{"id":428030,"date":"2025-09-16T20:13:11","date_gmt":"2025-09-16T20:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428030\/"},"modified":"2025-09-16T20:13:11","modified_gmt":"2025-09-16T20:13:11","slug":"konjunkturprognose-iw-erwartet-stagnation-und-was-kommt-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428030\/","title":{"rendered":"Konjunkturprognose: IW erwartet Stagnation &#8211; und was kommt 2026?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die deutsche Konjunktur tritt weiterhin auf der Stelle: In seiner neuen, noch unver\u00f6ffentlichten Herbstprognose erwartet das industrienahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nur eine Stagnation oder ein Nullwachstum gegen\u00fcber dem vergangenen Jahr. Es senkt damit seine Fr\u00fchjahrsprognose um 0,2 Prozentpunkte. Im kommenden Jahr soll die Konjunktur nach drei Jahren der Rezession und Stagnation endlich anspringen: Das K\u00f6lner IW sieht ein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wirtschaftswachstum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirtschaftswachstum<\/a> von einem Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr voraus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Unternehmen w\u00fcrden 2026 endlich mehr investieren, so IW-Konjunkturchef Michael Gr\u00f6mling, weil die stimulierenden Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung greifen w\u00fcrden \u2013 und weil man sich auf die schwierige geopolitische Lage im Au\u00dfenhandel langsam eingestellt habe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Institut ist damit pessimistischer als andere Wirtschaftsforschungsinstitute. So hatte das M\u00fcnchner Ifo-Institut unl\u00e4ngst immerhin noch 0,2 Prozent Wachstum in diesem und 1,3 Prozent im kommenden Jahr vorausgesagt. Die Bundesregierung war in ihrer Fr\u00fchjahrsprojektion allerdings schon \u00e4hnlich zur\u00fcckhaltend wie das IW jetzt: Auch sie geht nur von einem Nullwachstum in diesem Jahr und von 1,0 Prozent 2026 aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNach zwei Jahren Rezession tritt die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 nur auf der Stelle. Das reale <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruttoinlandsprodukt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bruttoinlandsprodukt<\/a> und die Anzahl der Erwerbst\u00e4tigen stagnieren auf dem Vorjahresniveau\u201c, hei\u00dft es in der neuen IW-Prognose, die unserer Redaktion vorliegt. \u201eDer deutsche Au\u00dfenhandel bleibt im Desorientierungsstress, weil geopolitische De-Normalisierung und konfrontative US-Au\u00dfenwirtschaftspolitik den Welthandel belasten.\u201c Der Konsum bleibe trotz normaler Inflation, aber wegen ged\u00e4mpfter Besch\u00e4ftigungsperspektiven unter seinem Potenzial. Die Investitionen w\u00fcrden wegen \u201evielf\u00e4ltiger Verunsicherungen im Vorsichtsmodus\u201c verharren. \u201eF\u00fcr 2026 wird eine anhaltende Besserung erwartet \u2013 mit gut ein Prozent wird aber keine wirkliche Aufschwungsqualit\u00e4t erreicht\u201c, so das K\u00f6lner Institut.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Erwartung einer Konjunkturwende hatten \u00d6konomen in den vergangenen Jahren immer wieder auf das n\u00e4chste Jahr verschoben. So ist es jetzt auch wieder mit Blick auf das kommende Jahr. 2026 soll es aufw\u00e4rtsgehen, weil die Unternehmen schlicht investieren m\u00fcssten. Die anhaltende Investitionszur\u00fcckhaltung habe viele \u00fcberrascht, so Gr\u00f6mling. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte unl\u00e4ngst aber einen \u201eWachstumsbooster\u201c mit besseren Abschreibungsbedingungen f\u00fcr Unternehmen auf den Weg gebracht. Zudem soll das kreditfinanzierte Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur f\u00fcr mehr \u00f6ffentliche Bau-Auftr\u00e4ge sorgen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der private Konsum soll laut der Prognose weiterhin kaum zur Belebung beitragen. Die Sorgen der Menschen vor Jobverlusten verhindern ein Anspringen des Konsums. \u201eDas durch die Normalisierung der Inflation und die Einkommenszuw\u00e4chse verf\u00fcgbare Potenzial wird weiterhin nicht ausgesch\u00f6pft. Besorgnis \u00fcber die wirtschaftliche Zukunft und die Arbeitspl\u00e4tze stehen einer nennenswerten Konsumerholung im Weg\u201c, schreibt das IW.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei bleibe der Besch\u00e4ftigungsstand erstaunlich stabil auf hohem Niveau. Im Jahresdurchschnitt 2025 erwarten die \u00d6konomen wie im Vorjahr knapp 46 Millionen Erwerbst\u00e4tige. \u201eDieses Niveau d\u00fcrfte auch im kommenden Jahr gehalten werden.\u201c Allerdings gebe es Ver\u00e4nderungen auf dem Arbeitsmarkt: W\u00e4hrend im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeit schon 96.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im ersten Halbjahr 2025 verloren gingen, nahmen sie in den \u00f6ffentlichen und sozialen Dienstleistungsbereichen um 103.000 zu. \u201eDie registrierte Arbeitslosigkeit wird sich 2025 wie erwartet auf durchschnittlich 2,955 Millionen Personen erh\u00f6hen, was einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent entspricht\u201c, so die Prognose. \u201eReformen beim B\u00fcrgergeld d\u00fcrften fr\u00fchestens ab 2026 erste positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt entfalten, die Arbeitslosigkeit vorerst aber nur wenig vermindern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die deutsche Konjunktur tritt weiterhin auf der Stelle: In seiner neuen, noch unver\u00f6ffentlichten Herbstprognose erwartet das industrienahe Institut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":428031,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[48,242,112034,3280,29,33642,30,5198,1420,1209,972,112033,17185,8980,20161,55,67564,112035,3945],"class_list":{"0":"post-428030","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-48","9":"tag-242","10":"tag-aussenwirtschaftspolitik","11":"tag-deutsche","12":"tag-deutschland","13":"tag-erwartet","14":"tag-germany","15":"tag-institut","16":"tag-koeln","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-rezession","19":"tag-stagnation","20":"tag-stelle","21":"tag-tritt","22":"tag-wachstum","23":"tag-wirtschaft","24":"tag-wirtschaftliche","25":"tag-wirtschaftsforschungsinstitute","26":"tag-wirtschaftswachstum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115215807603880150","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=428030"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428030\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/428031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=428030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=428030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=428030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}