{"id":428040,"date":"2025-09-16T20:18:26","date_gmt":"2025-09-16T20:18:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428040\/"},"modified":"2025-09-16T20:18:26","modified_gmt":"2025-09-16T20:18:26","slug":"hamburg-schleswig-holstein-studie-zu-klimaneutralitaet-sorgt-fuer-diskussionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428040\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Studie zu Klimaneutralit\u00e4t sorgt f\u00fcr Diskussionen"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Studie zu Klimaneutralit\u00e4t sorgt f\u00fcr Diskussionen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.09.2025, 17:20 Uhr<\/p>\n<p><strong>Was m\u00fcsste passieren, damit Hamburg schon 2040 klimaneutral sein kann? Gutachter haben diese Frage untersucht. Bei den Parteien in der B\u00fcrgerschaft werden die Ergebnisse unterschiedlich ausgelegt.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Wenn Hamburg bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden will, w\u00fcrde das laut einem aktuellen Gutachten fl\u00e4chendeckende und deutlich sp\u00fcrbare Umsteuerungen in vielen Lebensbereichen erfordern. Das Gutachten wurde vom Hamburg Institut und dem \u00d6ko-Institut im Auftrag der Hansestadt erarbeitet \u2013 und es sorgt f\u00fcr kontroverse Diskussionen.<\/p>\n<p>Die Gutachter erkl\u00e4rten, schon die bisherigen Klimaschutzziele seien ambitioniert, gerade auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene.<\/p>\n<p>Rot-Gr\u00fcn will Hamburg bis sp\u00e4testens 2045 klimaneutral machen<\/p>\n<p>Der rot-gr\u00fcne Senat hat sich zum Ziel gesetzt, dass Hamburg bis sp\u00e4testens 2045 klimaneutral wird. Daf\u00fcr hat er einen Klimaplan mit konkreten Ma\u00dfnahmen erlassen, die bereits umgesetzt werden. Um herauszufinden, ob und wie die Stadt ihre Klimaziele fr\u00fcher erreichen k\u00f6nnte, hatte die Umweltbeh\u00f6rde das Kurz-Gutachten in Auftrag gegeben.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Gutachter w\u00e4ren f\u00fcr ein Erreichen der Klimaneutralit\u00e4t im Jahr 2040 zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen notwendig, die mit deutlichen Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Wirtschaft und die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern einhergehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>So m\u00fcssten schon bis 2040 alle Gas- und \u00d6lkessel in Wohn- und Nichtwohngeb\u00e4uden ausgetauscht werden \u2013 mit gleichzeitiger Stilllegung des gesamten Gasnetzes.<\/p>\n<p>Tempo 30 m\u00fcsste f\u00fcr die ganze Stadt gelten<\/p>\n<p>Au\u00dferdem w\u00e4re nach Ansicht der Gutachter ein noch schnellerer Ausbau des Fernw\u00e4rmenetzes und eine bisher nicht geregelte CO2-Verpressung in die Erde f\u00fcr die Restemissionen erforderlich. Im Verkehr m\u00fcsste in der ganzen Stadt Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit eingef\u00fchrt und der Pkw-Verkehr deutlich reduziert werden.<\/p>\n<p>Ferner bed\u00fcrfte es der Einrichtung von Umweltzonen im Hafen. F\u00fcr den Bereich Industrie w\u00e4re es notwendig, Erdgas und Brennstoffe wie Petrolkoks und Raffineriegas vollst\u00e4ndig durch Wasserstoff und E-Fuels zu ersetzen. Die komplette Elektrifizierung der Mobilit\u00e4t m\u00fcsste bis 2040 abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>Einer der wichtigsten Parameter f\u00fcr eine Klimaneutralit\u00e4t bis 2040 sei der st\u00e4rkere Ausbau von Wind- und Solarenergie. Auch im Wohnungsbau m\u00fcsste die Sanierung erheblich beschleunigt und der Einbau von mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizsystemen wie W\u00e4rmepumpen schon jetzt st\u00e4rker vorangetrieben werden, sagen die Gutachter.<\/p>\n<p> &#8222;Studie zeigt: Klimaneutralit\u00e4t bis 2040 ist machbar&#8220;<\/p>\n<p>Zusammenfassend stellen die Gutachter fest, dass eine fr\u00fchere Klimaneutralit\u00e4t erhebliche Zusatzanstrengungen bedeuten w\u00fcrde, die je nach Ausgestaltung zu sp\u00fcrbaren Mehrbelastungen f\u00fcr private Haushalte, Unternehmen und den Landeshaushalt f\u00fchren w\u00fcrden. Je nach Ausgestaltung der Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnte damit auch eine Zunahme sozialer H\u00e4rten einhergehen.