bei \u00d6llieferungen per Schiff der russische Anteil bei 29 Prozent. Mittlerweile ist er auf zwei Prozent gesunken, weil die EU den Import russischen Roh\u00f6ls auf dem Seeweg verboten hat.<\/p>\n<p><b>Erdgas<\/b><\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte der EU-Erdgasimporte kam vor dem Ukraine-Krieg aus Russland. 2025 betr\u00e4gt der russische Anteil an den EU-Importen 12 Prozent. Der gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Partner ist mittlerweile Algerien mit 27 Prozent. Auch Norwegen ist zu einem wichtigeren Lieferanten geworden. Manche EU-L\u00e4nder wie Ungarn oder Bulgarien werden nach wie vor mit russischem Gas versorgt. Sie beziehen das Gas \u00fcber die Unterwasser-Pipeline TurkStream aus der T\u00fcrkei.<\/p>\n<p><b>Fl\u00fcssigerdgas<\/b><\/p>\n<p>Im Zuge des Kriegs stiegen die Preise von Fl\u00fcssigerdgas (LNG) drastisch. Das hatte auch zur Folge, dass der Wert der EU-Importe wuchs. Der Anteil der russischen LNG-Importe ist inzwischen auf 14 Prozent gesunken. Heute sind die USA der gr\u00f6\u00dfte Anbieter von Fl\u00fcssigerdgas in der EU. Im zweiten Quartal dieses Jahres belief sich ihr Anteil an den EU-Importen auf 54 Prozent.<\/p>\n<p><b>Eisen und Stahl<\/b><\/p>\n<p>Russlands Anteil an Eisen- und Stahlimporten betr\u00e4gt sechs Prozent, ein R\u00fcckgang von zw\u00f6lf Punkten seit 2021.<\/p>\n<p><b>D\u00fcngemittel<\/b><\/p>\n<p>Russland war im zweiten Quartal 2025 nach wie vor der gr\u00f6\u00dfte Exporteur von D\u00fcngemitteln in die EU. Der Anteil stieg in den vergangenen vier Jahren sogar von 28 auf 34 Prozent. Das EU-Parlament stimmte im Mai deshalb f\u00fcr Z\u00f6lle auf russische D\u00fcngemittelimporte. Diese werden aber schrittweise eingef\u00fchrt. Noch ist es zu fr\u00fch, um ihre Wirkung absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>US-Importe aus Russland<\/p>\n<p>Der Wert der US-Importe aus Russland betrug in der ersten H\u00e4lfte dieses Jahres 2,5 Milliarden Dollar &#8211; ein deutlicher R\u00fcckgang von den 14,14 Milliarden Dollar im Jahr 2021.<\/p>\n<p><b>D\u00fcngemittel<\/b><\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr importierten die USA russische D\u00fcngemittel im Wert von 1,14 Milliarden Dollar &#8211; nach 1,27 Milliarden Dollar drei Jahre zuvor.<\/p>\n<p><b>Uran und Plutonium<\/b><\/p>\n<p>Der Wert von angereichertem Uran und Plutonium, das die USA aus Russland einf\u00fchren, ist etwas gesunken: von 646 Millionen Dollar 2021 auf 624 Millionen im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p><b>Palladium<\/b><\/p>\n<p>Russische Exporte von Palladium in die USA beliefen sich auf 878 Millionen Dollar im Jahr 2024. Vor dem Krieg waren es 1,59 Milliarden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6l, Gas, Eisen, Stahl, D\u00fcnger Russland und EU treiben milliardenschweren Handel &#8211; trotz Sanktionen 15.09.2025, 18:12 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":425404,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1137,548,22226,213,13,4615,14,15,9952,307,1155,12,55215,10,8,9,11,64,103,55,104],"class_list":{"0":"post-425403","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-erdgas","9":"tag-eu","10":"tag-fluessiggas","11":"tag-handelsbeziehungen","12":"tag-headlines","13":"tag-landwirtschaft","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-rohstoff-oel","17":"tag-russland","18":"tag-sanktionen","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-stahlbranche","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews","25":"tag-usa","26":"tag-welt","27":"tag-wirtschaft","28":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115210062936793990","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=425403"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425403\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/425404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=425403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=425403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=425403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}