{"id":432537,"date":"2025-09-18T15:13:11","date_gmt":"2025-09-18T15:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432537\/"},"modified":"2025-09-18T15:13:11","modified_gmt":"2025-09-18T15:13:11","slug":"ndr-moderatorin-journalistin-julia-ruhs-kritisiert-ndr-nach-absetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432537\/","title":{"rendered":"NDR-Moderatorin: Journalistin Julia Ruhs kritisiert NDR nach Absetzung"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die Journalistin Julia Ruhs hat nach der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/julia-ruhs-klar-moderatorin-ndr-br-gxe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beendigung ihres Engagements beim Format Klar des Norddeutschen Rundfunks<\/a> (<a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ndr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NDR<\/a>) Vorw\u00fcrfe gegen den Sender erhoben. &#8222;Ich glaube, f\u00fcr den NDR bin ich zu rechts&#8220;, sagte sie im Podcast Table Today. Dabei verteidigte sie den Bayerischen Rundfunk (BR), f\u00fcr den sie weiter t\u00e4tig bleiben kann: &#8222;Die stehen hinter mir.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">NDR und der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/br\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BR<\/a>, die Klar gemeinsam produzierten, hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass das Format nach den ersten drei Pilotfolgen zwar weitergef\u00fchrt wird \u2013 k\u00fcnftig jedoch teilweise ohne Ruhs. Sie werde nur noch bei den vom BR verantworteten Sendungen als Moderatorin eingesetzt.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Ruhs wirft NDR fehlende Meinungsvielfalt vor        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Offenbar h\u00e4lt der NDR weniger Meinungsvielfalt aus als der BR&#8220;, sagte Ruhs bei Table Today. &#8222;F\u00fcr die f\u00e4ngt die Rechtsradikalit\u00e4t wahrscheinlich schon an, wenn man beispielsweise sagt, man findet Positionen von Friedrich Merz gut.&#8220; Dem NDR warf sie vor, &#8222;Meinungen zu kriminalisieren, die eigentlich noch Mitte oder Mitte-rechts sind und weit entfernt von extremistischen oder radikalen Positionen&#8220;.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Sie selbst stufe sich als &#8222;Mitte-rechts&#8220; ein, sagte Ruhs: &#8222;Mit der FDP und mit der Union kann ich gut leben. Ich habe mich auch immer klar von der AfD distanziert. (\u2026) Aber es gen\u00fcgt ja, dass man rechts genug ist, um diesen Vorwurf abzubekommen, man sei irgendwie AfD-nah. Es sei &#8222;die \u00fcbliche Taktik, um jemanden mundtot zu machen&#8220;.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zur Kritik an ihrem Format, etwa einer Folge \u00fcber das Thema Migration, sagte Ruhs, es sei &#8222;Quatsch&#8220;, dass die Bearbeitung kontroverser Blickwinkel der AfD nutze. Umgekehrt sei es das Herauslassen der Themen aus dem \u00f6ffentlichen Diskurs, was dazu f\u00fchre, dass &#8222;die Leute abwandern von \u00f6ffentlich-rechtlichen&#8220; Medien und sich bei &#8222;irgendwelchen schlecht recherchierten, teilweise auch wirklich radikaleren Quellen&#8220; informierten. Es sei ihr Anspruch gewesen, Menschen zur\u00fcckzugewinnen, die sich von \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien abgewendet h\u00e4tten. Dem NDR und Mitarbeitern warf Ruhs vor, diesen Anspruch nicht zu teilen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        NDR-Mitarbeiter kritisierten Ruhs&#8216; Format        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Am Mittwoch hatte sie sich <a href=\"https:\/\/x.com\/juliaruhs\/status\/1968239141092803034\" class=\"\" target=\"_blank\">bereits auf X \u00e4hnlich ge\u00e4u\u00dfert<\/a>. Sie und ihr Team seien &#8222;fassungslos&#8220; \u00fcber die Entscheidung des Senders. Klar, eine Sendung, die sich gesellschaftlich umstrittenen Fragen widmen soll, habe &#8222;Zuschriften von Fans&#8220; erhalten, die angegeben h\u00e4tten, &#8222;wieder Hoffnung&#8220; in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu haben. &#8222;Und jetzt? Wurden all die Vorurteile, die sie in Bezug auf die Meinungsvielfalt schon hatten, best\u00e4tigt.&#8220;\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der NDR hatte seinerseits keine Gr\u00fcnde f\u00fcr das Ende der Zusammenarbeit mit Ruhs genannt. Das Format Klar soll <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/presse\/mitteilungen\/zukunft-klar-das-ndr-br-format-geht-weiter,pressemeldungndr-246.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach Angaben des Senders<\/a> &#8222;auch in Zukunft Streitfragen aufgreifen, die in der Mitte der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden&#8220;. Die drei bisher erschienenen Folgen besch\u00e4ftigten sich mit Migration, der Coronapandemie und Unzufriedenheit von Landwirten. Auch Mitarbeiter des NDR hatten das Format kritisiert und beklagten &#8222;eine mangelnde Ausgewogenheit der Sendung, eine \u00dcberfrachtung mit Einzelthemen sowie eine zu starke Emotionalisierung&#8220;.