{"id":425577,"date":"2025-09-15T21:30:23","date_gmt":"2025-09-15T21:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425577\/"},"modified":"2025-09-15T21:30:23","modified_gmt":"2025-09-15T21:30:23","slug":"vance-moderiert-charlie-kirk-show-aus-dem-weissen-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/425577\/","title":{"rendered":"Vance moderiert \u00abCharlie Kirk Show\u00bb aus dem Wei\u00dfen Haus"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; US-Vizepr\u00e4sident JD Vance hat eine Episode des Podcasts von Charlie Kirk moderiert, um an den get\u00f6teten rechten Aktivisten zu erinnern. Seine G\u00e4ste und er stellten das Verm\u00e4chtnis Kirks ins Zentrum, das sie stark religi\u00f6s aufluden. Zugleich machten sie erneut deutlich, wen das Lager von US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr das Attentat als verantwortlich ansieht: die politische Gegenseite.<\/p>\n<p>Die im Wei\u00dfen Haus aufgezeichnete Sonderausgabe des Podcasts wurde auf der bei US-Konservativen popul\u00e4ren Plattform Rumble \u00fcbertragen. Vance erkl\u00e4rte darin, man setze alles daran, die Hintergr\u00fcnde der Tat aufzukl\u00e4ren &#8211; und gegen \u00abdas Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen\u00bb vorzugehen, das seiner Darstellung nach Gewalt f\u00f6rdere.\u00a0<\/p>\n<p>FBI-Chef: DNA-Spuren passen zu Tatverd\u00e4chtigem<\/p>\n<p>\u00dcber die Motive des Tatverd\u00e4chtigen ist bislang wenig bekannt. Bei dem vor ein paar Tagen festgenommenen Mann handelt es sich um einen 22-J\u00e4hrigen. Der entscheidende Tipp f\u00fcr die Festnahme kam nach offiziellen Angaben aus der Familie des Tatverd\u00e4chtigen. Nach Angaben von FBI-Chef\u00a0Kash Patel hatte der Vater seinen Sohn auf Fahndungsaufnahmen erkannt.\u00a0<\/p>\n<p>Patel zufolge stellten Ermittler inzwischen DNA-Spuren auf einem um eine Waffe gewickelten Handtuch fest, die in der N\u00e4he des Tatorts gefunden worden war. Diese stimmten mit der DNA des Tatverd\u00e4chtigen \u00fcberein, sagte Patel dem Sender Fox News. Gleiches gelte f\u00fcr DNA-Spuren, die auf einem Schraubenzieher festgestellt worden seien, den Ermittler auf dem Dach gefunden h\u00e4tten, von dem der Tatverd\u00e4chtige geschossen haben soll.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Beh\u00f6rden verweigerte der junge Mann zun\u00e4chst die Zusammenarbeit mit den Ermittlern. \u00abDer Verd\u00e4chtige hat bisher nicht kooperiert\u00bb, sagte Gouverneur Spencer Cox am Wochenende im Sender NBC News. Er stamme aus einer konservativen Familie, seine \u00abIdeologie\u00bb weiche aber davon ab. \u00abEs gab eindeutig eine linke Ideologie bei diesem Attent\u00e4ter\u00bb, sagte der Gouverneur. Er hatte die Tat zuvor als \u00abpolitisches Attentat\u00bb eingestuft.\u00a0<\/p>\n<p>Trump macht \u00abradikale Linke\u00bb verantwortlich<\/p>\n<p>Trump hatte bereits kurz nach der Tat die Rhetorik \u00abradikaler Linker\u00bb verantwortlich gemacht. Kritiker warfen ihm vor, damit die Stimmung im Land zus\u00e4tzlich anzuheizen, statt einende Worte zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Kirk war am Mittwoch auf dem Campus einer Universit\u00e4t in Utah angeschossen worden und starb sp\u00e4ter im Krankenhaus. Die Tat reiht sich ein in eine Serie politisch motivierter Gewalttaten in den USA. Erst vor wenigen Monaten wurden im Bundesstaat Minnesota eine demokratische Politikerin und ihr Ehemann erschossen. Auch auf Trump war im vergangenen Jahr bei einem Wahlkampfauftritt geschossen worden. Beh\u00f6rden und Experten warnen seit Langem vor zunehmender Radikalisierung &#8211; befeuert durch Hass im Netz und aggressive Rhetorik.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Trumps Leute den Demokraten die Schuld an der Eskalation geben, werfen diese dem Pr\u00e4sidenten und seinem Lager vor, mit ihrer Sprache selbst den Boden f\u00fcr Gewalt zu bereiten.<\/p>\n<p>Miller spricht von \u00abinl\u00e4ndischer Terrorbewegung\u00bb<\/p>\n<p>Auch in der von Vance moderierten Podcastfolge gab es Schuldzuweisungen. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller sprach von einer \u00aborganisierten Kampagne\u00bb linker Gruppen, die zu der Tat gef\u00fchrt habe, und nannte sie eine \u00abinl\u00e4ndische Terrorbewegung\u00bb. Man werde umfassende Ressourcen der US-Regierung nutzen, um diese Bewegung \u00abim Namen von Charlie\u00bb zu zerschlagen.