{"id":426919,"date":"2025-09-16T09:56:10","date_gmt":"2025-09-16T09:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/426919\/"},"modified":"2025-09-16T09:56:10","modified_gmt":"2025-09-16T09:56:10","slug":"nord-stream-anschlaege-ukrainer-kann-ausgeliefert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/426919\/","title":{"rendered":"Nord-Stream-Anschl\u00e4ge: Ukrainer kann ausgeliefert werden"},"content":{"rendered":"<p>Bologna (dpa) &#8211; Drei Jahre nach den Anschl\u00e4gen auf die Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee kann einer der mutma\u00dflichen Drahtzieher nach Deutschland ausgeliefert werden. Die italienische Justiz gab gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die \u00dcberstellung des 49 Jahre alten Ukrainers an die deutschen Beh\u00f6rden, wie dessen Anwalt der Deutschen Presse-Agentur best\u00e4tigte. Einen Termin daf\u00fcr gibt es noch nicht. Die Entscheidung des Gerichts in der norditalienischen Stadt Bologna wird m\u00f6glicherweise von Italiens oberstem Gericht noch einmal \u00fcberpr\u00fcft.\u00a0<\/p>\n<p>Der Ukrainer war Ende August an der Adriak\u00fcste festgenommen worden. Offenbar rechnete er nicht damit, dass ein internationaler Haftbefehl vollstreckt wird. Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft geh\u00f6rte Serhij K. zu einer Gruppe, die im September 2022 nahe der Ostseeinsel Bornholm Sprengs\u00e4tze an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 platzierte. Sie wirft ihm gemeinschaftliches Herbeif\u00fchren einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor.\u00a0<\/p>\n<p>Verd\u00e4chtiger soll Ex-Agent des ukrainischen Geheimdienstes sein<\/p>\n<p>Nach der Auslieferung soll der Ukrainer in Deutschland vor Gericht gestellt werden. Allerdings versucht sein Anwalt Nicola Canestrini noch, mit einem Gang vor den italienischen Kassationsgerichtshof in Rom, die \u00dcberstellung an die deutschen Beh\u00f6rden zu verhindern. Die Aussichten werden als gering beurteilt.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Informationen des Magazins \u00abDer Spiegel\u00bb soll der Mann ein ehemaliger Agent des ukrainischen Geheimdienstes SBU sein. K. wurde in der Gemeinde San Clemente im Hinterland des beliebten Adria-Badeortes Rimini gefasst, wo er mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern die Ferien verbrachte. Die italienischen Beh\u00f6rden halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass er auch an Anschl\u00e4gen auf Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte im Mittelmeer beteiligt war.<\/p>\n<p>Bei dem Haftpr\u00fcfungstermin wies K. jegliche Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Er behauptete, in der Zeit der Anschl\u00e4ge auf die Pipelines in der Ukraine gewesen zu sein. Zugleich wehrte er sich dagegen, nach Deutschland \u00fcberstellt zu werden. Auch Kiew bestreitet, hinter den Anschl\u00e4gen auf die Gaspipelines zu stecken. Die Ukraine wehrt sich schon seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen einen Angriffskrieg aus Russland.<\/p>\n<p>Anschlag machte weltweit Schlagzeilen<\/p>\n<p>Der Anschlag im Herbst vor drei Jahren hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Mehrere Sprengungen besch\u00e4digten die beiden Pipelines so sehr, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. An drei der insgesamt vier Leitungen wurden Lecks entdeckt. Allerdings war zuvor schon kein Gas mehr durch die Leitungen geflossen.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Kriegsbeginn im Februar 2022 hatte Russland seine Lieferungen schrittweise gedrosselt und Anfang September v\u00f6llig eingestellt &#8211; angeblich wegen technischer Probleme. Beobachter vermuteten, dass damit der Druck auf den Westen und insbesondere Deutschland erh\u00f6ht werden sollte, wegen des Kriegs erlassene Sanktionen gegen Russland zur\u00fcckzunehmen. Inzwischen sind viele weitere Sanktionen hinzugekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bologna (dpa) &#8211; Drei Jahre nach den Anschl\u00e4gen auf die Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee kann einer der mutma\u00dflichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":426920,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[73222,3364,29,30,355,1015,177,1209,307,317,4418],"class_list":{"0":"post-426919","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-dnemark","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-italien","13":"tag-justiz","14":"tag-kriminalitt","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-russland","17":"tag-ukraine","18":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115213381468153222","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/426919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=426919"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/426919\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/426920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=426919"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=426919"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=426919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}