{"id":434684,"date":"2025-09-19T11:34:23","date_gmt":"2025-09-19T11:34:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/434684\/"},"modified":"2025-09-19T11:34:23","modified_gmt":"2025-09-19T11:34:23","slug":"wie-es-zum-wahlerfolg-der-afd-in-gelsenkirchen-kommen-konnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/434684\/","title":{"rendered":"Wie es zum Wahlerfolg der AfD in Gelsenkirchen kommen konnte"},"content":{"rendered":"<p>Der Saal erhebt sich, Applaus schallt durch das Atrium des Gelsenkirchener Rathauses. Es ist eine Mischung aus Respekt, Zweckoptimismus und Erleichterung, die der Gelsenkirchener Oberb\u00fcrgermeisterkandidatin Andrea Henze (SPD) entgegenschl\u00e4gt, als sie zwei Stunden nach der ersten Prognose f\u00fcr die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen im Ratssaal auftaucht. Sie kommt, als der Abstand zum Kandidaten der AfD, dem 72-J\u00e4hrigen Norbert Emmerich, deutlich genug ist.<\/p>\n<p>Sie wird ihn schlagen. Gut 37 Prozent zu knapp 30 Prozent. Henze blickt nach vorn in die Augen ihrer Genossinnen und Genossen. An dem Rednerpult, an dem sonst die Oberb\u00fcrgermeisterin die Ratssitzungen er\u00f6ffnet, sagt sie: \u201eGelsenkirchen hat mit deutlicher Mehrheit demokratische Kr\u00e4fte gew\u00e4hlt.\u201c In die Stichwahl muss die 49-J\u00e4hrige derzeitige Sozialdezernentin trotzdem.<\/p>\n<p>Zwei Stockwerke dar\u00fcber, in der vierten Etage, ist deutlich weniger los. Hier oben gibt es zwar nicht wie unten ausreichend Currywurst und vegetarische Bolognese, daf\u00fcr aber Sekt. Die Mitglieder der AfD kann man an zwei H\u00e4nden abz\u00e4hlen, die Medienvertreter nicht.<\/p>\n<p>Ganz Deutschland schaut an diesem Abend nach Gelsenkirchen. Wenn das in\u00a0 der Vergangenheit der Fall war, war vorher nur selten etwas Gutes passiert.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-231674\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250519_gelsenkirchen-7682-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\"  \/>Das Gelsenkirchener Rathaus, in dem am vergangen Sonntag die Wahlpartys stattfanden. (Foto: Ivo Mayr\/Correctiv)<\/p>\n<p>Im Rat der Stadt hat die AfD-Fraktion k\u00fcnftig genauso viele Sitze wie die Sozialdemokraten, n\u00e4mlich 20. Nur rund 400 Menschen mehr machten verglichen mit der AfD ihr Kreuz bei der SPD. Im neuen Rat wird neben Emmerich, dem Bankkaufmann mit gut gestutztem wei\u00dfen Schnauzbart, auch die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias einen Platz haben, die mit ihm ihr Glas erhebt und die vielen Direktmandate in den Wahlbezirken begie\u00dft, die die AfD erstmals zu Holen imstande war. Die SPD st\u00fcrzte ab und mit ihr CDU, Gr\u00fcne und FDP. Eine Stichwahl um den Oberb\u00fcrgermeister mit der AfD gibt es neben Gelsenkirchen sonst nur in Duisburg und Hagen.<\/p>\n<p>Verglichen mit der Kommunalwahl 2020 hat die AfD im Schnitt Nordrhein-Westfalens zwar deutlich zugelegt, gegen\u00fcber der Bundestagswahl Anfang des Jahres aber b\u00fc\u00dfte sie insgesamt ein. Nicht aber in Gelsenkirchen: Hier packte die AfD nochmal rund f\u00fcnf Prozentpunkte drauf.