{"id":426029,"date":"2025-09-16T01:38:13","date_gmt":"2025-09-16T01:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/426029\/"},"modified":"2025-09-16T01:38:13","modified_gmt":"2025-09-16T01:38:13","slug":"berlin-mit-koerbchen-roehrling-und-gps-pilz-ratgeber-fuer-einsteiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/426029\/","title":{"rendered":"Berlin | Mit K\u00f6rbchen, R\u00f6hrling und GPS: Pilz-Ratgeber f\u00fcr Einsteiger"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Die Tage werden k\u00fcrzer und feuchter, bei dennoch milden Temperaturen: Manche sagen, dass Sch\u00f6nste am Sp\u00e4tsommer sei das Sprie\u00dfen der Pilze. Wer als Anf\u00e4nger im Wald auf die Suche geht, sollte ein paar goldene Regeln kennen. Naturschutzbund (Nabu) und WWF verraten sie.<\/p>\n<p>Wer sich (noch) nicht so gut auskennt: Nur R\u00f6hrlinge sammeln!\u00a0<\/p>\n<p>Anf\u00e4nger sind auf der sicheren Seite, wenn sie bevorzugt R\u00f6hrlinge sammeln, hei\u00dft es im Pilzratgeber des Nabu. \u00abDenn unter unseren heimischen R\u00f6hrlingspilzen gibt es keine t\u00f6dlich giftigen\u00bb, beruhigt Rita L\u00fcder, Pilzsachverst\u00e4ndige beim NABU und Vizepr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Mykologie (<a href=\"https:\/\/www.dgfm-ev.de\/\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer noopener\">DGfM<\/a>).\u00a0<\/p>\n<p>R\u00f6hrlinge habe ihren Namen aufgrund der R\u00f6hren, die sich unter ihrem Schirm befinden \u2013 die Hutunterseite \u00e4hnelt einem Schwamm. Meist haben R\u00f6hrlinge eindeutige Merkmale und k\u00f6nnen kaum mit anderen Pilzen, die giftig oder nicht bek\u00f6mmlich sind, verwechselt werden.<\/p>\n<p>Ein R\u00f6hrenbeispiel ist die Marone: brauner Hut von oben und gelber Schwamm von unten. \u00abMan k\u00f6nnte sie h\u00f6chstens mit einem Gallenr\u00f6hrling verwechseln. Junge Gallenr\u00f6hrlinge haben jedoch einen wei\u00dfen und im \u00e4lteren Stadium einen rot-br\u00e4unlichen Schwamm\u00bb, erkl\u00e4rt L\u00fcder.\u00a0<\/p>\n<p>Und wenn man doch mal einen kleinen Gallenr\u00f6hrling im Essen hat? Das w\u00fcrde man laut der Pilz-Expertin garantiert schmecken. Denn dann verdirbt man sich mit seinem bitteren Geschmack die gesamte Mahlzeit. Daneben gibt es unter den R\u00f6hrlingen nat\u00fcrlich noch weitere bitter schmeckende Pilze oder welche, die Verdauungsprobleme und \u00dcbelkeit ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Pilze mit wei\u00dfen Lamellen sollten Anf\u00e4nger meiden, denn unter ihnen befinden sich t\u00f6dliche und giftige Arten.<\/p>\n<p>Im Zweifel Pilze lieber stehenlassen! Denn die allerwichtigste Pilz-Regel lautet: Nur ernten, was man hundertprozentig kennt oder bestimmen kann. Wer sich unsicher ist, kann sich an <a href=\"https:\/\/www.dgfm-ev.de\/service\/pilzsachverstaendige\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer noopener\">Pilzsachverst\u00e4ndige<\/a> wenden.\u00a0<\/p>\n<p>Was sind gute Pilz-Sammelstellen?<\/p>\n<p>Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind immer gut &#8211; falls die \u00fcberhaupt ihre Geheimstellen verraten. Wer selbst auf die Suche nach einem geeigneten Wald f\u00fcr die Pilzsuche geht, sollte nach einem Buchen- oder Fichtenwald Ausschau halten &#8211; denn viele Pilze leben in Symbiosen mit Buchen oder Fichten. Auch Kiefern und Eichen haben gern ein paar Steinpilze in ihrer N\u00e4he, hei\u00dft es im Pilz-Ratgeber des WWF.\u00a0<\/p>\n<p>Wer keine schnelle Ausbeute vorzuweisen hat, neigt dazu, es in engen und eher dunklen Dickichten zu versuchen. Das ist sinnlos &#8211; \u00abda wachsen Pilze ohnehin nicht\u00bb, so der Nabu. Auch lohnt es sich, auf Nitratzeiger wie Springkraut oder Brennnesseln zu achten &#8211; denn wo sie wachsen, wird man Steinpilze meist ebenfalls vergeblich suchen.<\/p>\n<p>Fr\u00fch aufstehen &#8211; ja oder nein?<\/p>\n<p>Die echten Pilznarren stehen schon bei Sonnenaufgang im Wald. Ihre Theorie: Wer zu sp\u00e4t kommt, findet nur noch die Pilze, die andere \u00fcbrig gelassen haben. Das sind meist nicht sehr\u00a0viele.<\/p>\n<p>Pilze schneiden &#8211; ja oder nein?<\/p>\n<p>Wenn der Pilz sicher erkannt wird, kann er kurz \u00fcber dem Boden mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden, empfiehlt der Nabu. Ein unbekannter Pilz dagegen sollte vorsichtig aus dem Boden herausgedreht werden. Nur wenn der komplette Fruchtk\u00f6rper und alle Merkmale zu sehen sind, l\u00e4sst sich der Pilz im Zweifel eindeutig bestimmen, etwa bei einer Pilzberatungsstelle.