{"id":435110,"date":"2025-09-19T15:27:09","date_gmt":"2025-09-19T15:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435110\/"},"modified":"2025-09-19T15:27:09","modified_gmt":"2025-09-19T15:27:09","slug":"ziel-asteroid-anders-als-gedacht-raumsonde-elf-jahre-lang-umsonst-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435110\/","title":{"rendered":"Ziel-Asteroid anders als gedacht: Raumsonde elf Jahre lang umsonst unterwegs?"},"content":{"rendered":"<p>                    Ziel-Asteroid anders als gedacht<br \/>\n                Raumsonde elf Jahre lang umsonst unterwegs?<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.09.2025, 16:41 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Manchmal geht es schief, auch in der Raumfahrt: Seit f\u00fcnf Jahren bereits ist die Raumsonde &#8222;Hayabusa 2&#8220; zum Asteroiden &#8222;1998 KY26&#8220; unterwegs. Und sechs weitere Jahre soll es dauern. Doch nun stellt sich heraus: Der Asteroid ist viel kleiner und schneller als gedacht. Der Erkundungsplan geht daher wohl nicht auf.<\/strong><\/p>\n<p>Noch sechs Jahre dauert es, bis die japanische Raumsonde &#8222;Hayabusa 2&#8220; am Zielobjekt &#8222;1998 KY26&#8220; ankommen wird &#8211; jetzt zeigen neue Messdaten pl\u00f6tzlich, dass der Asteroid nicht nur viel kleiner ist als gedacht, sondern sich auch viel schneller dreht. Die Erkundung werde damit schwieriger, sagte der Astronom Olivier Hainaut von der Europ\u00e4ischen S\u00fcdsternwarte (ESO) in Garching bei M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Es ist das erste Mal, dass eine Weltraummission einen derart winzigen Asteroiden ansteuert &#8211; alle bisherigen Missionen besuchten der ESO zufolge Asteroiden mit Hunderten oder sogar Tausenden Metern Durchmesser. &#8222;1998 KY26&#8220; hatte sich der Erde im Jahr 1998 auf nur zwei Monddistanzen (etwa 800.000 Kilometer) gen\u00e4hert. Aus den Beobachtungsdaten aus dieser Zeit war abgeleitet worden, dass er etwa 30 Meter Durchmesser hat und sich in etwa 10 Minuten einmal um sich selbst dreht.<\/p>\n<p>Wenn der Tag nur f\u00fcnf Minuten hat<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben festgestellt, dass das Objekt in Wirklichkeit v\u00f6llig anders ist als bisher beschrieben&#8220;, sagte Toni Santana-Ros von der Universit\u00e4t Alicante in Spanien, der die in <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-025-63697-4\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Nature Communications&#8220; <\/a>ver\u00f6ffentlichte Studie mit neuen Daten von Observatorien auf der ganzen Welt leitete. Demnach ist der Asteroid nur 11 Meter breit und dreht sich doppelt so schnell wie angenommen. &#8222;Ein Tag auf diesem Asteroiden dauert nur f\u00fcnf Minuten.&#8220;<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise sei &#8222;1998 KY26&#8220; ein abgetrennter Teil eines Planeten oder eines anderen Asteroiden &#8211; oder aber ein lose zusammenh\u00e4ngender Ger\u00f6llhaufen, hie\u00df es weiter. &#8222;Wir haben noch nie einen zehn Meter gro\u00dfen Asteroiden vor Ort gesehen, daher wissen wir nicht wirklich, was uns erwartet und wie er aussehen wird&#8220;, sagte Santana-Ros. &#8222;Es ist nicht m\u00f6glich, vor dem &#8218;Hayabusa 2&#8216;-Rendezvous im Juli 2031 von erdgebundenen Teleskopen aus neue physikalische Charakterisierungsdaten f\u00fcr &#8218;1998 KY26&#8216; zu sammeln&#8220;, hei\u00dft es in der Studie auch.<\/p>\n<p>Es war noch Sprit im Tank<\/p>\n<p>Die Mission &#8222;Hayabusa 2&#8220; der japanischen Weltraumagentur Jaxa war 2014 gestartet. Urspr\u00fcngliches Ziel war, den etwa 900 Meter messenden Asteroiden &#8222;Ryugu&#8220; zu erforschen und Gesteinsfragmente zur Erde zu schicken. Die Probenkapsel landete 2020 auf der Erde. Da noch Treibstoff vorhanden war, wurde die Raumsonde auf eine verl\u00e4ngerte Mission geschickt: Sie soll 2026 am Asteroiden Torifune vorbeifliegen und 2031 &#8222;1998 KY26&#8220; erreichen. Pl\u00e4ne wie der Abschuss eines Projektils auf die Oberfl\u00e4che dieses Asteroiden m\u00fcssten nun \u00fcberdacht werden, hei\u00dft es in der Studie. Die schnelle Rotation k\u00f6nne zudem den Betrieb von Instrumenten erschweren.<\/p>\n<p>Forschende erhoffen sich von der Analyse der Daten und Proben von Asteroiden Einsichten in fr\u00fche Prozesse des Sonnensystems und m\u00f6gliche Urspr\u00fcnge des Lebens. Bei &#8222;1998 KY26&#8220; ist zudem interessant, dass er eine \u00e4hnliche Gr\u00f6\u00dfe wie die Tunguska- und Tscheljabinsk-Brocken hat, die 1908 \u00fcber der sibirischen Taiga und 2013 \u00fcber der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierten. Die Forschenden erhoffen sich zudem Einblicke in die physikalischen Eigenschaften und das Verhalten sehr kleiner Asteroiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ziel-Asteroid anders als gedacht Raumsonde elf Jahre lang umsonst unterwegs? 19.09.2025, 16:41 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":435111,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3250,3251,752,29,113400,30,40203,190,189,194,191,10156,193,192],"class_list":{"0":"post-435110","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-asteroid","9":"tag-astronomie","10":"tag-bildung","11":"tag-deutschland","12":"tag-europaeische-suedsternwarte","13":"tag-germany","14":"tag-raumsonden","15":"tag-science","16":"tag-science-technology","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-weltall","20":"tag-wissenschaft","21":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115231670199227516","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435110"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435110\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}