<\/p>\n<p><b>Gelsenkirchen, die ehemalige SPD-Hochburg<\/b><\/p>\n<p>Die Analyse des Wahlergebnisses kann in Gelsenkirchen nur bei der SPD beginnen. Die Sozialdemokraten regieren Gelsenkirchen seit 1946 fast ununterbrochen, insgesamt 50 Jahre davon alleine, also mit absoluter Mehrheit im Stadtrat. Nur einmal erlaubten sich die Gelsenkirchener einen Ausrutscher und w\u00e4hlten 1999 mit Oliver Wittke einen CDU-Mann zum Oberb\u00fcrgermeister. Das Ruhrgebiet galt viele Jahrzehnte als die Herzkammer der Sozialdemokratie. Noch 2014 holte Frank Baranowski f\u00fcr die Sozialdemokraten 67,4 Prozent.<\/p>\n<p>Wer den Wahlerfolg der AfD und die Schw\u00e4che der SPD in Gelsenkirchen erkl\u00e4ren will, blickt auf viele lose Enden, die, wenn man sie zur\u00fcckverfolgt, aber alle einen gemeinsamen Ursprung haben: Menschen in Gelsenkirchen sind die gro\u00dfen Verlierer, wenn es darum geht, am allgemeinen Fortschritt teilzuhaben. Oder sie empfinden es zumindest so.<\/p>\n<p>Die eigene Geschichte von Aufschwung und Niedergang geh\u00f6rt inzwischen zur lokalen Folklore. Kaum ein offizieller Anlass, bei dem sie nicht erz\u00e4hlt wird: Gelsenkirchen, die Stadt der Malocher, in der nach dem Krieg der Wohlstand der neuen Bundesrepublik erarbeitet wurde. Gelsenkirchen, die Stadt, die dadurch selbst reich wurde und auf fast 400.000 Einwohner anwuchs. Die Gelsenkirchener Bahnhofstra\u00dfe, die Haupteinkaufsstra\u00dfe, die in dieser Zeit zu den umsatzst\u00e4rksten Einkaufsmeilen Deutschlands geh\u00f6rte. Bis mit dem Strukturwandel der Niedergang kam.<\/p>\n<p>Der bis heute anh\u00e4lt.<\/p>\n<p><b>Die Verlierer aus Gelsenkirchen<\/b><\/p>\n<p>Viele Gelsenkirchener sehen sich als Verlierer einer globalisierten Welt. Sie sehen die leerstehenden Kaufh\u00e4user von Kaufhof, Primark und Sinn. Sie sehen, dass sie ihre Kinder in ein \u00fcberfordertes Bildungssystem entlassen. Sie sehen M\u00fcllberge und marode Infrastruktur. Kurz gesagt: Sie sehen sich vor ihrer Haust\u00fcr konfrontiert mit einem Staat, in dem etwas nicht mehr so funktioniert, wie es funktionieren sollte. Und sie haben den Glauben daran verloren, dass ihre Stimme politisches Gewicht hat und sich irgendjemand ihrer Probleme annimmt.<\/p>\n<p>Und die gibt es in der Stadt zuhauf, in der die Welt manchmal Kopf zu stehen scheint.<\/p>\n<p>Bei der Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit zum Beispiel. Eine der wichtigsten wirtschaftlichen Errungenschaften der Europ\u00e4ischen Union f\u00fchrt in Gelsenkirchen seit 2014 zu einer hohen Zuwanderung von Sinti und Roma aus Rum\u00e4nien und Bulgarien. Armutszuwanderung nennt die Gelsenkirchener Stadtverwaltung das, inklusive aller damit einhergehenden Probleme.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-231634\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250519_gelsenkirchen-7848-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\"  \/>Die Gelsenkirchener Bahnhofstra\u00dfe, Haupteinkaufsstra\u00dfe der Stadt. Links im Bild: Das leerstehende Kaufhof-Geb\u00e4ude. (Foto: Ivo Mayr\/CORRECTIV)<\/p>\n<p>Diese Form der Migration ist vor allem ein Symptom einer strukturschwachen, schrumpfenden Stadt, in der inzwischen nur noch rund 270.00 Menschen leben. Einer Stadt mit einem kaputten Immobilienmarkt, in der viele Hausbesitzer jahrzehntelang Investitionen scheuten und Immobilien deshalb lieber verfallen lie\u00dfen oder verscherbelten, anstatt sie instand zu halten. W\u00e4hrend die Bundespolitik seit Jahren \u00fcber zu hohe Mieten und zu wenig g\u00fcnstigen Wohnraum diskutiert, kauft die Gelsenkirchener Stadtverwaltung inzwischen Immobilien, um sie abzurei\u00dfen und sie dem kaputten Markt zu entziehen.