{"id":429923,"date":"2025-09-17T14:45:14","date_gmt":"2025-09-17T14:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429923\/"},"modified":"2025-09-17T14:45:14","modified_gmt":"2025-09-17T14:45:14","slug":"korrektur-armut-und-finanzielle-sorgen-erhoehen-risiko-fuer-gewalt-gegen-frauen-in","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/429923\/","title":{"rendered":"KORREKTUR: Armut und finanzielle Sorgen erh\u00f6hen Risiko f\u00fcr Gewalt gegen Frauen in &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">17.09.2025 \u2013 16:01<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Universit\u00e4t Bremen\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/100150\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Bremen<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox-pseudo event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/5dff3d8d-0edb-47bd-99b8-5cc346033afb\/PM_Armut_Gewalt_Adob~tock_186862094.jpeg.jpg\" data-description=\"Die Studie zeigt: Finanzielle K\u00fcrzungen im Sozialstaat oder fehlende Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen das Risiko h\u00e4uslicher Gewalt erh\u00f6hen.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"68cabf44270000fd2c7cc17f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/korrektur-armut-und-finanzielle-sorgen-erh-hen-risiko-f-r-gewalt-gegen-frauen-in-partnerschaften.jpeg\"   alt=\"KORREKTUR: Armut und finanzielle Sorgen erh\u00f6hen Risiko f\u00fcr Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Korrektur: \u00dcberarbeitete Abs\u00e4tze wurden kursiv gesetzt.<\/b><\/p>\n<p><b>Armut und finanzielle Sorgen erh\u00f6hen Risiko f\u00fcr Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften<\/b><\/p>\n<p><b>Armut und finanzielle Belastungen erh\u00f6hen das Risiko f\u00fcr Frauen, k\u00f6rperliche Gewalt in der Partnerschaft zu erfahren \u2013 das zeigt eine neue Studie der Universit\u00e4ten Bremen und Flensburg. Besonders gef\u00e4hrdet sind arbeitslose Frauen und M\u00fctter. Die Ergebnisse machen deutlich: Finanzielle Abh\u00e4ngigkeit ist nicht nur ein privates Problem, sondern auch ein gesellschaftspolitisches. K\u00fcrzungen im Sozialstaat oder fehlende Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen das Risiko h\u00e4uslicher Gewalt erh\u00f6hen.<\/b><\/p>\n<p>Die Soziologinnen Dr. Ruth Abramowski vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universit\u00e4t Bremen und Dr. Lara Minkus von der Europa-Universit\u00e4t Flensburg zeigen in einer neuen zufallsbasierten Untersuchung, dass ein Mangel an finanziellen und materiellen Ressourcen ein wesentlicher Risikofaktor f\u00fcr Gewalt in Paarbeziehungen ist \u2013 insbesondere f\u00fcr Frauen. \u201eDie Ergebnisse best\u00e4tigen damit, was Theorien zu Machtverh\u00e4ltnissen und internationale Studien bereits vermuten lie\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Abramowski.<\/p>\n<p><b>Daten: 1.667 Frauen<\/b><\/p>\n<p>Die Studie basiert auf Daten des Beziehungs- und Familienpanels pairfam. Ausgewertet wurden Angaben von 1.667 Frauen, die sich seit dem vergangenen Interview von ihrem Partner getrennt haben. Im Rahmen von allen beobachteten Trennungen berichteten elf Prozent aller Frauen (mehr als jede zehnte) von handgreiflichen Auseinandersetzungen. Insbesondere Frauen, die arbeitslos waren oder die, die sich Sorgen um das finanzielle Auskommen machen, werden Opfer von k\u00f6rperlicher Gewalt.<\/p>\n<p>Auch die pers\u00f6nliche Wahrnehmung der eigenen finanziellen Lage spiele eine Rolle. \u201eFrauen, die mit den Haushaltsfinanzen sehr unzufrieden waren, berichteten signifikant h\u00e4ufiger von Gewalt als Frauen, die sehr zufrieden waren. Das Risiko steigt, wenn Frauen ihre finanzielle Situation als belastend empfinden\u201c, hebt Abramowski hervor.<\/p>\n<p><b>Besonders gef\u00e4hrdet: Frauen mit Kindern<\/b><\/p>\n<p>Frauen mit Kindern sind besonders gef\u00e4hrdet, wie Minkus erl\u00e4utert. \u201eW\u00e4hrend Frauen ohne Kinder deutlich seltener von Gewalt berichteten, war das Risiko bei M\u00fcttern mit einem Kind etwa zehn Prozentpunkte h\u00f6her.\u201c Bei zwei oder mehr Kindern steige es sogar noch st\u00e4rker an (13 Prozentpunkte).