<\/p>\n<p>Nur die Guten ins K\u00f6rbchen<\/p>\n<p>Wahllos alle Pilze im Wald zu sammeln und erst hinterher versuchen sie zu bestimmen, ist keine gute Strategie. \u00abDenn so k\u00f6nnen Bruchst\u00fccke von Giftpilzen zwischen die genie\u00dfbaren Pilze geraten\u00bb, warnt der WWF in seinem Blog-Ratgeber \u00ab<a href=\"https:\/\/blog.wwf.de\/pilzesammeln\/\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer noopener\">Wo finde ich Steinpilze? Tipps f\u00fcr`s erfolgreiche Pilze sammeln<\/a>\u00bb. Stattdessen sollte man gleich pr\u00fcfen, ob es sich um einen genie\u00dfbaren Pilz handeln k\u00f6nnte, bevor man ihn aufnimmt.\u00a0<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt auch zu den Regeln, Giftpilze stehenzulassen und sie niemals zu zerst\u00f6ren. Sie sind Nahrung f\u00fcr andere Tiere und von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr das \u00d6kosystem, so der WWF.\u00a0<\/p>\n<p>K\u00f6rbchen statt Plastikt\u00fcte<\/p>\n<p>Pilze sollten niemals in Plastikt\u00fcten gesammelt werden. Grund: Unter Luftabschluss wird die Eiwei\u00dfzersetzung beschleunigt, erkl\u00e4rt der WWF. In T\u00fcten oder Rucks\u00e4cken zerquetschen die Pilze au\u00dferdem sehr schnell. Stattdessen lieber ein klassisches luftdurchl\u00e4ssiges Pilzk\u00f6rbchen mitnehmen.<\/p>\n<p>Pilz-Babys und -Senioren stehen lassen\u00a0<\/p>\n<p>Junge Pilze zu sammeln ist nicht nur raffgierig, sondern auch gef\u00e4hrlich, da sie oft sehr schwer zu bestimmen sind, warnt der WWF-Ratgeber. Und auch richtig alte Pilze sollte man stehen lassen. Denn sie schmecken ohnehin nicht mehr. Daf\u00fcr k\u00f6nnen sie ihre Sporen weitergeben und so f\u00fcr den Erhalt ihrer Art sorgen, werben die Natur- und Umweltsch\u00fctzer.<\/p>\n<p>Wie kann ich ertragreiche Pilzstellen wiederfinden?<\/p>\n<p>H\u00e4ufig wachsen Pilze laut WWF Jahr f\u00fcr Jahr in denselben Arealen. Daher sei die Kennzeichnung dieser Orte auf einer Karte empfehlenswert. Ein smarter Trick: \u00abAuch technische Ger\u00e4te wie Smartphones oder Navigationsger\u00e4te sind hilfreich, um sich die GPS-Koordinaten besonderer Pilzgebiete zu markieren und so leichter zu ihnen zur\u00fcckzufinden.\u00bb<\/p>\n<p>Pilze innerhalb von 24 Stunden verspeisen<\/p>\n<p>Pilze haben zwar einen geringen N\u00e4hrwert, k\u00f6nnen es aber bez\u00fcglich Vitamin- und Mineralstoffgehalt mit vielen Gem\u00fcsesorten aufnehmen. Sie sollten k\u00fchl und trocken aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden, r\u00e4t der Nabu.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn Pilze l\u00e4nger als einen Tag lang aufbewahrt werden sollen, am besten vorgaren und anschlie\u00dfend k\u00fchlen. Auch fertig zubereitete Pilze lassen sich gut im K\u00fchlschrank lagern und sp\u00e4ter wieder aufw\u00e4rmen. Pilze k\u00f6nnen ebenfalls eingefroren oder getrocknet anschlie\u00dfend zu W\u00fcrzpulver vermahlen werden.<\/p>\n<p>Pilze auf dem Teller: Nicht roh, zu \u00fcppig und sp\u00e4t am Abend\u00a0<\/p>\n<p>Alle Waldpilze sollten nicht roh verspeist, sondern 15 bis 20 Minuten erhitzen werden, r\u00e4t der Nabu. Denn wilde Pilze seien roh giftig \u2013 selbst die nussig schmeckende Marone verursacht ungekocht Magen-Darm-Beschwerden. Au\u00dferdem entfalten die meisten Pilze erst bei richtiger Zubereitung ihr charakteristisches Aroma &#8211; also immer sch\u00f6n braten, schmoren, grillen oder d\u00fcnsten.\u00a0<\/p>\n<p>Da Pilze nicht besonders gut verdaulich sind, sollten Pilzgerichte nicht zu \u00fcppig sein und auch nicht zu sp\u00e4t am Abend eingenommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Die Tage werden k\u00fcrzer und feuchter, bei dennoch milden Temperaturen: Manche sagen, dass Sch\u00f6nste am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":426030,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,2632,3364,29,5763,4974,30,1209,16513,624,64562,111611],"class_list":{"0":"post-426029","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-brcmj","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-ernaehrung","13":"tag-essen-und-trinken","14":"tag-germany","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-pilze","17":"tag-ratgeber","18":"tag-tmn0051","19":"tag-waldpilze"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115211423269789720","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/426029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=426029"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/426029\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/426030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=426029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=426029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=426029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}