<\/p>\n<p>Und auch, um den kriminellen Machenschaften einiger Einhalt zu gebieten, die Menschen aus Rum\u00e4nien und Bulgarien unter fadenscheinigen Versprechen nach Gelsenkirchen locken, sie in v\u00f6llig heruntergekommenen Immobilien pferchen und einen gro\u00dfen Teil der Sozialleistungen kassieren.<\/p>\n<p><b>Eine Stadt als in Kauf genommener Kollateralschaden<\/b><\/p>\n<p>So beschreibt es die Stadtverwaltung. So rufen Gelsenkirchens noch-Oberb\u00fcrgermeisterin Karin Welge und auch schon ihr Amtsvorg\u00e4nger Frank Baranowski seit Jahren um Hilfe.<\/p>\n<p>Geh\u00f6r fanden sie in der Vergangenheit kaum. Nicht in Berlin und nicht in Br\u00fcssel, wo diese lokalen Probleme gel\u00f6st werden m\u00fcssten. Genau wie die Last der Altschulden, die den Gelsenkirchener Haushalt seit Jahren genauso strapazieren wie die hohen Sozialausgaben.<\/p>\n<p>Eine Stadt als in Kauf genommener Kollateralschaden. Eine Steilvorlage f\u00fcr die AfD.<\/p>\n<p>Dabei gibt es Lichtblicke. Von der NRW-Landesregierung bekommt Gelsenkirchen bis zu 100 Millionen Euro \u00fcber zehn Jahre, um rund 3.000 Schrottimmobilien abzurei\u00dfen. Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas, die selbst aus Duisburg stammt und die Situation im Ruhrgebiet gut kennt, k\u00f6nnte sich als wichtige Verb\u00fcndete im Kampf gegen Sozialleistungsmissbrauch erweisen. Au\u00dferdem gibt es endlich erste Zusagen von Land und Bund f\u00fcr eine Altschuldenl\u00f6sung f\u00fcr \u00fcberschuldete Kommunen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-231678\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250519_gelsenkirchen-7590-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\"  \/>Die Arminstra\u00dfe in der Gelsenkirchener Innenstadt, in der sich auch die erste dauerhafte Lokalredaktion von CORRECTIV befindet. (Foto: Ivo Mayr\/CORRECTIV)<\/p>\n<p>Doch zumindest f\u00fcr diese Wahl kamen die Impulse zu sp\u00e4t, um das hohe Ergebnis der AfD zu verhindern.<\/p>\n<p>Auch die Gelsenkirchener CDU konnte aus der Unzufriedenheit vieler Gelsenkirchener kein Kapital mehr schlagen. Schon bei der Bundestagswahl im Februar blieben die Christdemokraten hinter dem Bundestrend zur\u00fcck. Bei der Kommunalwahl, bei der die CDU sich NRW-weit als Wahlsieger feiert, ebenfalls.<\/p>\n<p><b>AfD in Gelsenkirchen auf v\u00f6lkischem Kurs<\/b><\/p>\n<p>Aber ob die Volksparteien SPD und CDU das Vertrauen in Gelsenkirchen \u00fcberhaupt jemals zur\u00fcckgewinnen k\u00f6nnen? Zu gro\u00df scheint der Graben f\u00fcr viele inzwischen zu sein. Anders l\u00e4sst es sich kaum erkl\u00e4ren, dass die Gelsenkirchener AfD auch noch mit einem besonders radikalen Kurs Erfolg hat.