<\/p>\n<p>Das Gutachten leiste einen Beitrag zur Meinungsbildung im Hinblick auf den Zukunftsentscheid in Hamburg, erkl\u00e4rt die gr\u00fcn-gef\u00fchrte Umweltbeh\u00f6rde von Senatorin Katharina Fegebank. &#8222;F\u00fcr die Regierungspolitik in Hamburg bleibt bis auf weiteres der wissenschaftlich fundierte und hoch ambitionierte Klimaplan ma\u00dfgeblich.&#8220;<\/p>\n<p>Brisanz erh\u00e4lt das Gutachten durch die Tatsache, dass die Hamburgerinnen und Hamburger am 12. Oktober in einem Volksentscheid \u00fcber versch\u00e4rfte Klimaschutzziele abstimmen. Die Initiatoren des &#8222;Zukunftsentscheids&#8220; sehen sich best\u00e4tigt. &#8222;Die Studie zeigt eindeutig: Klimaneutralit\u00e4t bis 2040 ist machbar&#8220;, sagte Pressesprecherin Lou T\u00f6llner. Entscheidend f\u00fcr das Erreichen des Ziels sei eine kluge und soziale Umsetzung, damit alle Hamburgerinnen und Hamburger profitierten.<\/p>\n<p>B\u00fcrgerschafts-Gr\u00fcne halten Klimaneutralit\u00e4t fr\u00fcher f\u00fcr erreichbar\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Klimaexpertin der Gr\u00fcnen-B\u00fcrgerschaftsfraktion, Rosa Domm, sagte: &#8222;Eine fr\u00fchere Klimaneutralit\u00e4t Hamburgs ist m\u00f6glich \u2013 sogar schon 2040.&#8220; Die daf\u00fcr in der Studie genannten Ma\u00dfnahmen wie ein emissionsfreies W\u00e4rmenetz, mehr Elektromobilit\u00e4t, Investitionen in Bus, Bahn und Rad sowie eine h\u00f6here Sanierungsquote im Geb\u00e4udesektor seien seit Jahren gr\u00fcne Forderungen. &#8222;Und sie sind f\u00fcr eine Stadt wie Hamburg selbstverst\u00e4ndlich sozial gestaltbar.&#8220;<\/p>\n<p>Klimaschutz d\u00fcrfe keine Frage des Geldbeutels sein, sagte sie. Aber: &#8222;Nur wenn Klimaschutz gerecht ausgestaltet ist, wird er erfolgreich sein.&#8220;<\/p>\n<p>Opposition kritisiert rot-gr\u00fcne &#8222;Kakophonie&#8220;<\/p>\n<p>Anders sieht dies SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf: &#8222;Das jetzt vorgelegte Gutachten der Umweltbeh\u00f6rde zeigt eindeutig, dass ein striktes Vorziehen der Klimaneutralit\u00e4t von 2045 auf 2040 zu erheblichen Belastungen und Einschnitten in Hamburg bei Privathaushalten und Wirtschaft f\u00fchren w\u00fcrde.&#8220; Die SPD setze deshalb &#8222;auf den sozialvertr\u00e4glichen und umsetzbaren Pfad bis 2045&#8220;.<\/p>\n<p>Auch die CDU-Opposition h\u00e4lt ein Vorziehen der Klimaschutzziele f\u00fcr falsch, da dies nur &#8222;unter schwersten Verwerfungen und unzumutbaren Kosten zu erreichen&#8220; sei, wie ihr Fraktionschef Dennis Thering sagte. Zugleich kritisierte er die in dieser Frage uneinheitliche Argumentation von SPD und Gr\u00fcnen. &#8222;Diese Kakophonie schadet unserer Stadt!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Studie zu Klimaneutralit\u00e4t sorgt f\u00fcr Diskussionen 16.09.2025, 17:20 Uhr Was m\u00fcsste passieren, damit Hamburg schon&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":428041,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,17600,30,692,4782,1971,11748],"class_list":{"0":"post-428040","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-diskussionen","10":"tag-germany","11":"tag-hamburg","12":"tag-klimaneutralitaet","13":"tag-schleswig-holstein","14":"tag-studie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115215827225766188","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=428040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/428040\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/428041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=428040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=428040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=428040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}