{"id":432435,"date":"2025-09-18T14:15:15","date_gmt":"2025-09-18T14:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432435\/"},"modified":"2025-09-18T14:15:15","modified_gmt":"2025-09-18T14:15:15","slug":"waermepumpe-statt-gas-warum-der-umbau-in-stuttgart-kaum-vorankommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432435\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmepumpe statt Gas: Warum der Umbau in Stuttgart kaum vorankommt"},"content":{"rendered":"<p>Das Interesse an W\u00e4rmepumpen in der Bev\u00f6lkerung bleibt hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Das zeigen neue Studien. Dennoch will die Politik in vielen Orten an ihren Klima-Zielen festhalten. Auch \u201eerhebliche Einschr\u00e4nkungen\u201c scheinen nicht genug, um daran etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Mit einem niedlichen Erkl\u00e4rvideo im Internet versucht die Stadt Stuttgart ihre B\u00fcrger auf die unmittelbar bevorstehende <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/energiewende\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/energiewende\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energiewende<\/a> im Heizungskeller einzustimmen. Daf\u00fcr ist es h\u00f6chste Zeit: Die Hauptstadt des gr\u00fcn regierten Bundeslandes will 2035 klimaneutral sein. Und wenn es bei der aktuellen Rechtslage bleibt, wird bereits in zehn Monaten \u201eder Einbau neuer reiner Gasheizungen nicht mehr m\u00f6glich sein\u201c, wie die Stadt in ihrem kommunalen W\u00e4rmeplan klarstellt.<\/p>\n<p>Ab Mitte 2026 greift das Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) vom fr\u00fcheren Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne), das in Gro\u00dfst\u00e4dten f\u00fcr jede neue Heizung einen \u00d6ko-Energieanteil von 65 Prozent vorschreibt. Diesen Schwellenwert erreichen praktisch nur W\u00e4rmepumpen.<\/p>\n<p>Gelingt es der neuen Koalition aus CDU und SPD nicht, das Gesetz rechtzeitig zu reformieren und die Frist zu kippen, ist die \u00c4ra der reinen Gasheizung vorbei.<\/p>\n<p>Alles nicht so schlimm, suggeriert der Zeichentrickfilm auf Stuttgarts st\u00e4dtischer Internetseite gleich am Anfang: Behaglich schnurrt da eine Katze auf einem warmen Heizk\u00f6rper. Begleitet von den beruhigenden Kl\u00e4ngen eines Marimbaphons greift von rechts eine Hand an den Thermostat und dreht ihn dreimal kr\u00e4ftig herunter \u2013 doch die Katze schl\u00e4ft selig weiter.<\/p>\n<p>\u201eEnormes Potenzial steckt vor allem bei uns zu Hause\u201c, erkl\u00e4rt eine milde weibliche Stimme aus dem Off: \u201eZum Beispiel durch das Einstellen der richtigen Raumtemperatur.\u201c<\/p>\n<p>Doch mit einer Drehung am Thermostat ist es f\u00fcr die Stuttgarter nicht getan: Der Verbrauch an Heizenergie soll in zehn Jahren um ein Drittel gesenkt werden. Daf\u00fcr ist es n\u00f6tig, die Sanierungsrate im Geb\u00e4udebestand von bundesweit 0,6 Prozent hier auf 3,7 Prozent zu versechsfachen. <\/p>\n<p>Viel zu wenig Interesse an W\u00e4rmepumpen<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcssen pro Jahr 3400 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/waermepumpen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/waermepumpen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W\u00e4rmepumpen<\/a> angeschlossen werden. Doch davon waren bislang nicht ausreichend viele Immobilienbesitzer zu \u00fcberzeugen. Im vergangenen Jahr wurden in Stuttgart statt der n\u00f6tigen 3400 nur 319 F\u00f6rderantr\u00e4ge f\u00fcr W\u00e4rmepumpen gestellt. Im ersten Halbjahr 2025 waren es dann zwar mit 363 etwas mehr, doch noch immer \u201e1337 zu wenig f\u00fcr die gesetzten Ziele\u201c, wie die Unternehmensberatung McKinsey in einer Analyse der W\u00e4rmepl\u00e4ne Baden-W\u00fcrttembergs feststellt.<\/p>\n<p>Neue Nahw\u00e4rmenetze k\u00f6nnen in Stuttgart die L\u00fccke bei den W\u00e4rmepumpen nicht f\u00fcllen \u2013  denn ihr Ausbau ist ohnehin vorgesehen. Bis 2035 sollen im Schnitt pro Jahr 27 Kilometer Nahw\u00e4rmetrassen verlegt werden. Im Jahr 2030 m\u00fcssten sogar 50 Kilometer Stra\u00dfe f\u00fcr die neuen Rohre aufgerissen werden. <\/p>\n<p>Es k\u00f6nnten \u201ezeitweise lokal erhebliche Einschr\u00e4nkungen der \u00fcblichen Verkehrsf\u00fchrung entstehen\u201c, warnen die W\u00e4rmeplaner schon mal vor. Die Autofahrer der Landeshauptstadt sind durch die Jahrhundertbaustelle des Bahnhofs \u201eStuttgart 21\u201c ja bereits Kummer gewohnt, doch wegen des Nahw\u00e4rme-Ausbaus droht weiterhin Stau.<\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg zeigt, was anderen noch bevorsteht. Die Gro\u00dfst\u00e4dte dort mussten aufgrund der Landesgesetze ihre W\u00e4rmeplanung bereits 2023 erstellen. Die Gro\u00dfst\u00e4dte in anderen Bundesl\u00e4ndern m\u00fcssen die Planungen erst Mitte kommenden Jahres abgeschlossen haben. Doch danach beginnen f\u00fcr alle die Pflichten des Habeckschen Heizungsgesetzes  \u2013 wenn Schwarz-Rot nicht noch eingreift. <\/p>\n<p>\u201eWir halten an den im W\u00e4rmeplanungsgesetz festgelegten Fristen fest, jedoch werden wir die Koppelung mit dem Geb\u00e4udeenergiegesetz kappen\u201c, sagte Lars Rohwer, Obmann der CDU\/CSU im Bauausschuss des Deutschen Bundestages, WELT AM SONNTAG. Stimmt die SPD dem zu, w\u00fcrde die harte Frist des Heizungsgesetzes nicht mehr gelten \u2013 und die Gasheizung h\u00e4tte noch l\u00e4nger eine Zukunft.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>\u201eBusiness Insider Deutschland\u201c<\/b><\/a><b> erstellt.<\/b><\/p>\n<p><b>Daniel Wetzel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Energiewirtschaft und Klimapolitik. Er wurde 2007 vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit dem Robert-Mayer-Preis ausgezeichnet und vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universit\u00e4t K\u00f6ln 2009 mit dem Theodor-Wessels-Preis.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Interesse an W\u00e4rmepumpen in der Bev\u00f6lkerung bleibt hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Das zeigen neue Studien. 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