<\/p>\n<p>Zwar ist Norbert Emmerich der OB-Kandidat der AfD in Gelsenkirchen \u2013 die inzwischen unangefochtene Chefin des Kreisverbandes ist aber die NRW-Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias, die keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit den besonders extremen Kr\u00e4ften in der AfD hat. Mit Matthias Helferich, der sich in Chatgruppen selbst als das \u201efreundliche Gesicht des NS\u201d bezeichnete \u2013 ironisch wie er sp\u00e4ter sagte \u2013\u00a0 gab sie ein gemeinsames Interview in Siegen und wurde danach als \u201eEhrengast\u201d zu seinem Kreisverband nach Dortmund eingeladen. Der Abend stand unter dem Motto \u201eAlles f\u00fcr Dortmund\u201d. Ein Ausdruck, der an die verbotene Losung der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) \u201eAlles f\u00fcr Deutschland\u201d erinnert. Helferich wurde vom NRW-Landesverband k\u00fcrzlich erstinstanzlich aus der Partei geschmissen, er geh\u00f6rt aber\u00a0 weiter der Bundestagsfraktion an.<\/p>\n<p>Passend dazu: Helferichs Profilfoto bei Facebook wird aktuell umrahmt von dem Schriftzug \u201eTeam #Remigration\u201d und dem Foto eines Flugzeuges. <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/aktuelles\/neue-rechte\/2025\/07\/11\/streit-in-der-afd-wie-viel-voelkisches-denken-darfs-denn-sein\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CORRECTIV berichtete im Juli \u00fcber den Richtungsstreit<\/a>, in dessen Zentrum der \u201eRemigrations\u201d-Begriff steht. Ein Lager, ausgerechnet um den schillernden Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah, f\u00fcrchtet offenbar, dass der rechtsextreme Tarnbegriff Futter f\u00fcr ein AfD-Verbot liefert, wenn er auch deutsche Staatsb\u00fcrger meint. Das andere Lager, um Parteichefin Alice Weidel und den th\u00fcringischen Landesvorsitzenden Bj\u00f6rn H\u00f6cke, will dagegen am Begriff \u201eRemigration\u201d und den darin enthaltenen v\u00f6lkischen Ideen festhalten.<\/p>\n<p><b>\u201eRemigration\u201c im Wahlprogramm<\/b><\/p>\n<p>Und die Gelsenkirchener AfD? Die schreibt \u201eRemigration\u201d in ihr Wahlprogramm, w\u00e4hrend ihn viele andere Ortsverb\u00e4nde im Ruhrgebiet strichen. Lediglich der Dortmunder Ortsverband von Helferich nutzt den Begriff weiterhin. Und die AfD-Gelsenkirchen macht im Wahlprogramm Vorschl\u00e4ge, die an das verfassungsfeindliche \u201eRemigrations\u201c-Konzept des rechtsextremen Chefs der Identit\u00e4ren Bewegung Martin Sellners ankn\u00fcpfen, das dieser beim Geheimtreffen in Potsdam vorgestellt hatte, das CORRECTIV aufdeckte. So sollen nach Vorstellung der AfD etwa Halal-Metzgereien gezielter kontrolliert werden, als andere Fleischereien, Halal-Essen in Schulkantinen verboten oder arabische Ladenschilder aus der Innenstadt verbannt werden.<\/p>\n<p><b>\u201eMobilisieren, wo andere entt\u00e4uscht haben\u201c<\/b><\/p>\n<p>Die vielen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler der AfD scheint das nicht zu st\u00f6ren. David Gehne, Forscher an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, glaubt dennoch, dass weiterhin Menschen aus Protest ihr Kreuz bei der AfD machen. Auf der anderen Seite d\u00fcrfe es \u201enicht wenige rechtsextreme W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler in Gelsenkirchen geben\u201d, wie er im Gespr\u00e4ch mit Spotlight Gelsenkirchen sagt. Es fehlen allerdings Befragungsdaten aus der Stadt, die das untermauern k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Wirklich Wahlkampf muss die AfD in Gelsenkirchen gar nicht machen. Zumindest, wenn man Berichten \u00fcberregionaler Medien glaubt. Und das stimmt auch \u2013 wenn Wahlkampf klassischer Wahlkampf mit