{"id":433530,"date":"2025-09-19T00:28:13","date_gmt":"2025-09-19T00:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433530\/"},"modified":"2025-09-19T00:28:13","modified_gmt":"2025-09-19T00:28:13","slug":"erstaunliche-parallelen-und-markante-unterschiede-so-war-die-wirtschaft-im-jahr-1975-gestrickt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433530\/","title":{"rendered":"Erstaunliche Parallelen und markante Unterschiede: So war die Wirtschaft im Jahr 1975 gestrickt"},"content":{"rendered":"<p>            <a href=\"https:\/\/lokalklick.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MG_PMWFMG-2025-09-16-Wirtschaftsstandort-1975.jpg\" data-caption=\"Hans Sch\u00fcrings (l.) und Karl Boland von der Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach im Gladbacher \u201eHaus der Erinnerung\u201c an der Hehner Stra\u00dfe\u00a0(Foto: Carlos Albuquerque f\u00fcr WFMG)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"401\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MG_PMWFMG-2025-09-16-Wirtschaftsstandort-1975-696x401.jpg\"   alt=\"\" title=\"MG_PMWFMG 2025-09-16 - Wirtschaftsstandort 1975\"\/><\/a>Hans Sch\u00fcrings (l.) und Karl Boland von der Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach im Gladbacher \u201eHaus der Erinnerung\u201c an der Hehner Stra\u00dfe\u00a0(Foto: Carlos Albuquerque f\u00fcr WFMG)<br \/>\n            Anzeigen<a href=\"https:\/\/www.mheg-containershop.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MH_Anzeige_Container_1456x180.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p>\n<a href=\"https:\/\/www.rugana.de\/de\/Mecklenburg-Vorpommern\/Insel.Ruegen\/D41\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/FeWo-Dranske-2-1456.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>M\u00f6nchengladbach.\u00a0<\/strong>Ein zu bew\u00e4ltigender wirtschaftlicher Strukturwandel als Mammutaufgabe vor der Brust, hohe Arbeitslosenzahlen, eine eingetr\u00fcbte st\u00e4dtische Haushaltslage und eine Wirtschaftspotenzialanalyse, die Aufschl\u00fcsse \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts geben sollte: Was wie eine Beschreibung des Ist-Zustands im Jahr 2025 klingt, stammt de facto aus dem Jahr 1975. Anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums \u201e50 Jahre miteinander eine Stadt\u201c und im Auftrag der WFMG \u2013 Wirtschaftsf\u00f6rderung M\u00f6nchengladbach GmbH hat die Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach eine Analyse der wirtschaftlichen Situation Mitte der 1970er Jahre erstellt. Mit einigen \u00fcberraschenden \u00c4hnlichkeiten zur Jetztzeit \u2013 und zugleich markanten Abweichungen. <\/p>\n<p>Im Jahr 1975 wurde aus drei Gebietsk\u00f6rperschaften M\u00f6nchengladbach, Rheydt und Wickrath die heutige Stadt M\u00f6nchengladbach. Wirtschaftspolitisch eine sehr bewegte Zeit: Die Wirtschaftswunderjahre waren gerade zu Ende gegangen, die \u00d6lkrise von 1973 hallte nach, die Verlagerung der Produktion aus westlichen Industriel\u00e4ndern nach Fernost setzte ein.\u00a0 Der Niederrhein und M\u00f6nchengladbach waren hiervon besonders betroffen, da die Textil- und Bekleidungsindustrie f\u00fcr rund 150 Jahre die Schl\u00fcsselindustrie bzw. Leitbranche gewesen war. Es galt kreative L\u00f6sungen zu finden, um den Strukturwandel zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Wie die Herausforderungen und vor allem aber auch die L\u00f6sungsans\u00e4tze seinerzeit aussahen, hat die WFMG anl\u00e4sslich des Stadtjubil\u00e4ums \u201e50 Jahre miteinander eine Stadt\u201c von der Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach herausarbeiten lassen. In ihrer Analyse \u201eDie M\u00f6nchengladbacher Wirtschaft um das Jahr 1975. Oder: Vom Ende des ,Rheinischen Manchesters\u2018\u201c leiten Hans Sch\u00fcrings und Karl Boland zun\u00e4chst her, dass noch zw\u00f6lf Jahre zuvor, 1963, niemand so recht an einen Niedergang der Textilindustrie hatte glauben wollen. Im Gegenteil, die Industrie- und Handelskammer (IHK) habe sich damals sogar noch \u201everhalten optimistisch\u201c gezeigt, was die Zukunft der dominierenden Branche am Niederrhein anging. Doch es kam anders: \u201eIm Jahr 1975 hatte die textilindustrielle Branche nach erfolgter St\u00e4dtefusion in der neuen Stadtkonstellation keine Leitfunktion mehr inne\u201c, schreiben Sch\u00fcrings und Boland.