<\/p>\n<p>Neben der wissenschaftlichen Relevanz betonen die Autorinnen auch die politischen Konsequenzen. \u201eGezielte finanzielle Unterst\u00fctzungsangebote k\u00f6nnen Gewalt vorbeugen. Es braucht Ma\u00dfnahmen, die \u00f6konomische Abh\u00e4ngigkeit abbauen und Frauen echte Handlungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnen\u201c, sagt Abramowski. Die Studie \u201eEconomic deprivation and intimate partner violence in Germany\u201c (\u00d6konomische Benachteiligung und Partnerschaftsgewalt in Deutschland) ist in der Fachzeitschrift PLOS One erschienen.<\/p>\n<p><b>Datenbasis pairfam<\/b><\/p>\n<p>Das Beziehungs- und Familienpanel pairfam (\u201ePanel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics\u201c) war eine multidisziplin\u00e4re L\u00e4ngsschnittstudie zur Erforschung partnerschaftlicher und familialer Lebensformen in Deutschland. Seit 2008 wurden \u00fcber 12.000 Personen aus mehreren Geburtsjahrg\u00e4ngen j\u00e4hrlich befragt. Es handelte sich um ein Kooperationsprojekt der Universit\u00e4t Bremen, der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen (LMU), der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena und der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln.<\/p>\n<p><b>Korrektur: \u00dcberarbeitete Abs\u00e4tze wurden kursiv gesetzt.<\/b><\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>Minkus, L. &amp; Abramowski, R. (2025): Economic deprivation and intimate partner violence in Germany. PLOS One.  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0329930\">https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0329930<\/a><\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.socium.uni-bremen.de\/abteilungen\/ungleichheitsdynamiken-in-wohlfahrtsgesellschaften\/arbeitsgruppen\/\">https:\/\/www.socium.uni-bremen.de\/abteilungen\/ungleichheitsdynamiken-in-wohlfahrtsgesellschaften\/arbeitsgruppen\/<\/a><\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\">https:\/\/www.uni-bremen.de<\/a><\/p>\n<p>Kontakt<\/p>\n<p>Dr. Ruth Abramowski<\/p>\n<p>SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik<\/p>\n<p>Universit\u00e4t Bremen<\/p>\n<p>Tel.: +49 421\/218-58550<\/p>\n<p>E-Mail:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/100150\/mailto:ruth.abramowski@uni-bremen.de\">ruth.abramowski@uni-bremen.de<\/a><\/p>\n<p>Dr. Lara Minkus<\/p>\n<p>Europa-Universit\u00e4t Flensburg<\/p>\n<p>Tel.: +49 461\/ 805 2325<\/p>\n<p>E-Mail:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/100150\/mailto:lara.minkus@uni-flensburg.de\">lara.minkus@uni-flensburg.de<\/a><\/p>\n<p>Universit\u00e4t Bremen<br \/>\nHochschulkommunikation und -marketing<br \/>\nTelefon: +49 421 218-60150<br \/>\nE-Mail:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"#\">presse@uni-bremen.de<\/a><\/p>\n<p><b>\u00dcber die Universit\u00e4t Bremen:<\/b><br \/>\nLeistungsstark, reformbereit und kooperativ \u2013 das ist die Universit\u00e4t Bremen. Gesellschaftliche Verantwortung ist ihr Leitprinzip seit ihrer Gr\u00fcndung 1971. Sie steht f\u00fcr die weltweit notwendigen sozialen und \u00f6kologischen Ver\u00e4nderungen ein, f\u00fcr Demokratie, Vielfalt und Gerechtigkeit. In Forschung, Lehre, Verwaltung und Technik sind der Universit\u00e4t Bremen die UN-Nachhaltigkeitsziele und Klimagerechtigkeit ein besonderes Anliegen. Mit ihrem breiten F\u00e4cherspektrum von rund 100 Studieng\u00e4ngen verbindet sie au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistungsst\u00e4rke und gro\u00dfes Innovationspotential mit ausgepr\u00e4gter Interdisziplinarit\u00e4t. Sie steht nachdr\u00fccklich f\u00fcr den Ansatz des Forschenden Lernens und Studierens. Als eine ambitionierte europ\u00e4ische Forschungsuniversit\u00e4t pflegt die Universit\u00e4t Bremen enge Kooperationen mit Universit\u00e4ten und Forschungseinrichtungen weltweit. In der Region ist sie Teil der U Bremen Research Alliance und Transferpartnerin f\u00fcr viele Akteure. Als Teil der Europ\u00e4ischen Universit\u00e4tsallianz YUFE &#8211; Young Universities for the Future of Europe leisten die 23.000 Menschen der Universit\u00e4t Bremen einen Beitrag f\u00fcr die Weiterentwicklung der Gesellschaft und gestalten aktiv wissenschaftliche Kooperationen weltweit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"17.09.2025 \u2013 16:01 Universit\u00e4t Bremen Korrektur: \u00dcberarbeitete Abs\u00e4tze wurden kursiv gesetzt. 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