{"id":429599,"date":"2025-09-17T11:48:21","date_gmt":"2025-09-17T11:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429599\/"},"modified":"2025-09-17T11:48:21","modified_gmt":"2025-09-17T11:48:21","slug":"new-york-times-weist-klage-von-trump-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429599\/","title":{"rendered":"New York Times weist Klage von Trump zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 17.09.2025 11:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die liberale New York Times ist US-Pr\u00e4sident Trump schon lange ein Dorn im Auge &#8211; nun klagt er gegen sie. Die Zeitung weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und sieht eine Taktik hinter dem Vorgehen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/martin-ganslmeier-110.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Ganslmeier\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/martin-ganslmeier-109.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump geht weiter gerichtlich gegen Medien vor, die seiner Meinung nach zu kritisch \u00fcber ihn berichten. Jetzt hat er die New York Times und vier ihrer Journalisten wegen angeblicher Verleumdung auf satte 15 Milliarden Dollar verklagt. Amerikas f\u00fchrende liberale Zeitung will sich jedoch nicht einsch\u00fcchtern lassen und wies die Klage als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einer schriftlichen Stellungnahme hie\u00df es: &#8222;Die Klage entbehrt jeder legitimen Rechtsgrundlage. Sie ist vielmehr ein Versuch, unabh\u00e4ngige Berichterstattung zu unterdr\u00fccken und zu verhindern.&#8220; Von solchen Einsch\u00fcchterungstaktiken werde sich die New York Times nicht abschrecken lassen. Den Lesern wird versprochen: &#8222;Wir werden weiter ohne Furcht recherchieren und uns f\u00fcr das verfassungsrechtlich verankerte Recht von Journalisten einsetzen, im Interesse des amerikanischen Volkes Fragen zu stellen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Verleger der Times, Arthur Gregg Sulzberger, wandte sich in einem internen Schreiben an seine Mitarbeiter. Trumps Klage sei &#8222;unseri\u00f6s&#8220;, so der Verleger. Dennoch m\u00fcsse jeder &#8211; unabh\u00e4ngig von seiner politischen \u00dcberzeugung &#8211; besorgt sein \u00fcber die wachsende Zahl pressefeindlicher Kampagnen von Pr\u00e4sident Trump und seiner Regierung.<\/p>\n<p>    Berichte \u00fcber Freundschaft mit Epstein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump steht seit langer Zeit auf Kriegsfu\u00df mit der gr\u00f6\u00dften Tageszeitung seiner Heimatstadt New York. Im M\u00e4rz sagte er: &#8222;Die New York Times ist Abschaum. Das sind schlimme Leute, die sind krank.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuletzt hatte sich Trump ge\u00e4rgert, dass die Times mehrfach \u00fcber seine langj\u00e4hrige Freundschaft mit dem Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein berichtet hatte. Doch in der 15-Milliarden-Klage geht es gar nicht um Epstein, sondern um drei Artikel und ein Buch von vier Journalisten der Times aus der Zeit vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl. Einer der Artikel beschreibt, wie Trump das Verm\u00f6gen seines Vaters verschwendete. In einem anderen Artikel warnt Trumps fr\u00fcherer Stabschef im Wei\u00dfen Haus, John Kelly: Wenn Trump wiedergew\u00e4hlt werde, sei zu bef\u00fcrchten, dass er wie ein Diktator regiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schlie\u00dflich st\u00f6rt sich Trump in seiner Klage auch an der Wahlempfehlung der New York Times f\u00fcr die Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris. Obwohl es eine langj\u00e4hrige Praxis in den USA ist, dass liberale wie auch konservative Zeitungen ihren Lesern einen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten empfehlen. Trump selbst begr\u00fcndete seine Klage auf seiner Social-Media-Plattform so: &#8222;Die New York Times durfte viel zu lange ungehindert l\u00fcgen, diffamieren und mich verleumden. Und das h\u00f6rt jetzt auf.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Das ist eine organisierte Kampagne&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Rechtsexperten halten die Erfolgsaussichten f\u00fcr Trumps Klage jedoch f\u00fcr sehr gering. Der politische Kommentator der New York Times, David French, vermutet, dass Trump ein anderes Ziel verfolgt. &#8222;Es ist doch absolut klar, was hier passiert&#8220;, sagte French dem Sender MSNBC: &#8222;Das ist eine organisierte Kampagne: Klagen vor Gericht und die Regierungsgewalt sollen das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung unterdr\u00fccken. Auch wenn die Klagen aussichtslos sind, sollen die Leute durch Einsch\u00fcchterung zum Schweigen gebracht werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit dieser Strategie war Trump schon mehrfach erfolgreich. Zuletzt hatte er die Fernsehsender CBS und ABC auf astronomisch hohe Summen verklagt, obwohl er vor Gericht kaum Chancen auf Erfolg gehabt h\u00e4tte. Doch Trump setzte die jeweiligen Muttergesellschaften, Disney und Paramount, unter politischen Druck. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/cbs-trump-vergleich-100.html\" title=\"CBS-Mutterkonzern und Trump einigen sich auf Millionenvergleich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beide einigten sich lieber mit Trump auf einen Vergleich<\/a> und zahlten ihm freiwillig zweistellige Millionenbetr\u00e4ge. Erst anschlie\u00dfend gab die Trump-Regierung gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die von Paramount dringend angestrebte Unternehmensfusion mit der Produktionsfirma Skymedia.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch anders als bei den beiden Fernsehsendern ABC und CBS hat bei der New York Times nach wie vor die Verleger-Familie Ochs-Sulzberger das Sagen. Sie legt traditionell gro\u00dfen Wert auf Qualit\u00e4tsjournalismus und die Verteidigung der Pressefreiheit. Und das mit gro\u00dfem Erfolg. Die New York Times konnte in den vergangenen f\u00fcnf Jahren die Zahl ihrer Abonnenten verdoppeln &#8211; auf derzeit knapp 12 Millionen weltweit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.09.2025 11:17 Uhr Die liberale New York Times ist US-Pr\u00e4sident Trump schon lange ein Dorn im Auge&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":429600,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,453,15,12,113],"class_list":{"0":"post-429599","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-new-york-times","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-trump"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115219484213760179","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/429599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=429599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/429599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/429600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=429599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=429599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=429599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}