{"id":435113,"date":"2025-09-19T15:29:17","date_gmt":"2025-09-19T15:29:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435113\/"},"modified":"2025-09-19T15:29:17","modified_gmt":"2025-09-19T15:29:17","slug":"israelische-armee-sperrt-einen-fluchtkorridor-aus-gaza-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435113\/","title":{"rendered":"Israelische Armee sperrt einen Fluchtkorridor aus Gaza-Stadt"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die israelische Armee hat eine der Fluchtrouten aus Gaza-Stadt f\u00fcr 48 Stunden gesperrt. Sie rief die Bewohner am Freitag mit einem arabischsprachigen Beitrag <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/AvichayAdraee\/status\/1968970980375629846\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/AvichayAdraee\/status\/1968970980375629846&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">im Online-Dienst X<\/a> auf, die Stadt Richtung S\u00fcden zu verlassen und sich dort in Sicherheit zu bringen. Das Milit\u00e4r warnte zudem, es werde mit \u201egro\u00dfer und nie dagewesener St\u00e4rke\u201c gegen die Hamas und andere Terrororganisationen vorgehen.<\/p>\n<p>Die Armee hatte in der Nacht zu Dienstag eine in Israel <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c88c58bc538c447095dd48\/nahost-konflikt-verschlimmert-bereits-katastrophale-humanitaere-lage-eu-fordert-ende-der-gaza-bodenoffensive.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c88c58bc538c447095dd48\/nahost-konflikt-verschlimmert-bereits-katastrophale-humanitaere-lage-eu-fordert-ende-der-gaza-bodenoffensive.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">h\u00f6chst umstrittene Bodenoffensive<\/a> in der Stadt begonnen. Ziel ist es laut Regierungsangaben, dort eine der letzten Hochburgen der Hamas zu zerschlagen und die Freilassung der Geiseln zu erzielen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Armee auf das Zentrum der Stadt im n\u00f6rdlichen Gazastreifen vorr\u00fcckt, werden ihre Truppen im S\u00fcden des K\u00fcstengebiets weiter in vereinzelte K\u00e4mpfe verwickelt. Vier israelische Soldaten wurden dort am Donnerstag in Rafah bei der Explosion eines Sprengsatzes get\u00f6tet, wie das Milit\u00e4r bekannt gab. Auf pal\u00e4stinensischer Seite starben laut medizinischen Kreisen am selben Tag erneut Dutzende Menschen, allein 38 in der Stadt Gaza. Derweil verhinderten die USA mit ihrem Veto im UN-Sicherheitsrat abermals eine Resolution zur humanit\u00e4ren Lage.<\/p>\n<p>Der am Einstimmigkeitsprinzip gescheiterte Resolutionstext sollte tiefe Besorgnis \u00fcber eine Hungersnot in dem abgeriegelten K\u00fcstenstreifen zum Ausdruck bringen. Zudem wurde die israelische Regierung im Entwurf aufgefordert, \u201ealle Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Einfuhr humanit\u00e4rer Hilfe nach Gaza unverz\u00fcglich und bedingungslos aufzuheben\u201c.<\/p>\n<p>Die USA als Israels wichtigster Verb\u00fcndeter stimmten jedoch als einziges Land im m\u00e4chtigsten UN-Gremium gegen die Beschlussvorlage \u2013 daneben gab es 14 Ja-Stimmen. US-Vertreterin Morgan Ortagus begr\u00fcndete das Veto Washingtons damit, dass die Resolution die pal\u00e4stinensische Terrororganisation Hamas unterst\u00fctzt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Die Hamas richtete drohende Worte an die israelische Armee und lie\u00df wissen, dass sie in der Stadt Gaza \u201eTausende Hinterhalte und Sprengs\u00e4tze vorbereitet\u201c habe. \u201eGaza wird ein Friedhof f\u00fcr eure Soldaten sein.\u201c Zudem habe man die aus Israel entf\u00fchrten Geiseln auf mehrere Viertel der Stadt verteilt. Die Angaben lie\u00dfen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. <\/p>\n<p>Die von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu befohlene Milit\u00e4roffensive werde zur Folge haben, dass keine der Geiseln nach Israel zur\u00fcckkehre, hie\u00df es weiter. Man werde keine R\u00fccksicht auf das Leben der Verschleppten nehmen, \u201esolange Netanjahu beschlie\u00dft, sie zu t\u00f6ten\u201c, teilte der milit\u00e4rische Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden, mit.