{"id":433707,"date":"2025-09-19T02:12:12","date_gmt":"2025-09-19T02:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433707\/"},"modified":"2025-09-19T02:12:12","modified_gmt":"2025-09-19T02:12:12","slug":"was-bleibt-von-trumps-besuch-in-grossbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/433707\/","title":{"rendered":"Was bleibt von Trumps Besuch in Gro\u00dfbritannien?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.09.2025 21:47 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Trump bei Laune halten &#8211; koste es, was es wolle. Das war offenbar der Plan der britischen Regierung f\u00fcr den Staatsbesuch des US-Pr\u00e4sidenten. Das Vorhaben scheint gegl\u00fcckt zu sein. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/franziska-hoppen-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Franziska Hoppen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/franziska-hoppen-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Pr\u00e4sident ist wieder in der Luft. Es ist geschafft. Jetzt w\u00e4re vielleicht der richtige Moment f\u00fcr einen Scotch, oder besser: einen &#8222;transatlantischen Whiskey Sour&#8220;. Den hat beim Staatsbankett gestern Abend K\u00f6nig Charles III. servieren lassen. Im Zeichen britisch-amerikanischer Freundschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwei Tage lang haben sich Labour-Kabinett und Royals \u00fcberschlagen, um dem US-Pr\u00e4sidenten einen historischen zweiten Staatsbesuch zu bescheren. Von Salutsch\u00fcssen und goldenen Kutschen, die von Schimmeln gezogen wurden, \u00fcber Flugschau bis zur besonders gro\u00dfen Milit\u00e4rzeremonie. &#8222;Alles wurde getan, um sicherzustellen, dass Pr\u00e4sident Trump wirklich das Gef\u00fchl hatte, dies sei ein besonderer Moment f\u00fcr ihn&#8220;, sagt K\u00f6nigshausexpertin Emily Nash.<\/p>\n<p>    &#8222;Truman-Show&#8220; f\u00fcr Donald Trump?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit der &#8222;Truman-Show&#8220; verglichen britische Journalisten das Unterfangen &#8211; weil Hunderte Menschen enorme Anstrengungen unternahmen, um Trump das Gef\u00fchl zu geben, die Welt drehe sich um ihn. Wie Truman sollte auch Trump nicht mit der Realit\u00e4t des Lebens au\u00dferhalb der Burgmauern und Stahlz\u00e4une von Windsor konfrontiert werden. Protestiert wurde weit weg in London.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und sogar K\u00f6nig Charles biss sich bei beim Staatsbankett auf die Zunge und sprach in seiner Rede nicht, wie sonst \u00fcblich, \u00fcber den Klimawandel, sondern stattdessen \u00fcber &#8222;die Sch\u00f6nheit der Natur&#8220;. Mit Erfolg: Trump wirkte selig, die First Lady interessiert. Dies sei eine der gr\u00f6\u00dften Ehren seines Lebens, so Trump.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir werden f\u00fcr immer Freunde sein&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Ziel, den US-Pr\u00e4sidenten mit m\u00f6glichst guter Laune in den politischen Teil des Staatsbesuchs am Donnerstag zu schicken, schien also aufgegangen zu sein. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premier Keir Starmer am Nachmittag: keine Seitenhiebe, keine Belehrungen, kein Fauxpas. Stattdessen betonte Trump: &#8222;Die Verbindung zwischen unseren beiden L\u00e4ndern ist wie keine andere&#8220;, sie sei unzerbrechlich. &#8222;Wir werden f\u00fcr immer Freunde sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei ihren politischen \u00dcberzeugungen m\u00f6gen die beiden Regierungschefs sonst weit auseinanderliegen, doch am Donnerstag wirkte die Stimmung regelrecht freundschaftlich, der sonst so unvorhersehbare US-Pr\u00e4sident gez\u00e4hmt.<\/p>\n<p>    Investitionsabkommen geschlossen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Erfolg, der sich in Zahlen \u00fcbersetzen l\u00e4sst: 250 Milliarden Pfund an Investitionen werden demn\u00e4chst \u00fcber den Atlantik flie\u00dfen, verk\u00fcndeten Trump und Starmer bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz &#8211; davon umgerechnet etwa 170 Milliarden Euro von Unternehmen wie Google, Microsoft, Nvidia, Palantir und Boeing nach Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Starmer nannte es &#8222;die gr\u00f6\u00dften Investitionen dieser Art in der Geschichte des Landes&#8220;.