{"id":431847,"date":"2025-09-18T08:41:14","date_gmt":"2025-09-18T08:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/431847\/"},"modified":"2025-09-18T08:41:14","modified_gmt":"2025-09-18T08:41:14","slug":"bilanz-einer-erfolgreichen-ausstellung-im-stadtgeschichtlichen-museum-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/431847\/","title":{"rendered":"Bilanz einer erfolgreichen Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Und wie haben Sie die 1990er in Leipzig erlebt? Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig widmete dieser Frage erstmals eine eigene Ausstellung, ein ganzes Jahr lang. Die Sonderschau \u201eZwischen Aufbruch und Abwicklung. Die 90er in Leipzig\u201c samt umfangreichem Begleitprogramm bewegte rund 25.000 G\u00e4ste zu einer Sicht auf jene umbruchsvolle Zeit.<\/p>\n<p>Kaum ein Thema ist heute so kontrovers und aktuell wie die Transformation der 1990er Jahre. Leipzig durchlebte nach dem Freiheitsaufbruch von 1989 eine lange und intensive Umbruchphase, die je nach Herkunft, sozialer Stellung und Generationszugeh\u00f6rigkeit als Aufbruch oder Abwicklung erlebt wurde.<\/p>\n<p>Diesen verschiedenen Sichten Raum zu geben und anhand von originalen Objekten, Zeitzeugenberichten, Filmdokumenten und Bildwelten das farbige Mosaik eines aufregenden Jahrzehnts zu veranschaulichen, war f\u00fcr das stadtgeschichtliche Museum eine herausfordernde Verpflichtung, die zugleich einen Beitrag zur demokratischen Selbstverst\u00e4ndigung der Stadtgesellschaft leistete.<\/p>\n<p>\u201eDiese Ausstellung kam f\u00fcr uns als Museum und f\u00fcr die Stadt Leipzig zur absolut richtigen Zeit. Der gro\u00dfe Publikumszuspruch und die \u00fcberw\u00e4ltigende F\u00fclle der Meinungs\u00e4u\u00dferungen in den Veranstaltungen und Dialogebenen der Ausstellung zeigt, dass es richtig, wichtig und f\u00fcr die Stadtgesellschaft auch heilsam war, die Hoffnungen, Br\u00fcche und Verwundungen dieser heftigen Transformationsperiode nochmals vorurteilsfrei anzugehen und dabei bewusst auch kontr\u00e4re Positionen zuzulassen.<\/p>\n<p>Diese Jahre haben das gegenw\u00e4rtige Leipzig gepr\u00e4gt und sie sind noch heute in den Menschen, Strukturen und dem Erscheinungsbild der Stadt so stark pr\u00e4sent, dass wir wichtige Objekte und Ertr\u00e4ge der Sonderschau jetzt auch in die Dauerausstellung im Alten Rathaus \u00fcbernehmen wollen. Diesen b\u00fcrgernahen Weg einer multiperspektivischen Erinnerungsarbeit werden wir auch generell entschlossen weitergehen\u201c, sagt Dr. Anselm Hartinger, Direktor des <a href=\"http:\/\/www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig<\/a>.<\/p>\n<p>Die Ausstellung spannte mit etwa 400 historischen Zeugnissen den Bogen von der Friedlichen Revolution bis ans Ende der 1990er Jahre in Leipzig. In der sogenannten Wechselvitrine wurden \u00fcber den Ausstellungszeitraum insgesamt acht Geschichten von Leipziger Vereinen, Initiativen und Privatpersonen vorgestellt. Zur Sonderausstellung ist zudem das gleichnamige Buch erschienen und f\u00fcr 15 Euro an der Ticketkasse des Museums erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Der \u201eFreiraum\u201c \u2013 das offene Forum der Ausstellung lud ein, sich mit aktuellen Sichtweisen auf die 1990er auseinanderzusetzen. Veranstaltungen, darunter zahlreiche 1990er-Talks, eine Filmreihe, Dialog-Donnerstage und On-Tour- sowie Outreach-Angebote z\u00e4hlten knapp 3.500 G\u00e4ste. M\u00f6glich wurde dies durch das Engagement zahlreicher Unterst\u00fctzerinnen und Partner, auch dank der F\u00f6rderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.<\/p>\n<p>\u201eR\u00fcckblickend war die Ausstellung mit dem Freiraumangebot hinsichtlich der R\u00fcckkopplung an die Stadtgesellschaft ein gro\u00dfer Erfolg. Mit \u00fcber 50 Veranstaltungen haben wir eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Menschen aus Leipzig und weit dar\u00fcber hinaus erreicht, darunter viele, die das Museum vor der Ausstellung noch nicht besucht hatten\u201c, erkl\u00e4rt Annemarie Riemer, Bildung und Vermittlung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.<\/p>\n<p>\u201eVielen Perspektiven und Geschichten wurde hier Raum gegeben. Wir hoffen, dass diesem Schritt hin zu einem offeneren Museum, das sich nicht davor scheut, \u00fcber historische Themen auch kontroverse und aktuelle Debatten der Stadtgesellschaft anzupacken, viele weitere auf diesem wichtigen Weg folgen werden.\u201c<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste gro\u00dfe Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum wird am 1. Oktober er\u00f6ffnet. Sie hei\u00dft <a href=\"http:\/\/www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de\/ausstellungen\/unser-sandmaennchen-in-leipzig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eUnser Sandm\u00e4nnchen in Leipzig<\/a>\u201c\u00a0und widmet sich der beliebten Kultfigur aus dem Fernsehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Und wie haben Sie die 1990er in Leipzig erlebt? 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