{"id":428188,"date":"2025-09-16T21:42:19","date_gmt":"2025-09-16T21:42:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428188\/"},"modified":"2025-09-16T21:42:19","modified_gmt":"2025-09-16T21:42:19","slug":"arbeitsagentur-nimmt-an-bundeswehruebung-in-hamburg-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428188\/","title":{"rendered":"Arbeitsagentur nimmt an Bundeswehr\u00fcbung in Hamburg teil"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Vom 25. bis zum 27. September wird die Bundeswehr in Hamburgs Stadtbild so gegenw\u00e4rtig sein wie lange nicht. Bei der Verteidigungs\u00fcbung Red Storm Bravo proben etwa 500 Soldaten den Ernstfall \u2013 was f\u00fcr die viele Hamburger auch sicht- und h\u00f6rbar sein wird.\n            <\/p>\n<p>            Bundeswehr-\u00dcbung in Hamburg: Es wird laut<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das \u00dcbungsszenario sieht die Verlegung von Nato-Truppen \u00fcber das Hamburger Stadtgebiet ins Baltikum vor. Laut Landeskommando werden vom Hafen aus zahlreiche Fahrzeuge mit Truppenkontingenten und Ger\u00e4t auf Stra\u00dfen und Autobahnen in Richtung Osten rollen. Hubschrauber unterst\u00fctzen aus der Luft. St\u00f6rf\u00e4lle mit vielen Verwundeten sind Teil der fiktiven \u00dcbungslage.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Tags\u00fcber sei daher mit Flugl\u00e4rm zu rechnen, warnt die Bundeswehr. Dagegen sollen die Truppenbewegungen auf den Stra\u00dfen in der Nacht stattfinden, um die Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr den Verkehr und die Wirtschaft zu verringern.\n            <\/p>\n<p>\n                                Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, Chef des Landeskommandos der Bundeswehr in Hamburg.<br \/>\n                            Foto: Markus Lorenz<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/leonards-kurt-bundeswehr-hamburg.jpg\" title=\"Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, Chef des Landeskommandos der Bundeswehr in Hamburg.\" alt=\"Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, Chef des Landeskommandos der Bundeswehr in Hamburg.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"281\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ein besonderer Schwerpunkt des Man\u00f6vers liegt auf dem Zusammenspiel von Milit\u00e4r und zivilen Einrichtungen. Es gelte, Abl\u00e4ufe und Verfahren zu koordinieren und die Akteure miteinander zu vernetzen. Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, Chef des Landeskommandos Hamburg: \u201eDa Verteidigung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die nicht allein von der Bundeswehr geleistet werden kann, nehmen an Red Storm Bravo auch zivile Blaulichtorganisationen, Hamburger Beh\u00f6rden und Unternehmen der Hafen- und Logistikbranche teil.\u201c  Dazu z\u00e4hlen Polizei, Feuerwehr, Innenbeh\u00f6rde und Technisches Hilfswerk, die Hafenverwaltung HPA, aber auch die Werft Blohm+Voss sowie der Flugzeughersteller Airbus.\n            <\/p>\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.shz.de\/deutschland-welt\/hamburg\/artikel\/warum-die-bundeswehr-in-hamburg-gerade-einen-ansturm-erlebt-48282098\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freizeitsoldat f\u00fcr die Freiheit: Warum die Bundeswehr in Hamburg einen Ansturm erlebt<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Erstmals r\u00fcckt die \u00dcbung aber auch einen bisher wenig beachteten Aspekt der Vorbereitungen auf ein Kriegsszenario in den Vordergrund: die ausreichende Verf\u00fcgbarkeit nicht-milit\u00e4rischer Arbeitskr\u00e4fte im Ernstfall. Auf der Liste der eingebundenen Institutionen bei Red Storm Bravo findet sich daher auch die Agentur f\u00fcr Arbeit. Denn sie darf im Spannungs- und Kriegsfall Arbeitskr\u00e4fte requirieren, um wichtige Funktionen im Land aufrechtzuerhalten. Auch das muss ge\u00fcbt werden.