\n<\/p>\n<p>        Linnemann fordert finanzielle Folgen f\u00fcr \u00f6ffentlich-rechtliche Medien        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Journalistin erhielt auch Unterst\u00fctzung von mehreren Politikern der Union. <a href=\"https:\/\/x.com\/jensspahn\/status\/1968583570223468744\" class=\"\" target=\"_blank\">So schrieb Unionsfraktionschef Jens Spahn<\/a> (CDU) auf X, die Entscheidung des NDR sei &#8222;sehr problematisch&#8220;. Meinungsvielfalt geh\u00f6re zu den zentralen Aufgaben des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks: &#8222;Wird diese Freiheit eingeschr\u00e4nkt, ist der geb\u00fchrenfinanzierte Rundfunk nicht mehr in der Lage, die Probleme unserer Gesellschaft anzusprechen, und bekommt ein Rechtfertigungsproblem.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann sprach bei Welt TV von einem &#8222;neuen Tiefpunkt in Sachen Debattenkultur in Deutschland&#8220;. Zugleich schlug er mehr Druck auf den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk vor: &#8222;Ich finde, man muss jetzt beispielsweise klar sagen, wir frieren die Geb\u00fchren auf dem jetzigen Niveau bis auf Weiteres ein, damit endlich Druck entsteht, damit Reformen passieren.&#8220; Von einem &#8222;extrem schlechten Signal&#8220; sprach auch Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU). Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) <a href=\"https:\/\/x.com\/Markus_Soeder\/status\/1968352857469616540\" class=\"\" target=\"_blank\">schrieb auf X<\/a>, konservative Stimmen geh\u00f6rten zum demokratischen Meinungsspektrum, &#8222;auch wenn das einigen Linken nicht gef\u00e4llt&#8220;.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. Zudem erhalten Sie erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen \u2013 wie Videos oder Texte.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mahnte den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk ebenfalls, die Breite gesellschaftlicher Stimmen abzubilden. &#8222;Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk darf kein Echoraum der Beliebigkeit und auch kein Filter f\u00fcr genehme Gesinnungen sein&#8220;, sagte Weimer. Glaubw\u00fcrdigkeit und Akzeptanz entst\u00fcnden nur durch Vielfalt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weimer regte dabei eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit der \u00d6ffentlich-Rechtlichen mit privaten Sendern und Verlagen an. &#8222;Beide tragen gemeinsam Verantwortung f\u00fcr Meinungsfreiheit, Ausgewogenheit und den demokratischen Diskurs in unserem Land&#8220;, sagte er. &#8222;Nur wenn wir diesen Auftrag ernst nehmen, wird der beitragsfinanzierte Rundfunk auch in Zukunft Bestand haben.&#8220;\n<\/p>\n<p>            Konservatismus        <\/p>\n<p> Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/37\/julia-ruhs-moderatorin-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-ard\" data-ct-label=\"Julia Ruhs: &quot;Ich w\u00e4re doch bl\u00f6d, wenn ich\u2019s nicht machen w\u00fcrde, oder?&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Julia Ruhs:<br \/>\n                        &#8222;Ich w\u00e4re doch bl\u00f6d, wenn ich\u2019s nicht machen w\u00fcrde, oder?&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/39\/boris-palmer-markus-frohnmaier-tuebingen-debatte-afd\" data-ct-label=\"Boris Palmer und Markus Frohnmaier: Ruhe, jetzt diskutiere ich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Boris Palmer und Markus Frohnmaier:<br \/>\n                        Ruhe, jetzt diskutiere ich<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-05\/philipp-amthor-politikpodcast-ehrlich-jetzt\" data-ct-label=\"Philipp Amthor: Was hei\u00dft schon konservativ, Herr Amthor?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Philipp Amthor:<br \/>\n                        Was hei\u00dft schon konservativ, Herr Amthor?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Journalistin Julia Ruhs hat nach der Beendigung ihres Engagements beim Format Klar des Norddeutschen Rundfunks (NDR) Vorw\u00fcrfe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":432538,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3204,3364,29,441,30,13,112013,80,11314,14,438,112944,15,5850,12],"class_list":{"0":"post-432537","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-br","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-fernsehen","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-julia-ruhs","17":"tag-kultur","18":"tag-meinungsfreiheit","19":"tag-nachrichten","20":"tag-ndr","21":"tag-ndr-moderatorin","22":"tag-news","23":"tag-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk","24":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115225952581359404","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=432537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432537\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/432538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=432537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=432537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=432537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}