{"id":43322,"date":"2025-04-19T03:09:08","date_gmt":"2025-04-19T03:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/43322\/"},"modified":"2025-04-19T03:09:08","modified_gmt":"2025-04-19T03:09:08","slug":"archaeologie-huenengrab-am-kuesterberg-rekonstruiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/43322\/","title":{"rendered":"Arch\u00e4ologie: H\u00fcnengrab am K\u00fcsterberg rekonstruiert"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Haldensleben<\/strong> &#8211; Das rund 5.500 Jahre alte H\u00fcnengrab am K\u00fcsterberg bei Haldensleben (Landkreis B\u00f6rde) ist rekonstruiert worden. Es wird am 27. April offiziell f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit freigegeben. \u201eWir hoffen auf viele Touristen\u201c, sagt der Tourismus-Verantwortliche der Stadt Haldensleben, Lutz Zimmermann. Das Grab liege g\u00fcnstig am Aller-Elbe Radweg und am thematischen Radweg \u201e4 Millionen Jahre Mensch\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Grab wurde jahrelang arch\u00e4ologisch untersucht<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">\u201eEin Teil der Wandsteine wurden rekonstruiert, und die Decksteine wurden wieder so aufgesetzt, wie sie vor Beginn der Ausgrabung angeordnet waren\u201c, erkl\u00e4rt die Arch\u00e4ologin beim Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie Sachsen-Anhalt (Halle), Barbara Fritsch.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Bereits 2010 bis 2013 wurde das Grab als Gemeinschaftsprojekt des Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie Sachsen-Anhalt (Halle), der Universit\u00e4t Kiel und der Stadt Haldensleben umfassend untersucht und dokumentiert. Die Erkenntnisse bilden die Basis der Rekonstruktion.<\/p>\n<p>Bereits in der Bronzezeit wurde das Grab gest\u00f6rt<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Nachgewiesen wurde eine massive St\u00f6rung aus der Bronzezeit. Vor etwa 3000 Jahren drangen Menschen gewaltsam in das Grab ein und haben dabei einen Teil zerst\u00f6rt. Damals lag das Grab noch unter einem H\u00fcgel. \u201eAn einer Stelle wurde der H\u00fcgel abgegraben und ein Wandstein entfernt. Auch in die Grabkammer wurde eingegriffen. Ob dies kultisch motiviert war, k\u00f6nnen wir nur vermuten\u201c, sagt die Arch\u00e4ologin. \u201eGefunden wurde ein fast vollst\u00e4ndiges Gef\u00e4\u00df aus der Bronzezeit in Form eines Vogels. Ansonsten wurde damals die Grabkammer bis auf einige Feuersteinartefakte vollst\u00e4ndig ausger\u00e4umt.\u201c<\/p>\n<p>Auch Grabeingang wurde rekonstruiert<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Im Zuge der Rekonstruktion wurde das Steinpflaster vor dem Grabeingang freigelegt. Standspuren zeigten, dass dort Menhire &#8211; l\u00e4ngliche, aufrecht stehende Steine &#8211; platziert waren. \u201eEs wurden vier Findlinge wieder aufgestellt, damit die Besucher einen Eindruck vom damaligen Eingang bekommen k\u00f6nnen\u201c, sagt Fritsch. \u201eDie Grabkammer wurde aus Sicherheitsgr\u00fcnden mit Sand verf\u00fcllt. Dadurch k\u00f6nnen die Steine auch nicht verrutschen.\u201c<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich hat das Grab am K\u00fcsterberg den Angaben zufolge vermutlich aus 18 bis 20 Wandsteinen und sieben Decksteinen bestanden. Es war 12 Meter lang und 1,5 Meter breit. Damit die Erde nicht weggesp\u00fclt wurde, gab es eine Steinumfassung.\u00a0<\/p>\n<p>Bestattungsplatz wurde \u00fcber einen langen Zeitraum genutzt<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">In der Steinzeit wurden \u00fcber einen langen Zeitraum immer wieder Verstorbene in der Kammer beigesetzt. \u201eAls rund 2000 Jahre sp\u00e4ter bronzezeitliche Menschen in das Grab eindrangen, muss es noch deutlich in der Landschaft sichtbar gewesen sein\u201c, sagt die Arch\u00e4ologin. \u201eDiese Menschen haben vielleicht im Inneren kultische Zeremonien veranstaltet, weil sie davon ausgingen, dass es ein Begr\u00e4bnisplatz der Ahnen war.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Haldensleben &#8211; Das rund 5.500 Jahre alte H\u00fcnengrab am K\u00fcsterberg bei Haldensleben (Landkreis B\u00f6rde) ist rekonstruiert worden. 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