<\/p>\n<p>Vance selbst erkl\u00e4rte, er sei dankbar f\u00fcr die Beileidsbekundungen vieler Demokraten und w\u00fcnsche sich Einheit. Diese k\u00f6nne es jedoch nur geben, wenn anerkannt werde, dass politisch motivierte Gewalt kein Problem beider Seiten sei, sondern prim\u00e4r das einer \u00abm\u00e4chtigen Minderheit am linken Rand\u00bb.<\/p>\n<p>Beobachter warnen, eine solche Rhetorik k\u00f6nne nicht nur als Rechtfertigung f\u00fcr Vergeltung dienen, sondern auch als Vorwand genutzt werden, um demokratische Strukturen und politische Gegner zu schw\u00e4chen. Sie werten dies als weiteren Beleg f\u00fcr den autorit\u00e4ren Regierungsstil unter Trump.<\/p>\n<p>Privatpersonen und Journalisten im Fokus von Kirk-Anh\u00e4ngern<\/p>\n<p>Welche Dynamik solche Worte entfalten k\u00f6nnen, zeigt sich schon jetzt: Seit dem Attentat gerieten etliche Privatpersonen in den Fokus von Kirk-Anh\u00e4ngern &#8211; teils, weil sie seine Ermordung verharmlosten, teils aber auch lediglich, weil sie auf umstrittenen \u00c4u\u00dferungen von Kirk hingewiesen hatten. Mehrere wurden bei ihren Arbeitgebern gemeldet. Das US-Au\u00dfenministerium drohte zudem Ausl\u00e4ndern mit dem Entzug ihrer Visa, sollten sie im Internet die Tat rechtfertigen.<\/p>\n<p>In diesem Klima geriet auch ZDF-Journalist Elmar Theve\u00dfen in die Kritik, unter anderem, nachdem er in einem Podcast Trumps stellvertretenden Stabschef Miller mit \u00dcberzeugungen aus dem Dritten Reich in Verbindung gebracht hatte. Der fr\u00fchere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, griff dies auf, bezeichnete Theve\u00dfen auf X als \u00ablinksradikal\u00bb und forderte, ihm das US-Visum zu entziehen.<\/p>\n<p>Das ZDF teilte knapp mit, man nehme die Aussagen zur Kenntnis. \u00abDie Arbeit von Elmar Theve\u00dfen ist durch die Pressefreiheit gesch\u00fctzt.\u00bb Sie sei ein hohes Gut, in Deutschland und in den USA.<\/p>\n<p>Spendenaufrufe f\u00fcr Kirks Organisation<\/p>\n<p>Kirks Tod entfaltet in den USA eine enorme politische Schlagkraft. Er galt als pr\u00e4gende Stimme der US-Rechten und erreichte ein Millionenpublikum, vor allem junge M\u00e4nner. 2012 gr\u00fcndete er die Jugendorganisation Turning Point USA, die heute an zahlreichen Highschools und Hochschulen aktiv ist.<\/p>\n<p>Seit dem Attentat haben Kirks Ehefrau Erika und Weggef\u00e4hrten wie der ultrarechte Publizist Steve Bannon Kirks Reichweite und Plattformen genutzt, um die Anh\u00e4nger weiter anzusprechen. Sie bezeichneten Kirk unter anderem als \u00abAmerikas gr\u00f6\u00dften christlichen M\u00e4rtyrer\u00bb. Turning Point USA verschickte zudem Spendenaufrufe, in denen der Tod des 31-J\u00e4hrigen in drastischen Worten als Aufruf zum politischen Engagement dargestellt wurde.<\/p>\n<p>Auch im von Vance moderierten Podcast wurde Kirks Verm\u00e4chtnis stark religi\u00f6s gerahmt. Die Runde &#8211; neben Vance und Miller nahmen auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Trumps Sprecherin Karoline Leavitt teil &#8211; leitete daraus den Auftrag ab, Kirks Netzwerk fortzuf\u00fchren und auszubauen. Vor allem junge Konservative sollten sich demnach offen zum Christentum bekennen und Kirks Botschaften in Politik und Gesellschaft weitertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; US-Vizepr\u00e4sident JD Vance hat eine Episode des Podcasts von Charlie Kirk moderiert, um an den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":425578,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,177,2549,62,8970,1209,139,575,64],"class_list":{"0":"post-425577","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kriminalitt","12":"tag-leute","13":"tag-medien","14":"tag-muenster","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-regierung","17":"tag-religion","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115210448081806014","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=425577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/425578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=425577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=425577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=425577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}