\u00a0Vor allem im Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz, Quantencomputing und Atomenergie wollen die beiden L\u00e4nder nun enger zusammenarbeiten. Das besiegelt eine frisch unterzeichnete Technologie-Partnerschaft.\u00a0<\/p>\n<p>    &#8222;Wir sind eine Art Vasallenstaat&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kritiker, wie etwa Nick Clegg, ehemaliger Politiker und Ex-Kommunikationschef von Meta, warnen, dass Gro\u00dfbritannien zu abh\u00e4ngig von den USA w\u00fcrde und besser seine eigene Tech-Infrastruktur ausbauen sollte: &#8222;Wir sind technologisch gesehen eine Art Vasallenstaat&#8220;, erkl\u00e4rte Clegg. &#8222;Sobald unsere Technologieunternehmen beginnen, eine gewisse Gr\u00f6\u00dfe oder Ambitionen zu entwickeln, m\u00fcssen sie nach Kalifornien gehen, weil wir hier kein Wachstumskapital haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch f\u00fcr Starmer z\u00e4hlte am Donnerstag vor allem, dass die Partnerschaft nach seinen Angaben 7.600 neue Jobs schaffen und f\u00fcr Wirtschaftswachstum sorgen wird.<\/p>\n<p>    Politische Differenzen spielten Nebenrolle<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Selbst bei den Themen mit mehr Z\u00fcndstoff schienen die Staatschefs sich schlicht geeinigt zu haben, unterschiedlicher Meinung zu sein. Was der US-Pr\u00e4sident davon halte, dass Gro\u00dfbritannien demn\u00e4chst einen pal\u00e4stinensischen Staat anerkennen wolle, wollte etwa ein Journalist wissen. &#8222;In diesem Punkt bin ich mit dem Premierminister nicht einer Meinung. Das ist tats\u00e4chlich einer der wenigen Punkte, in denen wir unterschiedlicher Meinung sind&#8220;, sagt Trump ruhig &#8211; und beide nickten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ungewohnt klare Worte folgten vom US-Pr\u00e4sidenten auf die Frage eines Journalisten zum russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin: &#8222;Ja, er hat mich im Stich gelassen&#8220;. Dass Trump an dieser Stelle von Putin abzur\u00fccken scheint, k\u00f6nnte Starmer als kleinen Erfolg verbuchen. Doch welche konkrete Verantwortung f\u00fcr die USA daraus folgt, ob diese Aussage mehr als eine Momentaufnahme ist, das wollte Trump gleichzeitig nicht sagen.\u00a0<\/p>\n<p>    Keine Einmischung in Innenpolitik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die bef\u00fcrchtete Einmischung in britische Innenpolitik durch Trump blieb in den zwei Tagen Staatsbesuch aus. Seinen Vize JD Vance hatten die Briten noch zu deutlich in den Ohren, der sich bei seinem letzten Gro\u00dfbritannien-Besuch um die Meinungsfreiheit im Land sorgte &#8211; eine beliebte Kulturkampf-Keule auch der rechtspopulistischen Partei Reform UK und ihres Chefs Nigel Farage, die seit Monaten in den Umfragen vorn liegen und die Regierungspartei Labour in die Mangel nehmen. Doch selbst auf Steilvorlagen durch Fragen von Journalisten ging der US-Pr\u00e4sident nicht ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Entt\u00e4uscht d\u00fcrfte die Stahlindustrie sein. Die Pl\u00e4ne zur Abschaffung der US-Z\u00f6lle auf Stahlimporte sind vorerst auf Eis gelegt worden &#8211; dabei k\u00e4mpft die Branche schon seit einigen Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was die Briten schlussendlich von dem zweit\u00e4gigen Spektakel halten, wird sich vielleicht nach dem kollektiven Durchatmen zeigen. Dass der mehrheitlich unbeliebte US-Pr\u00e4sident nichtsdestotrotz geopolitisch f\u00fcr Gro\u00dfbritannien wichtig und der Staatsbesuch deshalb ein St\u00fcck weit notwendig ist, erkannten einige in den Umfragen an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.09.2025 21:47 Uhr Trump bei Laune halten &#8211; koste es, was es wolle. 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