{"id":432485,"date":"2025-09-18T14:44:11","date_gmt":"2025-09-18T14:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432485\/"},"modified":"2025-09-18T14:44:11","modified_gmt":"2025-09-18T14:44:11","slug":"marburger-bund-frage-nach-intimbehaarung-aerzte-beklagen-machtmissbrauch-und-sexismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432485\/","title":{"rendered":"Marburger Bund: Frage nach Intimbehaarung \u2013 \u00c4rzte beklagen Machtmissbrauch und Sexismus"},"content":{"rendered":"<p>Laut einer Umfrage des Marburger Bunds erleben viele Hamburger Klinik\u00e4rzte, vor allem weibliche, Machtmissbrauch und diskriminierende Kommentare. Der \u00c4rzteverband hat nun Forderungen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Machtmissbrauch, rassistische und sexistische Kommentare: Laut einer Umfrage des Marburger Bunds in Hamburg haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hamburger Kliniken damit negative Erfahrungen gemacht. \u201eDie Machtstrukturen in Kliniken sind ungesund. Kaum eine andere Branche ist durch eine so starke Machtkonzentration bei gleichzeitiger Abh\u00e4ngigkeit von Vorgesetzten gepr\u00e4gt\u201c, sagt Dr. Pedram Emami, erster Vorsitzender des Marburger Bunds (MB) Hamburg.<\/p>\n<p>Der nach eigenen Angaben gr\u00f6\u00dfte deutsche \u00c4rzteverband und Deutschlands einzige \u00c4rztegewerkschaft hatte im Juli eine Umfrage zu Machtstrukturen und F\u00fchrungskultur in Kliniken der Hansestadt durchgef\u00fchrt, an der rund 500 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte teilnahmen.<\/p>\n<p>87 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben Machtmissbrauch oder ungerechtfertigte Einflussnahme in der Klinik erlebt oder beobachtet \u2013 36 Prozent vereinzelt, 51 Prozent sogar mehrfach. Zudem gaben 81 Prozent an, im Laufe ihrer \u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit mit rassistischen, sexistischen oder anderen sachfremden Kommentaren konfrontiert gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Befragte gaben unter anderem an, nach der Farbe ihrer Intimbehaarung gefragt worden zu sein. Auch \u00c4u\u00dferungen wie \u201eWie wollen Sie Fach\u00e4rztin werden, Sie haben ja nicht mal einen Mann?\u201c und \u201eAls Frau sollte man nicht in den OP, da muss man sich konzentrieren und darf mit den Gedanken nicht bei der Familie sein\u201c sollen gefallen sein. Zudem sei gesagt worden, dass die Bef\u00f6rderung einer Kollegin nicht m\u00f6glich sei, \u201eweil sie aufgrund ihres Migrationshintergrundes sicher bald viele Kinder bekomme\u201c.<\/p>\n<p>Kritik gab es auch an der Besetzung von F\u00fchrungspositionen: Mehr als die H\u00e4lfte der Befragten (52 Prozent) beurteilt diese in ihrer Klinik als intransparent und kaum an objektiven Kriterien orientiert. Zudem geben 54 Prozent an, dass F\u00fchrungspositionen kaum oder gar nicht divers besetzt seien.<\/p>\n<p>Machtmissbrauch \u201estrukturell verbreitet\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere Umfrage zeigt: Machtmissbrauch ist strukturell verbreitet \u2013 das sind keine Einzelf\u00e4lle\u201c, sagt Katharina von der Heyde, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des MB Hamburg: \u201eMisogyne, sexistische, aber auch homophobe und rassistische Kommentare geh\u00f6ren leider auch 2025 noch zum Alltag vieler \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Das muss sich endlich \u00e4ndern \u2013 und deshalb wollen wir das noch mehr \u00f6ffentlich machen.\u201c<\/p>\n<p>Der MB-Vorsitzende Emami erg\u00e4nzte: \u201eWir brauchen mehr Transparenz bei Stellenbesetzungen, Vielfalt in F\u00fchrungspositionen und eine kooperative Arbeitskultur, die auch f\u00fcr die junge \u00c4rztegeneration attraktiv ist.\u201c<\/p>\n<p>lno\/jlau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Laut einer Umfrage des Marburger Bunds erleben viele Hamburger Klinik\u00e4rzte, vor allem weibliche, Machtmissbrauch und diskriminierende Kommentare. 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