{"id":433565,"date":"2025-09-19T00:46:15","date_gmt":"2025-09-19T00:46:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433565\/"},"modified":"2025-09-19T00:46:15","modified_gmt":"2025-09-19T00:46:15","slug":"briten-bieten-us-praesident-trump-pompoesen-empfang-dw-18-09-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433565\/","title":{"rendered":"Briten bieten US-Pr\u00e4sident Trump pomp\u00f6sen Empfang \u2013 DW \u2013 18.09.2025"},"content":{"rendered":"<p>Der britische K\u00f6nig Charles III. hat US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> auf Schloss Windsor zu einem Staatsbankett empfangen. In seiner Rede sagte der Monarch, beide L\u00e4nder h\u00e4tten in zwei Weltkriegen Seite an Seite gegen die &#8222;Kr\u00e4fte der Tyrannei&#8220; gestanden. Dann f\u00fcgte er hinzu: &#8222;Heute, da die Tyrannei Europa erneut bedroht, sind wir und unsere Verb\u00fcndeten vereint in der Unterst\u00fctzung der Ukraine, um Aggression abzuwehren und Frieden zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>Trump nickte ob dieser Worte. Der Republikaner hatte zuletzt Fragen aufkommen lassen, wie unverbr\u00fcchlich seine Unterst\u00fctzung der Ukraine wirklich sei; zugleich zeigte er wiederholt offene Sympathie f\u00fcr den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin, dem er <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-und-wladimir-putin-freundlich-aber-unbestimmt-alaska-anchorage-russland-usa-ukraine-v2\/a-73664374\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bei einem bilateralen Gipfel in Alaska vor einigen Wochen buchst\u00e4blich den roten Teppich ausgerollt<\/a> hat.<\/p>\n<p>&#8222;Zwei Noten in einem Akkord&#8220;<\/p>\n<p>Beobachter werteten die Worte des K\u00f6nigs, der sich gem\u00e4\u00df ungeschriebenen Gesetzen nicht in die Tagespolitik einmischt, daher als charmant bem\u00e4ntelte Mahnung an den Gast. <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/k\u00f6nig-charles-iii\/t-19392938\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Charles III.<\/a> beschrieb die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinigte-staaten-von-amerika-usa\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> und Gro\u00dfbritannien als &#8222;zwei Noten in einem Akkord&#8220; und f\u00fcgte auch diesem Bild einen Unterton hinzu &#8211; &#8222;jede f\u00fcr sich sch\u00f6n, aber eigentlich dazu ersehen, gemeinsam gespielt zu werden&#8220;.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74040273\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74040273_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Windsor 2025 | Banketttisch in der St. George's Hall vor dem Staatsbankett\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Opulenz und Tradition: Festlich gedeckte Tafel auf Schloss WindsorBild: Aaron Chown\/REUTERS<\/p>\n<p>Vor rund 100 geladenen G\u00e4sten setzte der K\u00f6nig schlie\u00dflich zu einem Lob an, dem &#8211; bei einigem Bedenken &#8211; ebenfalls eine Spitze innewohnte: &#8222;Nicht zuletzt&#8220; sei es Trumps &#8222;pers\u00f6nliches Engagement, L\u00f6sungen f\u00fcr einige der unl\u00f6sbarsten Konflikte der Welt zu finden, um den Frieden zu sichern&#8220;. Der Pr\u00e4sident hatte erst vor zwei Wochen verf\u00fcgt, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/news-kompakt-pentagon-soll-kriegsministerium-hei\u00dfen\/a-73887614\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das US-Verteidigungsministerium wieder in &#8222;Kriegsministerium&#8220; umzubenennen<\/a>.<\/p>\n<p>Nicht eingel\u00f6ste Versprechen<\/p>\n<p>Sein Wahlversprechen, er werde Russlands Krieg gegen die Ukraine in k\u00fcrzester Zeit beenden, konnte Trump ungeachtet aller diplomatischen Offensiven nicht einl\u00f6sen. Und etliche der Konflikte, die laut einer Stellungnahme des Wei\u00dfen Hauses durch das Zutun des Pr\u00e4sidenten einer L\u00f6sung zugef\u00fchrt wurden, sind bei genauerem Hinsehen nur oberfl\u00e4chlich befriedet: sei es zwischen der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/dr-kongo-m23-rebellen-unterzeichnen-erkl\u00e4rung-zum-frieden\/a-73334894\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Demokratischen Republik Kongo und Ruanda<\/a>, zwischen Kambodscha und Thailand oder gar zwischen Israel und dem Iran.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74040188\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74040188_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Windsor 2025 | Tim Cook und Tiffany Trump auf dem Weg zum Staatsbankett\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Auf der Einladungsliste: Apple-Chef Tim Cook, der sich mit Erfolg um ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Trump bem\u00fcht hatBild: Kevin Lamarque\/REUTERS<\/p>\n<p>Charles III., der seit Jahrzehnten Naturschutzprojekte unterst\u00fctzt, redete Trump, dessen Beziehung zur Umwelt vor allem monet\u00e4r gepr\u00e4gt ist, mit Noblesse ins Gewissen: &#8222;Unser Verm\u00e4chtnis f\u00fcr die n\u00e4chsten 250 Jahre und dar\u00fcber hinaus ist es, zu gew\u00e4hleisten, dass unsere Kinder, Enkelkinder und die Generationen nach ihnen die Ehrfurcht und Pracht der Natursch\u00e4tze erleben k\u00f6nnen, die sich auf dem Land, an den K\u00fcsten, in den Meeren und in den Nationalparks befinden, die von Ihren und meinen Vorg\u00e4ngern eingerichtet wurden.