{"id":428235,"date":"2025-09-16T22:06:34","date_gmt":"2025-09-16T22:06:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428235\/"},"modified":"2025-09-16T22:06:34","modified_gmt":"2025-09-16T22:06:34","slug":"debatte-um-e-auto-ausbau-sorge-um-standorte-im-osten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/428235\/","title":{"rendered":"Debatte um E-Auto-Ausbau \u2013 Sorge um Standorte im Osten"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<b class=\"ortsmarke\">Chemnitz.<\/b>\u00a0<\/p>\n<p>Dass Deutschland beim Ausbau der Elektromobilit\u00e4t hinterherhinkt, ist nichts Neues. Welche Folgen das f\u00fcr die ostdeutsche Autoindustrie und ihre Besch\u00e4ftigten haben k\u00f6nnte, stand am Dienstag im Mittelpunkt einer Konferenz der <a href=\"https:\/\/www.blick.de\/thema\/organisation\/ig-metall\" title=\"IG Metall\" class=\"internal-article-link\" data-ct=\"ENTITY\/ORGANISATION\/IG-METALL\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IG Metall<\/a> in Chemnitz. Gewerkschaft und Politik warnten dort vor den Risiken f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze &#8211; und mahnten sowohl Tempo als auch Realismus an.\u00a0<\/p>\n<p>Die IG Metall forderte klare Investitionen der Hersteller und verbindliche Zusagen f\u00fcr Standorte. &#8222;Elektromobilit\u00e4t ist die Mobilit\u00e4t der Zukunft und gerade in <a href=\"https:\/\/www.blick.de\/thema\/ort\/ostdeutschland\" title=\"Ostdeutschland\" class=\"internal-article-link\" data-ct=\"ENTITY\/LOCATION\/OSTDEUTSCHLAND\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ostdeutschland<\/a> eine zentrale Industrie&#8220;, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner. Daran hingen zigtausende Arbeitspl\u00e4tze bei Herstellern und Zulieferern. &#8222;Einigen steht das Wasser bis zum Hals&#8220;, so Benner. Politik und Unternehmen m\u00fcssten handeln. &#8222;Auf politischer Ebene muss hier viel passieren \u2013 die Unternehmen d\u00fcrfen sich aber nicht darauf verlassen, sondern m\u00fcssen selber endlich loslegen.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tAngst vor der zweiten De-Industrialisierung<\/p>\n<p>IG-Metall-Bezirksleiter Jan Otto warnte vor einer &#8222;zweiten De-Industrialisierung im Osten&#8220;. Ostdeutschland habe sich mit der Ansiedlung neuer Werke eine starke Stellung erarbeitet, die nun nicht gef\u00e4hrdet werden d\u00fcrfe. Von den Unternehmen verlangte er verbindliche Zusagen f\u00fcr Standorte und Besch\u00e4ftigung. Auch die Bundesregierung m\u00fcsse liefern: Kaufanreize f\u00fcr Elektroautos m\u00fcssten rasch umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Konferenz fiel in eine Zeit, in der das geplante EU-weite Verbrenner-Aus ab 2035 erneut f\u00fcr heftige Diskussionen sorgt. Mehrere Unionspolitiker &#8211; darunter CDU-Fraktionschef Jens Spahn, CSU-Chef Markus S\u00f6der und Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) &#8211; hatten zuletzt gefordert, den Beschluss aufzuweichen oder ganz zur\u00fcckzunehmen. Auch EVP-Chef Manfred Weber k\u00fcndigte neulich an, den Beschluss in Br\u00fcssel zur\u00fccknehmen zu wollen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tAudi-Chef: Debatte um den Verbrenner &#8222;kontraproduktiv&#8220;<\/p>\n<p>Gegenwind gibt es hingegen aus der Branche selbst. Audi-Chef Gernot D\u00f6llner bezeichnete die Debatte um den Verbrenner vergangene Woche als &#8222;kontraproduktiv&#8220;. Statt st\u00e4ndig \u00fcber ein Ende des Ausstiegs zu diskutieren, m\u00fcsse man die Vorteile des E-Autos st\u00e4rker betonen. &#8222;Ich kenne keine bessere Technik als das Elektroauto, um in den n\u00e4chsten Jahren bei der CO2-Reduzierung im Verkehr voranzukommen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Zum Auftakt der Chemnitzer Konferenz hielt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) ein Gru\u00dfwort. Darin machte er deutlich, dass er den Ausstieg aus dem Verbrenner grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzt &#8211; \u00fcber das konkrete Ausstiegsdatum k\u00f6nne man aber sprechen. &#8222;Wir d\u00fcrfen dabei jedoch keine Zweifel an der Grundsatzentscheidung zulassen&#8220;, sagte er. Die Transformation m\u00fcsse &#8222;konsequent, aber realistisch&#8220; erfolgen. Sachsen sei weit gekommen. In der Debatte solle man technologieoffen und pragmatisch bleiben. &#8222;Denn wozu es nicht kommen darf, ist, dass wir am Ende von chinesischen Herstellern abh\u00e4ngig sind&#8220;, so Panter. Besch\u00e4ftigte und Unternehmen br\u00e4uchten Planbarkeit.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tPanter: Ein Blick \u00fcber die Grenze k\u00f6nnte helfen<\/p>\n<p>Der Minister betonte, dass Investitionen in die Elektromobilit\u00e4t &#8211; etwa am Standort Zwickau &#8211; nicht entwertet werden d\u00fcrften. Wichtig seien au\u00dferdem wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise sowie der schnellere Ausbau von Stromnetzen und Ladeinfrastruktur. Als Beispiel nannte er Social Leasing, wie es in Frankreich erfolgreich erprobt wurde. Attraktive Leasingangebote k\u00f6nnten E-Autos f\u00fcr mehr Menschen erschwinglich machen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind in Sachsen rund 780 Unternehmen mit etwa 100.000 Besch\u00e4ftigten in der Automobilbranche t\u00e4tig. 40 Prozent aller vollelektrischen Autos, die in Deutschland produziert werden, stammen aus dem Freistaat.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tAb 2035: Neuwagen nur noch ohne Emissionen<\/p>\n<p>Die EU will ab 2035 nur noch Neuwagen zulassen, die keine CO2-Emissionen verursachen. Bereits zugelassene Autos k\u00f6nnen weiter genutzt und als Gebrauchtwagen verkauft werden.<\/p>\n<p>Zur Konferenz unter dem Motto &#8222;F\u00fcr sichere Arbeit in der Autoindustrie&#8220; hatte die IG Metall eingeladen. Neben Gewerkschaftern und Politikern diskutierten dort auch Betriebsr\u00e4te und Wissenschaftler \u00fcber den k\u00fcnftigen Kurs der ostdeutschen Autoindustrie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Chemnitz.\u00a0 Dass Deutschland beim Ausbau der Elektromobilit\u00e4t hinterherhinkt, ist nichts Neues. 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