{"id":431301,"date":"2025-09-18T03:34:11","date_gmt":"2025-09-18T03:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/431301\/"},"modified":"2025-09-18T03:34:11","modified_gmt":"2025-09-18T03:34:11","slug":"koennen-uns-doppelarbeit-nicht-mehr-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/431301\/","title":{"rendered":"\u201eK\u00f6nnen uns Doppelarbeit nicht mehr leisten\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspB8m0 tspB8m1\"><strong>Frau Ortmann, rund 30.000 Besch\u00e4ftigte werden die Berliner Verwaltung <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/40000-abgange-bis-2031-berlin-droht-der-behorden-kollaps-10990888.html?icid=in-text-link_14345042\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bis 2030 verlassen<\/a>, gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht. Wie l\u00e4sst sich dieser Aderlass kompensieren?<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Wir m\u00fcssen bei der Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung endlich vorankommen \u2013 und d\u00fcrfen dort <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/weniger-geld-fur-moderne-behorden-berliner-senat-kurzt-mittel-fur-die-digitalisierung-14277164.html?icid=in-text-link_14345042\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">trotz der Finanzkrise auf keinen Fall sparen<\/a>. Die Sorge, dass wir die Boomerjahrg\u00e4nge nicht ersetzen k\u00f6nnen, ist v\u00f6llig berechtigt. Wenn jetzt daraus nichts Konkretes wird, kommen wir in ein paar Jahren in sehr gro\u00dfe Probleme.<\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Was muss passieren? <\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Wenn in einigen Jahren deutlich weniger Besch\u00e4ftigte die gleiche Arbeit machen sollen, f\u00fchrt an der Digitalisierung kein Weg vorbei. Daf\u00fcr brauchen wir Standards bei der Beschaffung von Hard- und Software, sonst ist Berlin nicht regierbar. Die Koalition muss noch vor der Wahl ein Digitalgesetz verabschieden, das die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berlins-digital-chefin-uber-terminmangel-die-menschen-gehen-trotz-online-angebot-ins-amt-12172256.html?icid=in-text-link_14345042\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chief Digital Officer<\/a> mit Durchgriffsrechten ausstattet, um landesweite Standards zu setzen. Doppelarbeit, wie sie aktuell viel zu h\u00e4ufig stattfindet, kann sich Berlin k\u00fcnftig nicht mehr leisten.<\/p>\n<p> Zur Person <\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Daniela Ortmann<\/strong> trat am 1. Februar 1986 in den Staatsdienst ein. Seitdem war sie <strong>Finanzbeamtin<\/strong> des Finanzamtes Wilmersdorf in Berlin. Dort hat sie \u00fcber 25 aktive Dienstjahre hinter sich gebracht. Im Jahr 2013 wurde sie freigestellt und ist <strong>seit 2016 Vorsitzende des Hauptpersonalrates<\/strong> Berlin.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/kai-wegners-husarenstuck-berlins-verwaltungsreform-fangt-jetzt-erst-richtig-an-13917325.html?icid=in-text-link_14345042\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verabschiedung der Verwaltungsreform<\/a> wurde viel gelobt, der Effekt ist bislang gleich Null. Droht der historische Erfolg zu verpuffen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Ich erwarte, dass die vier Parteien, die die Reform auf den Weg gebracht haben, deren Umsetzung aus dem Wahlkampf ausklammern und vorantreiben. Wir haben \u00fcberhaupt\u00a0keine Zeit mehr zu verlieren und die Umsetzung muss konsequent erfolgen. Die Allianz der vier Parteien muss weiter funktionieren, und ich hoffe auf die Vernunft aller Beteiligten.