{"id":432628,"date":"2025-09-18T16:04:12","date_gmt":"2025-09-18T16:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432628\/"},"modified":"2025-09-18T16:04:12","modified_gmt":"2025-09-18T16:04:12","slug":"antisemitisches-plakat-in-flensburg-mehr-judenhass-in-sh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/432628\/","title":{"rendered":"Antisemitisches Plakat in Flensburg: Mehr Judenhass in SH"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/nazis-raus-100.webp\" alt=\"&quot;Nazis Raus!!!&quot; steht auf der Scheibe eines Ladens als Reaktion auf ein antisemitisches Plakat.\" title=\"&quot;Nazis Raus!!!&quot; steht auf der Scheibe eines Ladens als Reaktion auf ein antisemitisches Plakat. | Sebastian Iwersen\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 18.09.2025 17:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">&#8222;Juden haben hier Hausverbot!&#8220; &#8211; dieser Plakattext in einem Schaufenster verdeutlicht nach Aussage der landesweiten Dokumentationsstelle: Antisemitismus wird in Schleswig-Holstein &#8222;sprechbarer&#8220;. <\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/aushang-106.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/aushang-106.webp\" alt=\"Ein Zettel mit dem Text &quot;Juden haben hier Hausverbot!!!&quot; h\u00e4ngt in einem Schufenster vor einer Pal\u00e4stina-Flagge.\" title=\"Auf Anweisung der Polizei habe er das Schild wieder aus dem Schaufenster entfernt, sagt der Ladenbesitzer NDR Schleswig-Holstein. | Sebastian Iwersen\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Auf Anweisung der Polizei habe er das Schild wieder aus dem Schaufenster entfernt, sagt der Ladenbesitzer NDR Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p class=\"\">In <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Flensburg-Nachrichten-Hintergruende-und-Videos,flensburg6034.html\" title=\"Flensburg - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flensburg<\/a> sorgt ein antisemitisches Plakat f\u00fcr Entsetzen. Das Schild mit der Aufschrift &#8222;Juden haben hier Hausverbot! Nichts Pers\u00f6nliches, auch kein Antisemitismus, kann euch nur nicht ausstehen&#8220;, hing im Schaufenster eines Gesch\u00e4fts in der Duburger Stra\u00dfe in der Neustadt. Es wurde mittlerweile entfernt. Mehrere Medien, unter anderem der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/textlink-296068~splash.html\" title=\"Entsetzen \u00fcber antisemitisches Plakat in Flensburger Gesch\u00e4ft\" data-url=\"https:\/\/www.shz.de\/lokales\/flensburg\/artikel\/hausverbot-fuer-juden-entsetzen-ueber-antisemitisches-plakat-in-flensburg-49289377\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag<\/a> (SHZ), hatten dar\u00fcber berichtet. Mittlerweile hat der Fall bundesweit f\u00fcr Entsetzen gesorgt.<\/p>\n<p>    Ladenbesitzer: &#8222;Habe mit dem \u00f6ffentlichen Sturm nicht gerechnet&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Der Ladenbesitzer hatte sich nach der \u00f6ffentlichen Emp\u00f6rung ge\u00e4u\u00dfert, es habe sich bei dem Zettel um eine Privat\u00e4u\u00dferung gehandelt, ausgel\u00f6st durch seinen Frust \u00fcber die Vorg\u00e4nge im Gazastreifen. Auf Anweisung der Polizei habe er das Schild bereits gestern Abend wieder entfernt, so der Mann. Heute sagt er, er w\u00fcrde die Aktion in dieser Form nicht noch einmal wiederholen, allerdings lehne er den Antisemitismusvorwurf ab.<\/p>\n<p>    Dokumentationstelle Antisemitismus: &#8222;Israel-bezogener Hass wird sprechbarer&#8220;<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/antisemitismus-226.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/antisemitismus-226.webp\" alt=\"Ein Schaufenster mit Schmierereien am Fenster und einem Zettel mit der Aufschrift &quot;Kein Platz f\u00fcr Antisemitismus&quot;\" title=\"Vor Ort reagierten B\u00fcrger inzwischen mit Gegenbotschaften auf das antisemitische Plakat.