{"id":432533,"date":"2025-09-18T15:11:12","date_gmt":"2025-09-18T15:11:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432533\/"},"modified":"2025-09-18T15:11:12","modified_gmt":"2025-09-18T15:11:12","slug":"europa-braucht-500-twh-mehr-strom-bis-2050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432533\/","title":{"rendered":"Europa braucht 500 TWh mehr Strom bis 2050"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.wa.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_waDe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wa.de<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.wa.de\/leben\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_leben\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leben<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.wa.de\/leben\/auto\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_auto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auto<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 18.09.2025, 17:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.wa.de\/autor\/louis-exenberger-4v5o8iikh.html\" title=\"Zur Autorenseite von Louis Exenberger\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" exenberger=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Louis Exenberger<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Batterieproduktion und Ladeinfrastruktur f\u00fcr E-Mobilit\u00e4t erfordern bis 2050 einen enormen Energieaufwand \u2013 den der Kontinent noch nicht stemmen kann.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Klimaneutraler Stra\u00dfenverkehr \u2013 dagegen gibt es keine Einw\u00e4nde. Doch um solch ein ambitioniertes Ziel zu erreichen, braucht es eben mehr als nur willige K\u00e4ufer von E-Autos. <a href=\"https:\/\/www.ffb.fraunhofer.de\/de\/news\/Pressemitteilungen\/Innovative_Batterietechnoligie,_-produktion_und_Nachhaltigkeit1.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Eine aktuelle Studie&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.ffb.fraunhofer.de\/de\/news\/Pressemitteilungen\/Innovative_Batterietechnoligie,_-produktion_und_Nachhaltigkeit1.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:8,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\">Eine aktuelle Studie<\/a> der Universit\u00e4t M\u00fcnster und der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle zeigt die Dimensionen auf: Europa produziert derzeit nur 6,8 Prozent der Energie, die f\u00fcr die heimische Batteriezellproduktion n\u00f6tig w\u00e4re. Der Kontinent hinkt bei der Herstellung von Batteriezellen massiv hinterher, obwohl bereits ein Viertel aller weltweit verkauften Elektroautos auf europ\u00e4ischen Stra\u00dfen f\u00e4hrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/39491445-elektroauto-PaBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"665\" width=\"1100\" alt=\"Elektroauto\"\/>Elektroautos an Ladestationen: Bis 2050 werden 140 Millionen E-Autos in Europa 210 TWh Ladeenergie pro Jahr ben\u00f6tigen \u2013 zus\u00e4tzlich zu 250 TWh f\u00fcr die Batterieproduktion. (Archivbild) \u00a9\u00a0Hendrik Schmidt\/dpa<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Rest der ben\u00f6tigten Energie steckt in importierten Materialien und fertigen Zellen \u2013 haupts\u00e4chlich aus China. Diese Abh\u00e4ngigkeit wird zum Problem, wenn Europa bis 2050 tats\u00e4chlich energieautark werden will. Die Forscher rechnen vor: Der j\u00e4hrliche Energiebedarf f\u00fcr die Batterieproduktion m\u00fcsste von heute 3,5 Terawattstunden auf 250 TWh steigen. Das entspricht etwa der H\u00e4lfte des deutschen Stromverbrauchs und verdeutlicht, welche gewaltigen Anstrengungen n\u00f6tig sind, um die Importabh\u00e4ngigkeit zu durchbrechen. Europa steht vor einer indirekten Form der Energieabh\u00e4ngigkeit, da ein Gro\u00dfteil der f\u00fcr die Batteriezellenproduktion ben\u00f6tigten Energie bereits in den importierten Materialien und Zellen steckt.<\/p>\n<p>250 TWh nur f\u00fcr Batterien \u2013 der wahre Energiehunger liegt noch h\u00f6her<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Batterieproduktion ist jedoch nur ein Teil der Rechnung. Inklusive Ladevorg\u00e4nge und Effizienzverluste summiert sich der Gesamtbedarf bis 2050 auf 450 bis 500 TWh j\u00e4hrlich. Zum Vergleich: Deutschland verbrauchte 2024 rund 464 TWh Strom. Die Dimension wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass dieser Energiebedarf zus\u00e4tzlich zu den bestehenden Stromverbr\u00e4uchen in Europa kommt. Die Studie, die k\u00fcrzlich in der Fachzeitschrift Energy &amp; Environmental Science ver\u00f6ffentlicht wurde, macht klar: Die Elektromobilit\u00e4t wird Europas Energiesystem vor eine beispiellose Herausforderung stellen.