{"id":427182,"date":"2025-09-16T12:20:13","date_gmt":"2025-09-16T12:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/427182\/"},"modified":"2025-09-16T12:20:13","modified_gmt":"2025-09-16T12:20:13","slug":"krankenkasse-hendrik-streeck-fordert-selbstbeteiligung-von-patienten-von-vollkasko-mentalitaet-verabschieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/427182\/","title":{"rendered":"Krankenkasse: Hendrik Streeck fordert Selbstbeteiligung von Patienten \u2013 \u201eVon Vollkasko-Mentalit\u00e4t verabschieden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Gesundheitskosten steigen. Der Virologe Hendrik Streeck (CDU) mahnt deshalb mehr Eigenverantwortung der Menschen an: Gegen \u201eBagatellbesuche\u201c beim Arzt k\u00f6nne ein h\u00f6herer finanzieller Eigenanteil helfen. Auch Kanzler Merz schaltet sich in die Debatte ein.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der CDU-Politiker Hendrik Streeck fordert eine Selbstbeteiligung von Patientinnen und Patienten, um Kosten im Gesundheitswesen zu senken. \u201eHier kann eine moderate, sozialvertr\u00e4gliche Selbstbeteiligung helfen, Bagatellbesuche zu reduzieren\u201c, sagte der Gesundheitsexperte der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/rp-online.de\/?_gl=1*1qufaad*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=Cj0KCQjw8p7GBhCjARIsAEhghZ2Zrqu0PyPLpMfYb2t-IEZQqYn2BHM_pe41TNQdDBVo8FTPckbbqcoaAp8zEALw_wcB&amp;gbraid=0AAAAABgRS4In5XLsn3Qpzs4iN02rYrPmY\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/rp-online.de\/?_gl=1*1qufaad*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=Cj0KCQjw8p7GBhCjARIsAEhghZ2Zrqu0PyPLpMfYb2t-IEZQqYn2BHM_pe41TNQdDBVo8FTPckbbqcoaAp8zEALw_wcB&amp;gbraid=0AAAAABgRS4In5XLsn3Qpzs4iN02rYrPmY&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eRheinischen Post\u201c<\/a>.  Diese sei nicht als H\u00e4rte gedacht, sondern \u201eals Steuerung \u2013 schlank organisiert und fair\u201c, so der Virologe. <\/p>\n<p>In dem Interview mahnte er auch einen Mentalit\u00e4tswandel an: \u201eWir m\u00fcssen uns von einer unsolidarischen Vollkasko-Mentalit\u00e4t verabschieden. Gesundheit ist keine All-inclusive-Dienstleistung des Staates. Wer mit einer Erk\u00e4ltung die Notaufnahme blockiert, darf nicht erwarten, sofort die gesamte Palette an Hightech-Diagnostik zu beanspruchen.\u201c<\/p>\n<p>Deutsche gehen zu oft zum Arzt, sagt Merz<\/p>\n<p>Auch Bundeskanzler Friedrich Merz schaltete sich in die Debatte ein. Seiner Ansicht nach gehen die Deutschen zu oft zum Arzt. \u201eEine Milliarde Arztbesuche in Deutschland pro Jahr (&#8230;) sind ein zweifelhafter europ\u00e4ischer Rekord\u201c, sagte er in einer Rede bei einer Veranstaltung des Verbands der Maschinenbauer. Mit im Schnitt zehn Arztbesuchen pro Kopf und Jahr erreiche das Land einen \u201eeinsamen europ\u00e4ischen Rekord\u201c.<\/p>\n<p>Es brauche insgesamt \u201ebessere Anreize\u201c in den sozialen Sicherungssystemen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung oder Arbeitslosengeld, \u201emit den Ressourcen, die wir haben, sparsamer umzugehen\u201c, f\u00fchrte Merz aus.<\/p>\n<p>Aus der Wirtschaft kamen zuletzt Forderungen, einen oder mehrere sogenannte Karenztage einzuf\u00fchren. Im Fall einer Erkrankung eines Arbeitnehmers w\u00fcrde dann in den ersten Tagen kein Lohn fortgezahlt.<\/p>\n<p>Es gehe auch nicht darum, Versorgung einzuschr\u00e4nken, sagte Streeck im Interview mit der \u201eRheinischen Post\u201c weiter, sondern \u201edarum, die notwendigen Leistungen f\u00fcr alle zu sichern\u201c, so der Mediziner, der in der Corona-Pandemie bundesweit bekannt wurde.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelZu h\u00e4ufige Arztbesuche<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine kluge Selbstbeteiligung k\u00f6nne sogar einen positiven Anreiz setzen f\u00fcr Pr\u00e4vention und eine gesunde Lebensf\u00fchrung. Dabei verwies er auch aufs Ausland: \u201eW\u00e4hrend Menschen in D\u00e4nemark im Schnitt viermal und in Frankreich f\u00fcnfmal pro Jahr zum Arzt gehen, suchen Deutsche im Durchschnitt zehnmal pro Jahr eine Praxis auf\u201c, sagte Streeck. Das sei zu viel, oft unn\u00f6tig und belaste das System enorm. <\/p>\n<p>\u201eKlare Leitlinien m\u00fcssen zeigen, wo Behandlungen tats\u00e4chlich helfen \u2013 und wo nicht\u201c, forderte der Bundestagsabgeordnete, der auch Drogen- und Suchtbeauftragter der Bundesregierung ist. Jede \u00fcberfl\u00fcssige Ma\u00dfnahme gehe auf Kosten derer, die medizinische Hilfe dringend br\u00e4uchten.<\/p>\n<p>Warnung vor weiter steigenden Krankenkassenbeitr\u00e4gen<\/p>\n<p>Die Zahlen der Krankenversicherung lie\u00dfen keinen Raum f\u00fcr Besch\u00f6nigung, sagte der Bundestagsabgeordnete, der auch Drogen- und Suchtbeauftragter der Bundesregierung ist. Allein 2024 habe das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung bei \u00fcber sechs Milliarden Euro gelegen. Die R\u00fccklagen reichten gerade noch f\u00fcr etwas mehr als zwei Tage Versorgung.<\/p>\n<p>Zugleich stiegen die Beitragss\u00e4tze kontinuierlich, aktuell bereits auf \u00fcber 17 Prozent. \u201eOhne entschlossene Gegenma\u00dfnahmen drohen wir die 20-Prozent-Marke zu \u00fcberschreiten\u201c, warnte der CDU-Politiker.<\/p>\n<p>dpa\/epd\/krott<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Gesundheitskosten steigen. 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