{"id":429244,"date":"2025-09-17T08:32:10","date_gmt":"2025-09-17T08:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429244\/"},"modified":"2025-09-17T08:32:10","modified_gmt":"2025-09-17T08:32:10","slug":"eu-handelskammer-drohende-einbahnstrasse-beim-handel-mit-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429244\/","title":{"rendered":"EU-Handelskammer: Drohende &#8222;Einbahnstra\u00dfe&#8220; beim Handel mit China"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 17.09.2025 09:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die EU-Handelskammer warnt, dass Europa beim Handel mit China den K\u00fcrzeren ziehen k\u00f6nnte. Die Volksrepublik exportiere immer weiter, w\u00e4hrend die Importe weniger werden. F\u00fcr europ\u00e4ische Firmen ist das problematisch.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Handelsstreit, harter Wettbewerb, unfaire Behandlung: F\u00fcr europ\u00e4ische Firmen in China muss sich aus Sicht der EU-Handelskammer in den kommenden Jahren einiges \u00e4ndern. Die Volksrepublik exportiere mit unverminderter Geschwindigkeit, aber importiere wenig, sagte Pr\u00e4sident Jens Eskelund in Peking. Wenn das Ungleichgewicht weiter wachse, verwandele sich der Handel mit China in eine &#8222;Einbahnstra\u00dfe&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">China war 2024 der zweitwichtigste Handelspartner der EU. Betrachtet man Importe und Exporte der Europ\u00e4ischen Union getrennt, zeigen sich jedoch Unterschiede. Bei den EU-Importen war China mit einem Anteil von 21 Prozent das wichtigste Herkunftsland. Bei den EU-Exporten landete die Volksrepublik allerdings nur auf Platz drei mit einem Anteil von acht Prozent.<\/p>\n<p>    Chinas Exporte nehmen weiter zu<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU hatte dabei ein Handelsdefizit von \u00fcber 300 Milliarden Euro, da die Importe aus China (517,8 Milliarden Euro) deutlich h\u00f6her waren als die Exporte in das Land (213,3 Milliarden Euro).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Chinas Au\u00dfenhandel legte zuletzt weiter zu &#8211; trotz der globalen Handelskonflikte. Laut der Zollbeh\u00f6rde in Peking, stiegen die chinesischen Exporte im August gemessen in US-Dollar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent. Sie blieben jedoch hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Expertinnen und Experten hatten einen Anstieg von 5,5 Prozent vorausgesagt.<\/p>\n<p>    Firmen fordern Ver\u00e4nderungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Interessenvertretung in China von mehr als 1.600 Mitgliedsfirmen aus Europa fordert in einem Positionspapier Ver\u00e4nderungen. Chinas Handelspartner k\u00f6nnten sich fragen: &#8222;Was haben wir wirklich davon?&#8220;, fragt Pr\u00e4sident Eskelund.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Chinas Handels\u00fcberschuss k\u00f6nnte laut der EU-Kammer weitere L\u00e4nder reagieren lassen. &#8222;Ich denke, was wir im Fall der USA gesehen haben, ist eine Situation, in der das Ungleichgewicht derart anwuchs, dass eine Reaktion dadurch erzwungen wurde&#8220;, sagte Eskelund. Folgen wie der eskalierte Zollstreit h\u00e4tten f\u00fcr chinesische und ausl\u00e4ndische Firmen in China &#8222;noch nie dagewesene Unsicherheiten&#8220; geschaffen, so der Bericht.<\/p>\n<p>    Vorteile im Handel f\u00fcr beide Seiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Kammer fordert deshalb, dass China f\u00fcr beide Seiten Vorteile im Handel zul\u00e4sst. Peking solle von Exportkontrollen wie bei seltenen Erden absehen, die vielen europ\u00e4ischen Firmen Liefersorgen einbrachten. &#8222;Viele Unternehmen &#8211; insbesondere kleine und mittlere Unternehmen &#8211; sind weiterhin mit erheblichen St\u00f6rungen ihrer Lieferketten konfrontiert&#8220;, erkl\u00e4rte die EU-Handelskammer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In mehr als 140 F\u00e4llen h\u00e4tten sich Vertreter der Unternehmen und der Handelskammer an die chinesischen Beh\u00f6rden gewandt. Doch &#8222;nur in einem Bruchteil der F\u00e4lle&#8220; sei bislang eine L\u00f6sung gefunden worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">China produziert einen Gro\u00dfteil der Rohmaterialien und ist Marktf\u00fchrer bei der Weiterverarbeitung seltener Erden. Im Kontext des Handelsstreits mit den USA hatte Peking Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Ausfuhr der\u00a0f\u00fcr viele Branchen unentbehrlichen Rohstoffe eingef\u00fchrt. In der Folge klagen auch viele europ\u00e4ische Unternehmen \u00fcber ausbleibende Lieferungen.<\/p>\n<p>    EU-Firmen f\u00fcrchten um Chinas Wirtschaftswachstum<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was die Lage zuspitzt: China produziert mehr, als das eigene Land aufnehmen kann. Bei Elektroautos oder Lieferdiensten tobt deshalb ein derart heftiger Verdr\u00e4ngungswettbewerb, dass sich Peking bereits zu Wort meldete.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hinzu kommt die hohe Verschuldung der Lokalregierungen und der mangelnde Fokus auf Sektoren wie der Dienstleistungsbranche. Peking sollte diese Probleme l\u00f6sen und obendrein die soziale Sicherheit verbessern, erkl\u00e4rte die Kammer. Demnach machen sich EU-Firmen seit Jahren Sorgen um Chinas verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Zudem scheinen die Chinesen wegen Kosten f\u00fcr soziale Absicherung ihr Geld zusammenzuhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kammer pocht darauf, dass Marktmechanismen entscheiden, wo investiert wird. Bislang bevorzugt der Staat seine Konzerne &#8211; zulasten der Privatwirtschaft, die laut Eskelund eigentlich effizienter wirtschaftet. W\u00fcrde es im staatlich dominierten Gesundheitswesen mehr Konkurrenz mit ausl\u00e4ndischen Privatfirmen geben, k\u00f6nnten so Patienten von besserer Versorgung und neuer Technologie profitieren, nannte er als Beispiel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.09.2025 09:13 Uhr Die EU-Handelskammer warnt, dass Europa beim Handel mit China den K\u00fcrzeren ziehen k\u00f6nnte. 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