<\/p>\n<p>Wie viel Strom frisst eine 1 TWh?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Eine Terawattstunde (TWh) entspricht einer Billion Wattstunden oder 1.000 Gigawattstunden. Um diese gewaltige Energiemenge zu veranschaulichen: 1 TWh reicht aus, um etwa 200.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen. Alternativ k\u00f6nnte man damit rund 5 Millionen Elektroautos vom Typ Tesla Model 3 vollst\u00e4ndig aufladen. Ein modernes Gaskraftwerk mit 1.000 Megawatt Leistung m\u00fcsste 1.000 Stunden \u2013 also etwa 42 Tage \u2013 ununterbrochen laufen, um 1 TWh zu erzeugen. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Bis 2045 erwarten die Wissenschaftler 140 Millionen E-Autos auf Europas Stra\u00dfen. Allein deren Ladeenergie wird 210 TWh pro Jahr verschlingen \u2013 das entspricht etwa 40 Prozent des heutigen deutschen Stromverbrauchs. Hinzu kommen Effizienzverluste bei der Elektromobilit\u00e4t und bei station\u00e4ren Speichern, die den Gesamtbedarf weiter nach oben treiben. Immerhin gibt es auch eine positive Nachricht: Durch den Wegfall fossiler Brennstoffprozesse lie\u00dfen sich im Gegenzug bis zu 90 TWh einsparen. Diese Einsparungen entstehen, weil die energieintensiven Prozesse rund um F\u00f6rderung, Raffination und Transport von \u00d6l und Gas wegfallen.<\/p>\n<p>Die bekanntesten Autos der Filmgeschichte \u2013 echte Legenden<img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_interstitialImage\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/36276283-red-1961-ferrari-250-gt-california-spyder-2plOj1Def7fe.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"2563\" width=\"3845\" alt=\"Red 1961 Ferrari 250 GT California Spyder \"\/><a href=\"https:\/\/www.ruhr24.de\/service\/bekanntesten-autos-filme-geschichte-james-bond-delorean-kaefer-kult-ghostbusters-fotos-tv-fahrzeuge-93426691.html\" class=\"id-StoryElement-intestitialLink-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" ansehen=\"\" data-k5a-pos=\"west_story_16_photoGalleryLink\" title=\"Zur Fotostrecke: Die bekanntesten Autos der Filmgeschichte &#x2013; echte Legenden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fotostrecke ansehen<\/a><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wie viel Energie Europa tats\u00e4chlich brauchen wird, h\u00e4ngt stark von den dominierenden Batterietechnologien ab. Die Forscher haben drei Szenarien durchgespielt: LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) sind energieeffizienter in der Herstellung und weniger auf kritische Rohstoffe angewiesen. Sie kommen ohne Kobalt aus und ben\u00f6tigen weniger Nickel, was sie kosteng\u00fcnstiger und nachhaltiger macht. Allerdings haben sie eine geringere Energiedichte als andere Batterietypen, was gr\u00f6\u00dfere und schwerere Batterien zur Folge hat.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt) bieten hohe Energiedichte, ben\u00f6tigen aber deutlich mehr Energie in der Produktion und sind auf kritische Rohstoffe angewiesen. Als dritte Option k\u00f6nnten sich ab 2030 Natrium-Ionen-Batterien f\u00fcr kleine E-Autos und station\u00e4re Speicher etablieren. Sie verwenden h\u00e4ufig verf\u00fcgbare Materialien und k\u00f6nnten die Abh\u00e4ngigkeit von Lithium reduzieren. Festk\u00f6rper-, Lithium-Schwefel- oder Lithium-Luft-Batterien versprechen zwar Effizienzvorteile, sind aber noch weit von der Marktreife entfernt und werden fr\u00fchestens in den 2040er Jahren kommerziell verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>EU-Gesetze sollen Abh\u00e4ngigkeit von China reduzieren<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/kritische-rohstoffe-so-moechte-ein-eu-land-die-china-abhaengigkeit-beenden-zr-93876358.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Br&#xFC;ssel hat das Problem erkannt und regulatorische Weichen gestellt&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/kritische-rohstoffe-so-moechte-ein-eu-land-die-china-abhaengigkeit-beenden-zr-93876358.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:23,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel hat das Problem erkannt und regulatorische Weichen gestellt<\/a>. Der Critical Raw Materials Act von 2023 sieht vor, bis 2030 mindestens zehn Prozent der strategischen Rohstoffe in der <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/eu-europaeische-union-mitgliedstaaten-laender-gruendung-von-der-leyen-ziele-91385429.html\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;EU&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/politik\/eu-europaeische-union-mitgliedstaaten-laender-gruendung-von-der-leyen-ziele-91385429.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:23,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> zu f\u00f6rdern und 40 Prozent zu verarbeiten. 