{"id":432189,"date":"2025-09-18T11:58:13","date_gmt":"2025-09-18T11:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432189\/"},"modified":"2025-09-18T11:58:13","modified_gmt":"2025-09-18T11:58:13","slug":"langzeitstudie-die-deutschen-sind-krisenmuede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432189\/","title":{"rendered":"Langzeitstudie: &#8222;Die Deutschen sind krisenm\u00fcde&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.09.2025 12:53 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Trotz Krisen und angespannter Weltlage sind die Menschen in Deutschland laut einer Studie weniger besorgt &#8211; aber offenbar nur, weil viele resigniert haben. Steigende Preise bleiben das wichtigste Thema.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Steigende Lebenshaltungskosten bleiben die gr\u00f6\u00dfte Sorge der Deutschen. Demnach hat rund jeder zweite Mensch (52 Prozent) Sorge, dass die Kosten f\u00fcr Eink\u00e4ufe, Miete und Co. nach oben gehen, wie die repr\u00e4sentative Langzeitstudie &#8222;Die \u00c4ngste der Deutschen&#8220; zeigt. Seit dem Start der j\u00e4hrlichen Befragung im Jahr 1992 belegt die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten schon zum 15. Mal den ersten Platz.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Obwohl die Inflation abgeflacht ist, bleibt sie f\u00fcr die Deutschen ein Schreckgespenst&#8220;, sagte Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch. &#8222;Sie sp\u00fcren deutlich, wie die Preise f\u00fcr Energie, Nahrungsmittel und Dienstleistungen weiter anziehen.&#8220;<\/p>\n<p>    Angstindex deutlich gesunken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf Platz zwei und drei der Rangliste liegen in diesem Jahr die Angst vor der \u00dcberforderung des Staates durch Gefl\u00fcchtete und die Angst vor Steuererh\u00f6hungen beziehungsweise Leistungsk\u00fcrzungen. In beiden F\u00e4llen gaben 49 Prozent der Befragten an, sich davor zu f\u00fcrchten.\u00a0Auf Platz vier folgt die Furcht vor unbezahlbarem Wohnraum (48 Prozent).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was die Herausgeber der Studie \u00fcberrascht: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Grad der Besorgnis bei fast allen \u00c4ngsten leicht gesunken. Insgesamt fiel der gesamte Angstindex &#8211; also der durchschnittliche Wert aller gemessenen Sorgen &#8211; deutlich auf 37 Prozent, nach 42 Prozent 2024. Ein niedrigeres Niveau gab es in der seit 1992 gemachten Studie nur einmal &#8211; 2021 w\u00e4hrend der Corona-Pandemie mit 36 Prozent.<\/p>\n<p>    &#8222;Die Deutschen haben sich an den Zustand gew\u00f6hnt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Menschen werden st\u00e4ndig mit multiplen Krisen konfrontiert, denen sie ohnm\u00e4chtig gegen\u00fcberstehen. Die Deutschen haben sich an diesen Zustand gew\u00f6hnt, sie sind krisenm\u00fcde&#8220;, erkl\u00e4rte Politikwissenschaftlerin Isabelle Borucki, die die Studie als Beraterin begleitet. Das bedeute aber nicht, dass die Menschen sorglos seien. Der Fokus richte sich einfach mehr auf das Hier und Jetzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insgesamt haben die Deutschen mehr Angst vor der Inflation als vor der Politik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump (45 Prozent). Auch das l\u00e4sst sich Borucki zufolge &#8222;mit Abstumpfung, Ern\u00fcchterung und Resignation angesichts des Trump&#8217;schen Politikstils erkl\u00e4ren&#8220;.<\/p>\n<p>    Steigende Angst vor Autokraten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Menschen blicken allerdings auch mit Unbehagen ins Ausland &#8211; sogar noch mehr als zuvor. Im Ranking noch vor der Trump-Angst landet die Sorge, dass weltweit autorit\u00e4re Herrscher immer m\u00e4chtiger werden, mit 47 Prozent auf Platz f\u00fcnf. Das ist zugleich die einzige gestiegene Angst in diesem Jahr, wenn es auch nur minimal ein Prozentpunkt mehr ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einen Vertrauensgewinn verbuchen hingegen die Politiker und Politikerinnen in Deutschland. Der Anteil der Bev\u00f6lkerung, der f\u00fcrchtet, dass die Politik von ihren Aufgaben \u00fcberfordert ist, sank von 49 Prozent auf aktuell 42 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>    Sorge vor Krieg stagniert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Sorge vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung stagniert demnach mit 41 Prozent auf hohem Niveau. Vor schlechter Wirtschaftslage f\u00fcrchten sich ebenfalls 41 Prozent, vor Pflegebed\u00fcrftigkeit 39 Prozent. Wegen Naturkatastrophen und Klimawandel \u00e4ngstigen sich jeweils 36 Prozent. Angst vor Straftaten haben 20 Prozent und damit die wenigsten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Umfrage &#8222;Die \u00c4ngste der Deutschen&#8220; wird von der R+V-Versicherung in Auftrag gegeben. F\u00fcr die diesj\u00e4hrige Befragung wurden zwischen Mai und Juli rund 2.400 Menschen im Alter ab 14 Jahren von Meinungsforschern befragt. Die Teilnehmer sollten vorgegebene Themen auf einer Skala von eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr gro\u00dfe Angst) bewerten. Daraus wird die Rangfolge ermittelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.09.2025 12:53 Uhr Trotz Krisen und angespannter Weltlage sind die Menschen in Deutschland laut einer Studie weniger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":432190,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[20177,29,30,1724,13,14,15,12,34261,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-432189","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aengste","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gesellschaft","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-sorgen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115225185800109131","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=432189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432189\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/432190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=432189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=432189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=432189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}