{"id":434570,"date":"2025-09-19T10:29:10","date_gmt":"2025-09-19T10:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/434570\/"},"modified":"2025-09-19T10:29:10","modified_gmt":"2025-09-19T10:29:10","slug":"trump-zoelle-druecken-deutschen-exportueberschuss-auf-tiefstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/434570\/","title":{"rendered":"Trump-Z\u00f6lle dr\u00fccken deutschen Export\u00fcberschuss auf Tiefstand"},"content":{"rendered":"<p>\n    WIESBADEN (dpa-AFX) &#8211; Weiterer Zoll-D\u00e4mpfer f\u00fcr die Exportnation Deutschland im Gesch\u00e4ft mit dem wichtigsten Handelspartner USA: Der Export\u00fcberschuss im Au\u00dfenhandel mit den Vereinigten Staaten sank von Januar bis einschlie\u00dflich Juli auf den niedrigsten Stand f\u00fcr die ersten sieben Monate eines Jahres seit 2021.<\/p>\n<p>    Mit 34,6 Milliarden Euro war der \u00dcberschuss f\u00fcr &#8222;Made in Germany&#8220; im Handel mit den Vereinigten Staaten um gut 15 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.<\/p>\n<p>    Im weltweiten Warenverkehr nahm der Export\u00fcberschuss Deutschlands um 32,7 Milliarden Euro oder 21,2 Prozent auf 121,3 Milliarden Euro ab, unter anderem weil Europas gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft deutlich mehr Waren aus China importierte als es in das Land exportierte. Niedriger war der deutsche Export\u00fcberschuss in den ersten sieben Monaten zuletzt 2023 (120,1 Mrd Euro).<\/p>\n<p>Geht Trumps Strategie auf?<\/p>\n<p>    Seit dem 7. August gelten f\u00fcr die meisten Importe aus der Europ\u00e4ischen Union in die USA Z\u00f6lle von 15 Prozent. Die Z\u00f6lle f\u00fcr Stahl und Aluminium hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt. Trump wirft den Europ\u00e4ern vor, die USA &#8222;abzuzocken&#8220; und will mit h\u00f6heren Z\u00f6llen auf Einfuhren in die Vereinigten Staaten mehr Gleichgewicht im Welthandel erzwingen. Ob diese Strategie dauerhaft aufgeht, ist offen.<\/p>\n<p>US-Verbraucher und ausl\u00e4ndische Exporteure zahlen die Zoll-Zeche<\/p>\n<p>    &#8222;Die eindeutigen Verlierer im Handelskrieg sind US-Verbraucher und ausl\u00e4ndische Exporteure&#8220;, sagt der Leiter der Unternehmensforschung des Kreditversicherers Allianz Trade, Ano Kuhanathan. &#8222;Sie zahlen in den meisten F\u00e4llen am Ende die Zeche.&#8220; Dies betreffe 77 Prozent der F\u00e4lle.<\/p>\n<p>    Ausl\u00e4ndische Exporteure haben der Allianz-Trade-Analyse zufolge vor allem bei Tierfutter, Zucker, Papier, Snacks, Tiefk\u00fchlkost und Nudeln ihre Verkaufspreise gesenkt, um die Zoll-Mehrkosten aufzufangen.<\/p>\n<p>Etliche Produkte verteuern sich st\u00e4rker als die Importkosten<\/p>\n<p>    Zugleich nutzen etliche US-Unternehmen die h\u00f6heren Importz\u00f6lle, um ihre eigenen Gewinne zu steigern. &#8222;Insbesondere bei Kaffee, Getr\u00e4nken, Unterhaltungselektronik, Bekleidung, Sportartikeln, Spielzeug und Schmuck sind die Endverbraucherpreise in den USA st\u00e4rker gestiegen als die Importkosten&#8220;, erl\u00e4utert Allianz Trade-Experte Kuhanathan.<\/p>\n<p>    Nach Sch\u00e4tzungen des Kreditversicherers d\u00fcrften Verbraucher in den USA f\u00fcr M\u00f6bel 3,6 Prozent sowie f\u00fcr Autos, Bekleidung, Schmuck und Schuhe bis zu 2,3 Prozent mehr zahlen als aufgrund der Importkosten zu erwarten gewesen sei.<\/p>\n<p>USA wichtigster Handelspartner f\u00fcr Deutschland<\/p>\n<p>    Trotz des R\u00fcckgangs der Ausfuhren sind die USA immer noch der Handelspartner, mit dem Deutschland den h\u00f6chsten Export\u00fcberschuss aufweist. Doch das Gesch\u00e4ft mit dem wichtigen US-Markt wird wegen der h\u00f6heren Zollh\u00fcrden schwieriger.<\/p>\n<p>    Zwar gingen auch im Juli die meisten deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten. Allerdings gab es den vierten monatlichen R\u00fcckgang in Folge und den tiefsten Stand seit Dezember 2021.<\/p>\n<p>Letztes Handelsdefizit mit den Vereinigten Staaten gab es 1991<\/p>\n<p>    In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres sanken die deutschen Exporte in die USA verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 89,9 Milliarden Euro. Zugleich stiegen die Importe aus den USA um 2,2 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>    Europas gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft Deutschland erzielt seit mehr als drei Jahrzehnten Jahr f\u00fcr Jahr Export\u00fcbersch\u00fcsse im Au\u00dfenhandel mit den USA. Das letzte Handelsdefizit mit den Vereinigten Staaten gab es im Jahr 1991.<\/p>\n<p>Schwierige Zeiten auch im Handel mit China<\/p>\n<p>    &#8222;Die heute ver\u00f6ffentlichten Zahlen zum Au\u00dfenhandel unterstreichen, wie stark die deutsche Wirtschaft von den aktuellen geo\u00f6konomischen Verschiebungen getroffen ist&#8220;, ordnet Sebastian Dullien ein, der wissenschaftliche Direktor des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung.<\/p>\n<p>    Auch die Ausfuhren nach China gingen zuletzt deutlich zur\u00fcck. Unter dem Strich stand nach sieben Monaten aus deutscher Sicht im Gesch\u00e4ft mit China der h\u00f6chste Import\u00fcberschuss seit 2022: 47,7 Milliarden Euro. Dullien prognostiziert: &#8222;F\u00fcr die kommenden Monate ist bestenfalls mit einer leichten Erholung der deutschen Exportt\u00e4tigkeit zu rechnen.&#8220;\/ben\/klm\/DP\/men<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WIESBADEN (dpa-AFX) &#8211; Weiterer Zoll-D\u00e4mpfer f\u00fcr die Exportnation Deutschland im Gesch\u00e4ft mit dem wichtigsten Handelspartner USA: Der Export\u00fcberschuss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-434570","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115230498102132986","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=434570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/434570\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=434570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=434570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=434570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}