Stand, Flyern, Kugelschreibern und Gespr\u00e4chen bedeutet. Beim Wahlkampfauftakt war kaum etwas los, keine Massen, die der AfD auf der Stra\u00dfe zujubelten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-231687\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250519_gelsenkirchen-7833-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\"  \/>Abgestellter Roller in der Gelsenkirchener Innenstadt \u2013 mit Deutschland-Deko und \u201eDicke Berta\u201d-Schriftzug. (Foto: Ivo Mayr\/CORRECTIV)<\/p>\n<p>Stattdessen sammelt die AfD Stimmen vor allem \u00fcber das Internet ein. Mehr als 100.000 Menschen verfolgten den Livestream des rechten Youtubers \u201eWeichreite TV\u201d aus Gelsenkirchen. Und am Wahlabend gab Enxhi Seli-Zacharias eines ihrer ersten Interviews dem Portal \u201eUtopia TV Deutschland\u201d. F\u00fcr die AfD reicht es laut Gehne aus, \u201eda zu mobilisieren, wo andere entt\u00e4uscht haben. Und das in der Regel \u00fcber eigene Kan\u00e4le, ohne \u00fcberhaupt mit Medien zu sprechen.\u201d<\/p>\n<p>Die Strategie ist aufgegangen. Allerdings wird sie nach Ansicht Gehnes f\u00fcr die Stichwahl nicht mehr ausreichen. \u201eDarum wird es jetzt interessant sein zu sehen, ob die AfD ihre Taktik nochmal \u00e4ndert.\u201d Dass am Ende Norbert Emmerich Oberb\u00fcrgermeister wird, ist derzeit nicht wahrscheinlich. CDU, FDP und die Gr\u00fcnen rufen dazu auf, Andrea Henze von der SPD zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Und auch im Stadtrat sind weiterhin Mehrheiten ohne die AfD m\u00f6glich, wenn auch komplizierter als bisher. Die AfD feiert ihr Ergebnis und verkauft sich schon als neue Volkspartei. Dabei kommt ihr Aufstieg f\u00fcr sie selbst zu schnell: F\u00fcr die Bezirksvertretungen fand die AfD nicht gen\u00fcgend Leute, im Gelsenkirchener Stadtbezirk West sitzen daher nur f\u00fcnf Vertreter, obwohl es eigentlich sechs Sitze gibt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gelsenkirchen ist jetzt wichtig, dass die Aufmerksamkeit auf die Stadt nicht nur bis zum Ergebnis der Stichwahl anh\u00e4lt. Einiges kann die Verwaltung hier anschieben, f\u00fcr vieles braucht sie aber Unterst\u00fctzung aus D\u00fcsseldorf, Berlin und Br\u00fcssel. Darin sind sich inzwischen alle Parteien im Stadtrat einig: Schaut auf diese Stadt!<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u00dcber Spotlight Gelsenkirchen:<br \/>Im Juni hat CORRECTIV seine erste dauerhafte Lokalredaktion in Gelsenkirchen er\u00f6ffnet. Der neue Standort kombiniert eine Redaktion mit einem Caf\u00e9 mitten in der Innenstadt. Die Lokalredaktion ver\u00f6ffentlicht einen w\u00f6chentlichen Newsletter mit lokalen Themen und l\u00e4dt die Stadtgesellschaft zu Diskussionen und Kulturveranstaltung ins Caf\u00e9 ein, aus dem heraus sie auch tagt\u00e4glich arbeitet. F\u00fcr den Newsletter Spotlight Gelsenkirchen k\u00f6nnen Sie sich hier anmelden: <a href=\"https:\/\/gelsenkirchen.correctiv.org\/home\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotlight Gelsenkirchen<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Redigatur: Anette Dowideit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Saal erhebt sich, Applaus schallt durch das Atrium des Gelsenkirchener Rathauses. 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