{"id":433374,"date":"2025-09-18T22:55:14","date_gmt":"2025-09-18T22:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433374\/"},"modified":"2025-09-18T22:55:14","modified_gmt":"2025-09-18T22:55:14","slug":"kanzler-in-spanien-merz-betont-meinungsverschiedenheit-mit-sanchez-ueber-krieg-in-gaza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433374\/","title":{"rendered":"Kanzler in Spanien: Merz betont Meinungsverschiedenheit mit S\u00e1nchez \u00fcber Krieg in Gaza"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Antrittsbesuch beim spanischen Ministerpr\u00e4sidenten Pedro S\u00e1nchez Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Regierungen mit Blick auf den Gazakrieg einger\u00e4umt. Die beiden Regierungen seien in der Frage \u201eunterschiedlicher Auffassung\u201c und w\u00fcrden aus der Lage im Gazastreifen \u201everschiedene Schl\u00fcsse\u201c ziehen, sagte Merz am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz mit S\u00e1nchez im Regierungspalast Moncloa in Madrid.<\/p>\n<p>So lehnte es Merz &#8211; anders als S\u00e1nchez &#8211; ab, von einem \u201eV\u00f6lkermord\u201c im Gazastreifen zu sprechen. Er machte auch deutlich, dass Deutschland &#8211; anders als Spanien im vergangenen Jahr &#8211; vorerst keine Anerkennung eines eigenst\u00e4ndigen Pal\u00e4stinenserstaates plane. Dies stehe derzeit \u201enicht zur Debatte\u201c, sagte Merz.<\/p>\n<p>Spanien geh\u00f6rt in der EU zu den sch\u00e4rfsten Kritikern des israelischen Milit\u00e4reinsatzes im Gazastreifen. Der Sozialist S\u00e1nchez hat Israel wiederholt einen \u201eV\u00f6lkermord\u201c in dem Pal\u00e4stinensergebiet vorgeworfen. Vor wenigen Tagen forderte er, Israel von internationalen Sportwettbewerben auszuschlie\u00dfen, bis die \u201eBarbarei\u201c aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Er sprach zudem Pro-Pal\u00e4stina-Demonstranten seine \u201eBewunderung\u201c aus, die mit ihren Protesten am Sonntag einen Abbruch der Schlussetappe der Rennradtour La Vuelta erzwungen hatten. Bereits im vergangenen Jahr erkannte die spanische Linksregierung einen eigenst\u00e4ndigen Pal\u00e4stinenserstaat an.<\/p>\n<p>Merz legt sich bei Israel-Sanktionen nicht fest<\/p>\n<p>Die Bundesregierung wolle sich zudem bis zum EU-Gipfel Anfang Oktober zu dem Vorsto\u00df von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen f\u00fcr Sanktionen gegen Israel positionieren, sagte Merz. In der kommenden Woche werde sich das Kabinett damit befassen. \u201eIch gehe davon aus, dass wir dann eine Position im informellen Rat am 1. Oktober in Kopenhagen haben werden, die von der ganzen Bundesregierung auch getragen wird.\u201c<\/p>\n<p>Von der Leyen hatte am Mittwoch als Reaktion auf das von zahlreichen Staaten scharf kritisierte milit\u00e4rische Vorgehen Israels im Gazastreifen mehrere <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68cad98af10a2c069c8de52c\/israelpolitik-der-eu-kommission-schon-eigenartig-was-ursula-von-der-leyen-im-moment-fuer-eine-politik-macht.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68cad98af10a2c069c8de52c\/israelpolitik-der-eu-kommission-schon-eigenartig-was-ursula-von-der-leyen-im-moment-fuer-eine-politik-macht.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Strafma\u00dfnahmen vorgeschlagen,<\/a> um die Regierung von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu zu einem Kurswechsel zu bewegen. <\/p>\n<p>Merz sieht in S\u00e1nchez wichtigen Verb\u00fcndeten<\/p>\n<p>Abseits dessen suchte Merz die Allianz mit dem spanischen Regierungschef \u2013 er sieht in ihm einen wichtigen Verb\u00fcndeten bei der Durchsetzung von EU-Reformen, vor allem im Europ\u00e4ischen Parlament. Auch S\u00e1nchez betonte eine exzellente Zusammenarbeit beider L\u00e4nder. Das Handelsvolumen sei mit 86 Milliarden Euro gr\u00f6\u00dfer als die Wirtschaftsleistung von acht EU-Staaten.<\/p>\n<p>Merz und S\u00e1nchez wollen etwa m\u00f6glichst schnell das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen mit s\u00fcdamerikanischen Staaten durchbringen, dem das Parlament auch noch zustimmen muss. \u201eWir wollen auch auf unsere Partner in der Europ\u00e4ischen Union einwirken, die noch zweifeln\u201c, sagte Merz in Anspielung vor allem auf Frankreich.