\n            <\/p>\n<p>            Im Krieg darf der Staat Arbeitskr\u00e4fte zwangsverpflichten<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Am Man\u00f6ver selbst nimmt die Arbeitsagentur zwar nicht teil, sie f\u00fchrt aber zeitgleich ein eigenes \u00dcbungsszenario durch. Dabei proben 75 Mitarbeiter \u2013 etwa ein Zehntel des Hamburger Personals \u2013 die Anwendung des Arbeitssicherstellungsgesetz (ASG). Dieses greift, sobald der Bundestag den Spannungs- oder Verteidigungsfall beschlie\u00dft. Laut Grundgesetz ist daf\u00fcr eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das ASG erm\u00f6glicht es, Grundrechte der B\u00fcrger au\u00dfer Kraft zu setzen, vor allem das Recht auf freie Berufswahl. Der Staat erh\u00e4lt im Kriegsfall die M\u00f6glichkeit, Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr zivile T\u00e4tigkeiten zwangszuverpflichten, um lebensnotwendige Funktionen zu gew\u00e4hrleisten.\n            <\/p>\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.shz.de\/deutschland-welt\/hamburg\/artikel\/landeskommandeur-michael-giss-russland-greift-fast-taeglich-an-47711495\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburgs oberster Soldat Michael Giss: \u201eRussland greift den Hafen fast t\u00e4glich an\u201c<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der Einsatz von Arbeitskr\u00e4ften erfolge zwar auch im Ernstfall in erster Linie auf freiwilliger Basis, hei\u00dft es vom Landeskommando. Sollten sich aber nicht gen\u00fcgend Freiwillige f\u00fcr die vielen existenziellen T\u00e4tigkeiten finden, w\u00fcrden entsprechende Ma\u00dfnahmen greifen. Dazu geh\u00f6ren laut Bundeswehr die \u201eVerpflichtung in Arbeitsverh\u00e4ltnisse\u201c, aber auch die \u201eBeschr\u00e4nkung\u00a0der Beendigung von Arbeitsverh\u00e4ltnissen\u201c.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das Gesetz, das aus den Zeiten des Kalten Krieges stammt, erm\u00f6glicht es also auch, K\u00fcndigungen zu unterbinden. Beispielsweise m\u00fcsste eine Krankenschwester den Job auch gegen ihren Willen weitermachen, sollte die Stelle anderweitig nicht besetzt werden k\u00f6nnen.\n            <\/p>\n<p>            Jobs, die im Ernstfall nicht freibleiben d\u00fcrfen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Denkbare Anwendungsbereiche seien vor allem Krankenh\u00e4user, Wasser-, Strom- und Lebensmittelversorgung, Transport, Zivilschutz und Rettungsdienste. Betroffen sein k\u00f6nnten Jobs wie Netztechniker, Wassermeister, B\u00e4cker, Metzger, Logistiker, IT-Systemadministratoren, Lokf\u00fchrer, Lehrer, Busfahrer, Fluglotsen, Pflegekr\u00e4fte, \u00c4rzte, Rettungssanit\u00e4ter, Apotheker, Labormitarbeiter, M\u00fcllwerker, Verwaltungsbeamte, Redakteure, Techniker bei der Rundfunk\u00fcbertragung und viele andere.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Agentur f\u00fcr Arbeit Hamburg \u00fcbernehme im Falle eines Falles \u201eklare Aufgaben zur Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der Arbeitsvermittlung f\u00fcr lebens- und verteidigungswichtige Bereiche\u201c, teilt die Beh\u00f6rde mit.\n            <\/p>\n<p>            Wie sich die Arbeitsagentur auf den Krieg vorbereitet<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Seit Schaffung des Gesetzes 1968 ist dieses noch nie angewendet worden. Auch haben die Arbeits\u00e4mter bislang nicht geprobt, wie die konkreten Abl\u00e4ufe sein w\u00fcrden. Insofern erlebt Hamburg nun eine Premiere. Zentrale \u00dcbungsziele sind laut Arbeitsagentur, die Mitarbeiter zur Umsetzung des ASG zu bef\u00e4higen, die Bereitstellung der n\u00f6tigen Informationen f\u00fcr Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu simulieren, diese dabei \u00fcber Rechte und Pflichten in Kenntnis zu setzen sowie interne Trainings und Supervisionen, \u201eum Abl\u00e4ufe unter Zeitdruck sicherzustellen\u201c.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom 25. bis zum 27. 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