25 Prozent sollen recycelt werden. Diese Ziele sind ambitioniert, denn bislang stammen die meisten kritischen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden aus wenigen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Europas. Die EU will ihre Versorgungssicherheit erh\u00f6hen und gleichzeitig die Wertsch\u00f6pfung nach Europa holen.<\/p>\n<ul class=\"id-StoryElement-list id-StoryElement-list--unordered\">\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Chinas Dominanz bei Batterie-Rohstoffen (Stand 2024):<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Lithium-Verarbeitung: 56 % der weltweiten Kapazit\u00e4t<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kobalt-Raffination: 60 % der globalen Verarbeitung<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Graphit-Verarbeitung: \u00dcber 98 % der Lithium-Eisenphosphat-Aktivmaterialien<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Gallium-Verarbeitung: 94 % der globalen Produktion<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Germanium-Verarbeitung: 83 % der weltweiten Kapazit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Net Zero Industry Act geht noch weiter: Bis 2030 sollen 40 Prozent der Batteriezellen sowie der Kathoden- und Anodenmaterialien lokal produziert werden. Das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 wird die Nachfrage nach Batterien zus\u00e4tzlich anheizen \u2013 und den Druck auf die heimische Produktion erh\u00f6hen. Ab diesem Zeitpunkt sollen in der EU nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden. Diese regulatorischen Vorgaben schaffen zwar Planungssicherheit f\u00fcr Investoren, setzen aber auch einen enormen Zeitdruck auf den Aufbau der n\u00f6tigen Produktionskapazit\u00e4ten und Lieferketten. <a href=\"https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/auto-zukunft-europas-erste-raffinerie-fuer-lithium-startet-in-deutschland-zr-93311111.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;In Deutschland ist vergangenes Jahr die erste Raffinerie f&#xFC;r Lithium in Europa gestartet.&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/auto-zukunft-europas-erste-raffinerie-fuer-lithium-startet-in-deutschland-zr-93311111.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:26,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Deutschland ist vergangenes Jahr die erste Raffinerie f\u00fcr Lithium in Europa gestartet.<\/a><\/p>\n<p>Recycling k\u00f6nnte ein Drittel der Energie sparen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr Europas Weg zur Autarkie spielt das Batterierecycling. Laut Studie lie\u00dfe sich dadurch der Energiebedarf der Zellproduktion um 33 bis 46 Prozent senken. Ab 2050 k\u00f6nnten j\u00e4hrlich rund 800 Gigawattstunden an Batteriekapazit\u00e4t recycelt werden \u2013 eine gewaltige Menge, die den Rohstoffbedarf erheblich reduzieren w\u00fcrde. Recycling ist nicht nur aus \u00f6kologischer Sicht sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich: Die R\u00fcckgewinnung von Lithium, Kobalt und Nickel aus alten Batterien ist oft g\u00fcnstiger als der Abbau neuer Rohstoffe. <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/lithium-akkus-lithium-ein-zweites-leben-fuer-93698225.html\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;China setzt beim Lithium-Akku-Recycling mittlerweile sogar auf Mikrobakterien&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/lithium-akkus-lithium-ein-zweites-leben-fuer-93698225.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:28,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China setzt beim Lithium-Akku-Recycling mittlerweile sogar auf Mikrobakterien<\/a>.<\/p>\n<p>Lithium l\u00e4sst sich zu 95 %, Kobalt zu 99 % zur\u00fcckgewinnen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Moderne Recyclingverfahren erreichen beeindruckende R\u00fcckgewinnungsraten bei kritischen Batterierohstoffen: Kobalt l\u00e4sst sich zu 98 bis 99 Prozent zur\u00fcckgewinnen, Nickel und Mangan erreichen \u00e4hnlich hohe Werte von 98 Prozent. Bei Lithium sind die Raten niedriger, aber dennoch beachtlich: W\u00e4hrend China bereits 85 bis 91 Prozent erreicht, liegen die durchschnittlichen R\u00fcckgewinnungsraten international bei 80 bis 90 Prozent. Diese hohen Raten machen Recycling nicht nur \u00f6kologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv \u2013 recycelte Materialien k\u00f6nnen bis zu 30 Prozent des Bedarfs in der Batterieproduktion decken.