<\/p>\n<p>Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln. Nach israelischen Informationen d\u00fcrften 20 von ihnen noch leben, bei den anderen geht es um die \u00dcbergabe ihrer sterblichen \u00dcberreste. Die Angeh\u00f6rigen der Geiseln werfen Israels Regierung vor, mit der Offensive das Leben derjenigen zu riskieren, die noch immer in der Gewalt der Islamisten sind. <\/p>\n<p>Knapp die H\u00e4lfte der Bewohner soll Stadt Gaza verlassen haben<\/p>\n<p>Seit Beginn der Bodenoffensive in der Stadt habe man mehr als 1200 Ziele angegriffen, teilte der israelische Armeesprecher Effie Defrin mit. Inzwischen h\u00e4tten sch\u00e4tzungsweise mehr als 450.000 pal\u00e4stinensische Bewohner die Stadt verlassen. Trotz der K\u00e4mpfe und der \u201eVersuche der Hamas, die Evakuierung der Zivilbev\u00f6lkerung gewaltsam zu verhindern\u201c, erm\u00f6gliche die Armee der Bev\u00f6lkerung die Flucht aus der Stadt, erkl\u00e4rte der Armeesprecher. Die Menschen sollen sich in eine sogenannte humanit\u00e4re Zone im S\u00fcden begeben.<\/p>\n<p>Auch die Angaben des Armeesprechers lie\u00dfen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. Vor der Offensive hatten sich rund eine Million Menschen in der Stadt Gaza aufgehalten. Inzwischen r\u00fccken die israelischen Truppen dort weiter zum Stadtzentrum vor, wie Defrin erkl\u00e4rte. Zwei Divisionen seien im Einsatz, eine weitere werde voraussichtlich in den kommenden Tagen dazusto\u00dfen. Eine Division besteht in der Regel aus 10.000 bis 15.000 Soldaten.<\/p>\n<p>Man stelle sich auf einen \u201ekomplexen H\u00e4userkampf\u201c ein, erkl\u00e4rte die Armee. Im S\u00fcden des abgeriegelten K\u00fcstenstreifens sei eine weitere Division nach wie vor im Einsatz. \u201eUnsere Einheiten greifen weiterhin terroristische Infrastruktur und Hamas-K\u00e4mpfer \u00fcber und unter der Erde an\u201c, sagte Defrin.<\/p>\n<p>Vier israelische Soldaten wurden dort im Raum Rafah durch eine am Stra\u00dfenrand platzierte Bombe get\u00f6tet und drei weitere verletzt, wie die Armee mitteilte. Obwohl die Hamas in Rafah infolge schwerer israelischer Bombardierungen und K\u00e4mpfe weitgehend besiegt und ihre Infrastruktur zerst\u00f6rt sei, gehe die israelische Armee davon aus, dass sich dort noch mehrere Dutzend K\u00e4mpfer der Hamas befinden, schrieb die \u201eTimes of Israel\u201c.<\/p>\n<p>Zwei weitere israelische Soldaten wurden am Donnerstag bei einem Anschlag an einem von Israel kontrollierten Grenz\u00fcbergang zwischen Jordanien und dem Westjordanland get\u00f6tet. Nach Armeeangaben war der mutma\u00dfliche T\u00e4ter mit einem Lastwagen angekommen, mit dem humanit\u00e4re Hilfsg\u00fcter in den Gazastreifen transportiert werden sollten. Der Jordanier habe auf seine Opfer eingestochen, meldete unter anderem die \u201eTimes of Israel\u201c unter Berufung auf Ermittler. Sicherheitskr\u00e4fte h\u00e4tten den T\u00e4ter \u201eausgeschaltet\u201c \u2013 was in der Regel bedeutet, dass der Mann get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p>Jordanien leitete Untersuchungen zu dem Vorfall ein. Israels Armeechef Ejal Zamir riet der politischen F\u00fchrung, vorerst keine Hilfslieferungen f\u00fcr den Gazastreifen \u00fcber den Landweg aus Jordanien mehr zuzulassen.<\/p>\n<p>Der Krieg in dem abgeriegelten K\u00fcstengebiet hatte mit dem \u00dcberfall der Hamas und weiterer islamistischer Terroristen auf Israel am 7. Oktober 2023 begonnen. Dabei wurden rund 1200 Menschen get\u00f6tet und mehr als 250 in den Gazastreifen verschleppt. Im Zuge des dadurch ausgel\u00f6sten Gaza-Krieges wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums rund 65.000 Pal\u00e4stinenser in dem K\u00fcstengebiet get\u00f6tet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. <\/p>\n<p>Hinweis: In \u00dcberschrift und Artikel haben wir basierend auf einer AFP-Meldung das israelische Milit\u00e4r mit der Aussage zitiert, die Armee werde mit \u201ebeispielloser Gewalt\u201c vorgehen. Die \u00dcbersetzung ist aber nicht korrekt. Wir haben den Artikel angepasst und bitten um Entschuldigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die israelische Armee hat eine der Fluchtrouten aus Gaza-Stadt f\u00fcr 48 Stunden gesperrt. 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