<\/p>\n<p>Merz und S\u00e1nchez bekannten sich zu einer vertieften Integration in Europa und forderten vor allem eine vertiefte Sicherheitszusammenarbeit. Der Kanzler lobte ausdr\u00fccklich, dass Spanien, dass auf dem Nato-Gipfel das neue F\u00fcnf-Prozent-Ziel f\u00fcr Verteidigungsausgaben ablehnte, in den vergangenen Jahren unter Sanchez seine R\u00fcstungsausgaben aber von einem sehr niedrigen Niveau stark angehoben habe. Im \u00dcbrigen habe man in der Nato nur ein Ziel von 3,5 Prozent an echten Milit\u00e4rausgaben vereinbar, sagte der Kanzler. Dazu kommen 1,5 Prozent f\u00fcr Infrastruktur, die auch vom Milit\u00e4r genutzt werden kann. <\/p>\n<p>Die Regierungschefs bekr\u00e4ftigten au\u00dferdem ihr Interesse am europ\u00e4ischen Kampfjet-Projekt FCAS. \u201eWir sind uns beide dar\u00fcber im Klaren, dass wir solche Projekte brauchen\u201c, sagte Merz. Man habe \u00fcber das gemeinsame milliardenschwere Projekt und dessen Problem gesprochen und sei \u00fcbereinstimmend unzufrieden mit der Situation. \u201eWir kommen mit diesem Projekt nicht voran\u201c, kritisierte Merz angesichts neuer franz\u00f6sischer Forderungen. \u201eEs kann nicht so weitergehen wie gegenw\u00e4rtig. Wir wollen versuchen, bis zum Ende des Jahres eine L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren, damit dieses Projekt dann auch wirklich realisiert werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Sanchez sagte: \u201eWenn wir von dem \u201aEuropa der Verteidigung\u2018 sprechen, dann haben wir hier ein typisches Beispiel dessen, was darunter zu verstehen ist. Hoffentlich gelingt es bald, dieses in Angriff zu nehmen.\u201c Spanien ist neben Frankreich der dritte Partner bei dem milliardenschweren Entwicklungsprojekt. Dieses steht auf der Kippe, weil der franz\u00f6sische R\u00fcstungskonzern Dassault Aviation einen Arbeitsanteil von 80 Prozent f\u00fcr sich fordert. Nach den bisherigen Vereinbarungen sollen Frankreich, Deutschland und Spanien aber zu je einem Drittel an der Entwicklung des Nachfolgers der deutschen Eurofighter und der franz\u00f6sischen Rafale sowie zugeh\u00f6riger Waffensysteme beteiligt werden, der 2040 auf den Markt kommen soll. In Frankreich ist Dassault Aviation federf\u00fchrend f\u00fcr das Projekt, in Deutschland Airbus und in Spanien Indra. <\/p>\n<p>Merz und S\u00e1nchez hatten sich bereits bei mehreren internationalen Gipfeln getroffen. Am Freitag soll Merz den Vorsitzenden der konservativen Oppositionspartei Partido Popular, Alberto N\u00fa\u00f1ez Feij\u00f3o, treffen, bevor er nach Berlin zur\u00fcckfliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Antrittsbesuch beim spanischen Ministerpr\u00e4sidenten Pedro S\u00e1nchez Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Regierungen mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":433375,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[926,183,13,411,4750,182,14,15,110,113087,44037,12,4026,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-433374","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-7-oktober-2023","9":"tag-friedrich-cdu","10":"tag-headlines","11":"tag-israel","12":"tag-israel-hamas-angriff-auf-israel","13":"tag-merz","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-newsteam","17":"tag-pedro","18":"tag-sanchez","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-spanien","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews","25":"tag-welt","26":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115227769582924435","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/433374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=433374"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/433374\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/433375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=433374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=433374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=433374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}