{"id":430039,"date":"2025-09-17T15:45:18","date_gmt":"2025-09-17T15:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/430039\/"},"modified":"2025-09-17T15:45:18","modified_gmt":"2025-09-17T15:45:18","slug":"ex-wirecard-chef-als-spion-fuer-russland-enttarnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/430039\/","title":{"rendered":"Ex-Wirecard-Chef als Spion f\u00fcr Russland enttarnt?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Fahndung-Wirecard-Skandal-Wo-ist-Jan-Marsalek-id59956381.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Dass Jan Marsaleks Weg von Aschheim, Einsteinring 35, Landkreis M\u00fcnchen, nach Moskau f\u00fchren w\u00fcrde<\/a>, denkt niemand, der mal vor dem vierst\u00f6ckigen Zweckbau mit dem Charme einer Kreisverwaltungsbeh\u00f6rde gestanden hat. Mehr Gewerbegebiets-Tristesse geht kaum, als am Ex-Firmensitz von Wirecard. Umso schillernder wirkt einmal mehr, was gemeinsame Recherchen von Spiegel, ZDF, Standard, PBS-Frontline und der Plattform The Insider ergeben haben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Denen zufolge soll Marsalek, fr\u00fcher Chief Operating Officer des insolvent gegangenen Finanzdienstleisters, nicht nur unter falscher Identit\u00e4t in Moskau leben, sondern f\u00fcr den russischen Inlandsgeheimdienst FSB t\u00e4tig sein. Dass Marsalek ein Faible f\u00fcr das Spionagewesen hat, ist nicht neu. Die aufwendigen Recherchen auf Basis von Mobilfunkdaten und Bewegungsprotokollen erh\u00e4rten nun diesen Verdacht. Das Handy des Ex-Managers soll zwischen Januar und November 2024 etwa 304-mal in der N\u00e4he der Moskauer FSB-Zentrale erfasst worden sein.\n  <\/p>\n<p>            Prozess gegen Markus Braun k\u00f6nnte dieses Jahr zu Ende gehen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Damit nicht genug. Der Mann, dessen ehemaliger Chef Markus Braun sich seit Dezember 2022 vor dem Landgericht M\u00fcnchen I in einem schon \u00fcber 200 Verhandlungstage andauernden Mammutverfahren wegen Betrugs und Untreue verantworten muss, soll zudem an Eins\u00e4tzen im Ukraine-Krieg hinter den Frontlinien beteiligt gewesen sein. Wie der Rechercheverbund um den Spiegel au\u00dferdem herausgefunden haben will, soll Europas meistgesuchter, mutma\u00dflicher Betr\u00fcger, wohl mit mehreren Scheinidentit\u00e4ten ausgestattet sein. Einen echten russischen Pass soll der Enttarnte den Angaben zufolge inzwischen auch haben: Demnach sei Marsalek\u00a0vorgeblich am 22.02.1978 im sowjetischen Riga geboren, sein neuer Deckname laute Alexander Michaelowitsch Nelidow.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gegen den 45-J\u00e4hrigen Marsalek, tats\u00e4chlich in \u00d6sterreich geboren und in der N\u00e4he von Wien aufgewachsen, ermittelt die Staatsanwaltschaft M\u00fcnchen I wegen gewerbsm\u00e4\u00dfigen Bandenbetrugs, Untreue, gewerbsm\u00e4\u00dfiger Marktmanipulation, unrichtiger Darstellung und Geldw\u00e4sche im Zusammenhang mit  Wirecard. Er wird zudem auf der Red-Notice-Liste von Interpol gef\u00fchrt &#8211; also mit internationalem Haftbefehl gesucht. Und wenn es au\u00dferdem um Spionage geht, ist auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe als zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde mit von der Partie.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ins Rollen gekommen war der ganze, diverse Verfahren nach sich ziehende Skandal, als im Juni 2020 bekannt wurde, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Wirecard-Betrugsskandal-Wie-Wirecard-Chef-Markus-Braun-sich-selbst-zu-Fall-brachte-id57588206.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">dass Wirecard 1,9 Milliarden Euro fehlten, die in der Bilanz ausgewiesen waren<\/a>. Wenig sp\u00e4ter musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und Deutschland hatte einen der gr\u00f6\u00dften Wirtschaftsskandale der letzten Jahrzehnte. Vor dem Crash war Wirecard vom kleinen Zahlungsdienstleister f\u00fcr das Porno- und Gl\u00fccksspielgesch\u00e4ft bis zum Dax-Konzern mit namhaften internationalen Gro\u00dfkunden aufgestiegen.\n  <\/p>\n<p>            Insolvenzverfahren noch lange nicht vorbei<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Verfahren gegen Marsaleks Ex-Boss Braun k\u00f6nnte noch in diesem Jahr enden, auch wenn die Beweisf\u00fchrung noch nicht abgeschlossen ist und die Pl\u00e4doyers weiterhin nicht terminiert sind. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Braun mit Ex-Vertriebsvorstand\u00a0Marsalek\u00a0und weiteren Komplizen die Wirecard-Bilanzen \u00fcber Jahre mit Hilfe nicht vorhandener Ums\u00e4tze und Gewinne f\u00e4lschte und so die kreditgebenden Banken betrog.