<\/p>\n<blockquote class=\"tspCDnj\">\n<p>Eine Pflicht zum Homeoffice wird es mit uns nicht geben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCDnk\"><strong>Daniela Ortmann<\/strong>, Vorsitzende des Hauptpersonalrats in Berlin<\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Berlin muss sparen \u2013 und will Beamte und Besch\u00e4ftigte <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/senat-will-behorden-buros-einsparen-berliner-beamte-sollen-enger-zusammenrucken-14269493.html?icid=in-text-link_14345042\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">deshalb enger zusammenr\u00fccken lassen<\/a>. Eine gute Idee?<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Ich verstehe, dass bei der Raumauslastung Einsparpotenziale bestehen. Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch, dass die r\u00e4umliche Umgestaltung gerade in Bestandsgeb\u00e4uden schwer umsetzbar ist. Desk-Sharing und Home-Office setzen bestimmte technische Standards wie h\u00f6henverstellbare Tische, ergonomische St\u00fchle oder Diensthandys voraus. F\u00fcr das Arbeiten zuhause muss die entsprechende Hardware bereitgestellt werden. Eine Pflicht zum Homeoffice wird es mit uns nicht geben. Dies alles ist erst zu planen unter Einbeziehung der Besch\u00e4ftigten und danach umzusetzen. Nicht andersherum.<\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Ein weiterer Vorschlag lautet, k\u00fcnftig mehrere Beh\u00f6rden in einem Geb\u00e4ude unterzubringen. Ist das machbar?<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Die gemeinsame Nutzung von Geb\u00e4uden sehen wir skeptisch. Bisher war bei Umfragen zur Arbeitszufriedenheit die Hauptst\u00fctze das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl im Kollegium. Wenn man das aufgibt, etwa durch anonyme B\u00fcrogeb\u00e4ude und st\u00e4ndig wechselnde Arbeitspl\u00e4tze, verlieren wir dieses Pfund auch noch. Das halte ich f\u00fcr problematisch, auch wenn wir uns als Hauptpersonalrat einem Pilotbetrieb an ausgew\u00e4hlten Standorten vermutlich nicht verweigern w\u00fcrden. Bislang ist diesbez\u00fcglich niemand an uns herangetreten, obwohl wir bei dienststellen\u00fcbergreifenden Arbeitspl\u00e4tzen in der harten Beteiligung w\u00e4ren. <\/p>\n<p class=\"tspB8m0\"><strong>Finanzsenator Stefan Evers schwebt vor, dass es k\u00fcnftig eine zentrale Personalverantwortung im Land Berlin geben soll. Eine gute Idee?<\/strong><\/p>\n<p class=\"tspB8m0\">Es ist notwendig, auch beim Personal Standards zu setzen und diese durchsetzen zu k\u00f6nnen. Darauf kommt es an! Dass wir eine Personalpolitik mehr aus einem Guss machen m\u00fcssen, finde ich nach der Verwaltungsreform logisch. Dann muss die Zust\u00e4ndigkeit in der Hand einer Senatsverwaltung liegen. Sollte dies auch bei der n\u00e4chsten Regierung die Senatsverwaltung f\u00fcr Finanzen sein, erwarten wir zwei Dinge \u2013 erstens: die Senatsverwaltung hei\u00dft dann endlich \u201eSenatsverwaltung f\u00fcr Personal und Finanzen\u201c und zweitens: der\/die zust\u00e4ndige Staatssekret\u00e4r\/in ist ausschlie\u00dflich f\u00fcr diese Aufgabe zust\u00e4ndig!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frau Ortmann, rund 30.000 Besch\u00e4ftigte werden die Berliner Verwaltung bis 2030 verlassen, gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":431302,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[380,17401,296,29,10344,30,1235,2383],"class_list":{"0":"post-431301","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-arbeitsmarktpolitik","9":"tag-arbeitsplatz","10":"tag-berlin","11":"tag-deutschland","12":"tag-digitalpolitik","13":"tag-germany","14":"tag-oeffentlicher-dienst","15":"tag-verwaltungsreform"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115223204110519921","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/431301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=431301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/431301\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/431302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=431301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=431301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=431301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}