<\/p>\n<p>Die Zeiten hatten sich also rapide ge\u00e4ndert \u2013 mit den erwartbaren Begleiterscheinungen wie Massenentlassungen. Kluge Gegenma\u00dfnahmen waren gefragt.\u00a0\u00a0 So wurde etwa 1974 eine Studie (das sogenannte Prognos-Gutachten) in Auftrag gegeben, um Ans\u00e4tze einer zuk\u00fcnftigen wirtschaftlichen Entwicklung und einer professionellen kommunalen Wirtschaftsf\u00f6rderung f\u00fcr das neue politisch vereinte Wirtschaftsgebiet zu skizzieren. \u201eZiele sollten sein: die Verringerung der Arbeitslosigkeit, M\u00f6glichkeiten der lokalen Unternehmer zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit, neue und unkonventionelle Wege sowie eine vermehrte Risikobereitschaft seitens der Stadt bez\u00fcglich der eigenen Wirtschaftsf\u00f6rderung\u201c, so Sch\u00fcrings und Boland in ihrer Analyse.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck wurden Zielgruppe f\u00fcr Ansiedlungen neuer Unternehmen in der Reihenfolge des h\u00f6chsten zu erwartenden Arbeitskr\u00e4ftepotentials empfohlen: Luftfahrzeugbau, Kunststoffverarbeitung, Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik, Chemie, Druckerei und Vervielf\u00e4ltigung sowie Holzverarbeitung. Speziell japanische Unternehmen wurden vermehrt in den Fokus genommen und konnten zur Ansiedlung in M\u00f6nchengladbach bewegt werden.<\/p>\n<p>Heute steht M\u00f6nchengladbach einmal mehr vor \u00e4hnlichen Herausforderungen. Das Aus des Braunkohle-Tagebaus f\u00fchrt zum n\u00e4chsten Strukturwandel, die Arbeitslosenquote ist (wieder) anhaltend hoch, der terti\u00e4re Sektor ist weiterhin unter Druck. Erneut sind kluge Gegenma\u00dfnahmen gefragt, L\u00f6sungen aber ebenfalls bereits in Erarbeitung oder Umsetzung. So wurden beispielsweise unl\u00e4ngst \u00fcber eine Wirtschaftspotenzialanalyse erfolgsversprechende Zukunftsfelder definiert, ist der Umbau zur Wissenswirtschaft am Standort im Gange und soll \u00fcber Projekte wie die Textilfabrik 7.0 versucht werden, Produktion zur\u00fcck nach Europa zu holen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.wfmg.de\/so-war-die-wirtschaft-im-jahr-1975-gestrickt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">vollst\u00e4ndige Analyse von Hans Sch\u00fcrings und Karl Boland ist auf der WFMG-Website<\/a> hinterlegt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach ist ein Zusammenschluss von ehrenamtlich t\u00e4tigen Personen, die sich seit \u00fcber 30 Jahren mit der Lokalgeschichte M\u00f6nchengladbachs besch\u00e4ftigen. Die Erinnerungsarbeit des Arbeitskreises kann durch Spenden unterst\u00fctzt werden:<\/p>\n<p>Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach<br \/>\u2013 Arbeitskreis im Verein f\u00fcr die F\u00f6rderung von Kunst und Kultur M\u00f6nchengladbach (KUKU) e.V.<\/p>\n<p>c\/o Hans Sch\u00fcrings<br \/>Schlossstra\u00dfe 70<br \/>41238 M\u00f6nchengladbach<\/p>\n<p>Kontoverbindung:<br \/>Stadtsparkasse M\u00f6nchengladbach<br \/>IBAN: DE87 3105 0000 0000 2359 03<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hans Sch\u00fcrings (l.) und Karl Boland von der Geschichtswerkstatt M\u00f6nchengladbach im Gladbacher \u201eHaus der Erinnerung\u201c an der Hehner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":433531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1849],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,4455,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-433530","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-moenchengladbach","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-moenchengladbach","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115228135187049660","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/433530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=433530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/433530\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/433531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=433530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=433530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=433530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}