\u00a0Braun dagegen argumentiert, dass\u00a0Marsalek\u00a0und dessen Bande zwei Milliarden Euro veruntreut h\u00e4tten und den Konzern nur benutzten, um unter der Hand Gesch\u00e4fte auf eigene Rechnung zu betreiben.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Insolvenzverwalter Michael Jaff\u00e9, der im Sommer als Zeuge geladen war, hatte zuvor diese Verteidigungslinie des fr\u00fcheren Vorstandschefs Markus Braun zerpfl\u00fcckt. Die in der Wirecard-Bilanz verbuchten 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten in S\u00fcdostasien habe es nicht gegeben, sagte der Rechtsanwalt. Er ist seit f\u00fcnf Jahren mit der Suche nach den vermissten Milliarden besch\u00e4ftigt. \u201eDass da irgendetwas rausgedreht worden w\u00e4re, ist ausgeschlossen\u201c, sagte Jaff\u00e9.  Bis wann das Insolvenzverfahren mit seinen zehntausenden Forderungen, die insgesamt im Milliarden-Euro-Bereich liegen, zu Ende geht ist nicht absehbar.\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/wirecard-dan-mccrum-ist-der-mann-der-wirecard-zu-fall-brachte-id63956931.html\" class=\"hidden  &#010;                md:block md:mr-5 md:min-w-[140px]  aspect-photo md:aspect-tv lg:aspect-tv w-fullXXX relative self-start inline overflow-hidden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/100423999\/crop\/c3_2-w100\/906949648\/406403534\/0001361539.jpg\" alt=\"Dan McCrum auf der Dachterrasse der \u201e\" title=\"Dan McCrum auf der Dachterrasse der \u201e\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><br \/>\n   <\/a><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Marsalek lebt derweil sein Leben. Dazu geh\u00f6rt wohl auch eine neue Partnerin. Auch sie soll den weiteren Angaben zufolge f\u00fcr den russischen Geheimdienst arbeiten. Wenn es eine neue Beziehung gibt, \u00e4ndert sich nicht selten auch die Frisur bei den Frisch-Liierten. Auf den Fotos, die Spiegel &amp; Co ver\u00f6ffentlicht haben, ist ein Mann zu sehen, der den vormals sehr breiten Scheitel offenbar mittels Haartransplantationen zu schm\u00e4lern versucht hat. Laut Spiegel hat Gesichtserkennungssoftware Marsalek identifiziert.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ob mit Platte oder ohne \u2013 es bleibt die Frage: Wie wollen die deutschen Beh\u00f6rden seiner in Russland habhaft werden? (mit dpa)\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Zwischenbilanz-Wirecard-der-Skandal-und-die-Menschen-die-zum-Geld-nicht-Nein-sagten-id59527531.html\" class=\"hidden  &#010;                md:block md:mr-5 md:min-w-[140px]  aspect-photo md:aspect-tv lg:aspect-tv w-fullXXX relative self-start inline overflow-hidden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/100970574\/crop\/c3_2-w100\/2021620039\/549725293\/copy20of20dpa5fa52000c4f924a7tif.jpg\" alt=\"Das Logo am ehemaligen Stammsitz der Wirecard AG in Aschheim am Rand von M\u00fcnchen ist l\u00e4ngst abgeschraubt. Nach Bekanntwerden des Bilanzskandals musste Deutschlands einstmals vielsprechendstes Fintech-Unternehmen Insolvenz anmelden.  &#9;\" title=\"Das Logo am ehemaligen Stammsitz der Wirecard AG in Aschheim am Rand von M\u00fcnchen ist l\u00e4ngst abgeschraubt. Nach Bekanntwerden des Bilanzskandals musste Deutschlands einstmals vielsprechendstes Fintech-Unternehmen Insolvenz anmelden.  &#9;\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><br \/>\n   <\/a><\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stefan K\u00fcpper<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Jan Marsalek<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Wirecard<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass Jan Marsaleks Weg von Aschheim, Einsteinring 35, Landkreis M\u00fcnchen, nach Moskau f\u00fchren w\u00fcrde, denkt niemand, der mal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":430040,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-430039","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115220416168776023","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/430039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=430039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/430039\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/430040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=430039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=430039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=430039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}