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Doch Europa steht hier noch ganz am Anfang. Es fehlen Infrastruktur, Investitionen und klare Regulierungsvorgaben f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Kreislaufwirtschaft. Besonders f\u00fcr Graphit und k\u00fcnftige Natrium-Ionen-Batterien sind ma\u00dfgeschneiderte Recyclingprozesse n\u00f6tig, die bislang kaum entwickelt wurden. Die Forscher appellieren an die EU, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Unternehmen tragf\u00e4hige Recyclingkapazit\u00e4ten aufbauen k\u00f6nnen. Ohne diese Investitionen wird Europa seine Abh\u00e4ngigkeit von Rohstoffimporten nicht durchbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Massive Investitionen in Erneuerbare unumg\u00e4nglich<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der stark wachsende Strombedarf stellt Europa vor gewaltige Herausforderungen, die weit \u00fcber die Batterieproduktion hinausgehen. Massive Investitionen in erneuerbare Energien und Stromnetze sind unumg\u00e4nglich, um den zus\u00e4tzlichen Bedarf von bis zu 500 TWh zu decken. Das entspricht dem Bau von hunderten neuen Windparks und Solaranlagen sowie dem Ausbau der \u00dcbertragungsnetze. Gleichzeitig m\u00fcssen Flaschenh\u00e4lse bei Ladeinfrastruktur, Netzkapazit\u00e4ten und Genehmigungsverfahren beseitigt werden, die den Hochlauf der Elektromobilit\u00e4t bremsen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Aufwand k\u00f6nnte sich jedoch langfristig lohnen: Durch den Wegfall von \u00d6l- und Gasimporten lie\u00dfen sich j\u00e4hrlich 90 bis 110 TWh an fossiler Energie einsparen. Eine enge Verzahnung von Batterieproduktion, Automobilindustrie und erneuerbarer Stromerzeugung b\u00f6te zudem gro\u00dfe Chancen f\u00fcr Europas Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Industrielle Synergien k\u00f6nnten entstehen, wenn Batteriefabriken in der N\u00e4he von Wind- und Solarparks angesiedelt werden. So lie\u00dfe sich der gr\u00fcne Strom direkt vor Ort nutzen und teure Netzausbaukosten vermeiden. Entscheidend wird dabei eine hocheffiziente Kreislaufwirtschaft rund um Batterien \u2013 mit geringerem Rohstoffbedarf und h\u00f6herer Versorgungssicherheit. <a href=\"https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/china-abhaengigkeit-bei-seltenen-erden-frankreich-wird-zu-europas-hoffnung-doch-ein-problem-bleibt-zr-93809641.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Gro&#xDF;e Hoffnungen liegen dabei auf Frankreich&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.wa.de\/wirtschaft\/china-abhaengigkeit-bei-seltenen-erden-frankreich-wird-zu-europas-hoffnung-doch-ein-problem-bleibt-zr-93809641.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:35,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfe Hoffnungen liegen dabei auf Frankreich<\/a>.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Studie macht unmissverst\u00e4ndlich deutlich: Europas Weg zur E-Mobilit\u00e4t erfordert weit mehr als den blo\u00dfen Kauf elektrischer Fahrzeuge. Eine komplette Neuausrichtung der Energieversorgung, massive Investitionen in Batterieproduktion und Recycling sowie der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien sind n\u00f6tig. Der Kontinent steht vor der Herausforderung, binnen 25 Jahren eine v\u00f6llig neue Industrielandschaft aufzubauen und dabei seine Energieversorgung zu vervielfachen. Nur mit einer hocheffizienten Kreislaufwirtschaft, reduzierten Importabh\u00e4ngigkeiten und koordinierten Anstrengungen aller EU-Mitgliedstaaten kann Europa seinen <a href=\"https:\/\/www.24auto.de\/thema\/elektroauto-sti1519616\/\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" title=\"Elektroauto\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;E-Auto&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.24auto.de\/thema\/elektroauto-sti1519616\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:36,&quot;storyElementCount&quot;:36}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">E-Auto<\/a>-Traum verwirklichen \u2013 und dabei energieautark bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"wa.de Leben Auto Stand: 18.09.2025, 17:03 Uhr Von: Louis Exenberger DruckenTeilen Batterieproduktion und Ladeinfrastruktur f\u00fcr E-Mobilit\u00e4t erfordern bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":432534,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-432533","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115225944855176844","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=432533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432533\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/432534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=432533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=432533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=432533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}