&#13;&#10; | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Vor Ort reagierten B\u00fcrger inzwischen mit Gegenbotschaften auf das antisemitische Plakat.&#13;<\/p>\n<p class=\"\">Die Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus in Schleswig-Holstein (LIDA-SH) hat im vergangenen Jahr mit 588 Vorf\u00e4llen einen neuen H\u00f6chststand seit der Gr\u00fcndung festgestellt. 2023 waren es im Vergleich dazu noch 120 F\u00e4lle.\u00a0Besonders der Israel-bezogene Antisemitismus werde &#8222;sprechbarer&#8220;, so der Leiter der Dokumentationsstelle Joshua Vogel. F\u00fcr das Jahr 2025 liegen dazu noch keine Zahlen vor, aber: der Negativ-Trend &#8211; das sei bereits klar &#8211; setze sich in diesem Jahr fort. Das Plakat in Flensburg zeige einen &#8222;unverhohlenen Hass auf J\u00fcdinnen und Juden, der sich sehr stark an nationalsozialistische Praktiken anschlie\u00dfe&#8220;, so Vogel.<\/p>\n<p class=\"\">Der Pal\u00e4stinensische Verein Flensburg distanzierte sich in einer Stellungnahme auf Instagram von dem Plakat und betonte, dass Antisemitismus niemals zu rechtfertigen sei.<\/p>\n<p>    Beauftragter f\u00fcr J\u00fcdisches Leben: Antisemitische Hetze verletzt nicht nur die Betroffenen<\/p>\n<p class=\"\">Nach Angaben der Polizei gingen bereits am Mittwochabend (17.9.) mehrere Strafanzeigen ein. Auch der Landesbeauftragte f\u00fcr J\u00fcdisches Leben in Schleswig-Holstein, Gerhard Ulrich, hat Anzeige gegen den Ladenbesitzer erstattet. Das Schild erinnere an die Rhetorik des Nationalsozialismus. &#8222;Das ist f\u00fcr mich derma\u00dfen entsetzlich, was die Entwicklung in unserer Gesellschaft angeht&#8220;, so Ulrich. Hetze wie diese verletze nicht nur die Betroffenen, sondern sei ein Angriff auf unsere demokratische Grundordnung insgesamt.<\/p>\n<p>    Kulturministerin Stenke: &#8222;erschreckendes Signal&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Auch Kulturministerin Dorit Stenke bezeichnete das Plakat als Angriff auf die Menschenw\u00fcrde und ein &#8222;erschreckendes Signal&#8220;. Antisemitismus d\u00fcrfe in keiner Form toleriert werden, betonte sie in einer Pressemitteilung. An den Schulen setze man sich daher aktiv mit dem Thema auseinander. Zudem arbeite die Landesregierung an einem Aktionsplan gegen Antisemitismus, der 2026 in Kraft treten soll.<\/p>\n<p>    Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein<\/p>\n<p class=\"\">Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat am Donnerstagnachmittag (18.9.) ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung eingeleitet. Das Verfahren richtet sich gegen den Inhaber des Gesch\u00e4fts. Das Plakat wurde als Beweismittel sichergestellt, die Ermittlungen dauern an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.09.2025 17:30 Uhr &#8222;Juden haben hier Hausverbot!&#8220; &#8211; dieser Plakattext in einem Schaufenster verdeutlicht nach Aussage der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":432629,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[712,29,2650,2085,30,13,14,15,121,12,13502,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-432628","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-deutschland","10":"tag-diskriminierung","11":"tag-flensburg","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-polizei","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-strafanzeige","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115226154572370507","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=432628"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/432628\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/432629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=432628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=432628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=432628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}