&#8220;<\/p>\n<p>Der Gast, der im <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-pr\u00e4sidentschaftswahl-2020\/t-54528663\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wahlkampf<\/a> etwa hinsichtlich der \u00d6lf\u00f6rderung mit Aussagen wie &#8222;Drill, Baby, drill!&#8220; (&#8222;Bohren, was das Zeug h\u00e4lt&#8220;) nicht durch besondere R\u00fccksicht auf \u00f6kologische Belange aufgefallen war, nickte auch bei diesen Passagen der Rede, die inmitten k\u00f6niglicher Prachtentfaltung an einer opulent gedeckten und geschm\u00fcckten Tafel gehalten wurde.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74040217\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74040217_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien Windsor 2025 | Dudelsackspieler proben vor dem Staatsbankett f\u00fcr Donald Trump\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Durchlauf ohne G\u00e4ste: Dudelsackspieler hatten vor dem Staatsbankett ihren Auftritt geprobtBild: Aaron Chown\/REUTERS<\/p>\n<p>Trump ist erkl\u00e4rterma\u00dfen ein Fan der britischen Monarchie. 2019 war er bei seinem ersten Staatsbesuch von <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/queen-elizabeth-ii\/t-18519673\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Queen Elizabeth II.<\/a> empfangen worden. Nun wurde ihm als erstem US-Pr\u00e4sidenten die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/trump-und-die-royals-protokoll-und-drohende-fettn\u00e4pfchen\/a-74001609\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ehre eines zweiten Staatsbesuchs<\/a> zuteil, der allerdings weitgehend abgeschieden von der \u00d6ffentlichkeit stattfand, sofern man von medialen \u00dcbertragungen absieht.<\/p>\n<p>&#8222;Nein zu Rassismus &#8211; nein zu Trump&#8220;<\/p>\n<p>Der Grund: In <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/london\/t-18879435\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">London<\/a> demonstrierten wie erwartet Tausende Menschen gegen den Gast aus Washington. Organisiert von der selbsternannten Stop Trump Coalition versammelten sich die Teilnehmer am Portland Place, um gemeinsam Richtung Parlament zu ziehen. Viele von ihnen hielten Schilder mit der Aufschrift &#8222;Nein zu Rassismus &#8211; nein zu Trump&#8220; in der Hand, auch Anti-Trump-Gesichtsmasken waren zu sehen.<\/p>\n<p>Sogar das Stadtoberhaupt, B\u00fcrgermeister Sadiq Khan, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/trump-windsor-k\u00f6nig-charles-jeffrey-epstein-proteste\/a-74029789\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wandte sich gegen den Besucher<\/a> und schrieb in einem Gastbeitrag f\u00fcr die Zeitung &#8222;Guardian&#8220;, Trump und dessen Zirkel h\u00e4tten in den vergangenen Jahren vielleicht am meisten dazu beigetragen, &#8222;die Flammen spaltender, rechtsextremer Politik auf der ganzen Welt anzufachen&#8220;.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74031087\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74031087_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien London 2025 | Ein Demonstrationszug zieht durch eine Stra\u00dfe in London, etliche Demonstranten halten Schilder mit der Aufschrift &quot;Stop Trump&quot; in die H\u00f6he\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Protest im toten Winkel: Das Protokoll sorgte daf\u00fcr, dass der Staatsgast seine Gegner in London nicht zu Gesicht bekamBild: James Manning\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter traf sich Trump unter anderem noch mit Premierminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/keir-starmer\/t-69583993\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Keir Starmer<\/a>. \u00a0Beide unterzeichneten ein milliardenschweres Abkommen, das die Zusammenarbeit in den Bereichen K\u00fcnstliche Intelligenz, Quantencomputing und Atomenergie st\u00e4rken soll. &#8222;Es ist das gr\u00f6\u00dfte Investitionspaket dieser Art in der britischen Geschichte&#8220;, sagte Starmer nach den Gespr\u00e4chen auf seinem Landsitz Chequers. US-Technologieriesen und Finanzkonzerne hatten zuvor Investitionen in einer Gesamth\u00f6he von 150 Milliarden Pfund (knapp 104 Milliarden Euro) in Gro\u00dfbritannien \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Jahren zugesagt.\u00a0<\/p>\n<p>Im Mai hatten beide L\u00e4nder einen Deal verk\u00fcndet, der dem <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gro\u00dfbritannien\/t-17786217\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten K\u00f6nigreich<\/a> erheblich niedrigere <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/zollstreit\/t-73206904\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Z\u00f6lle f\u00fcr Exporte in die USA<\/a> in Aussicht stellte als anderen westlichen Partnern. Ob allerdings der erhoffte Wegfall von US-Z\u00f6llen auf britische Ausfuhren von Stahl und Aluminium noch kommen wird, ist nach j\u00fcngsten Medienberichten h\u00f6chst fraglich.<\/p>\n<p>jj\/pgr (dpa, afp, rtr)<\/p>\n<p>Redaktionsschluss: 16.30 Uhr (MESZ) &#8211; dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der britische K\u00f6nig Charles III. hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf Schloss Windsor zu einem Staatsbankett empfangen. 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