{"id":435460,"date":"2025-09-19T18:37:12","date_gmt":"2025-09-19T18:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435460\/"},"modified":"2025-09-19T18:37:12","modified_gmt":"2025-09-19T18:37:12","slug":"lage-in-der-ukraine-eine-frontlinie-loest-sich-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435460\/","title":{"rendered":"Lage in der Ukraine: Eine Frontlinie l\u00f6st sich auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Aus der Region <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donezk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donezk<\/a> kommen aus ukrainischer Sicht nur selten gute Nachrichten. Eine davon verk\u00fcndete Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstagabend: &#8222;Wir f\u00fchren eine unserer Gegenoffensiven durch&#8220;, <a href=\"https:\/\/x.com\/ZelenskyyUa\/status\/1968683689337909619\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">sagte er in einem Video<\/a>, das nach seinen Angaben bei einem Frontbesuch in der Region aufgenommen wurde. 160 Quadratkilometer Gebiet seien in Donezk befreit worden, russische Truppen aus 170 weiteren Quadratkilometern verdr\u00e4ngt, mehr als 100 russische Soldaten gefangen genommen, sagte er.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">160 Quadratkilometer \u2013 das ist in etwa so viel Fl\u00e4che, wie Russland seit Beginn des Monats entlang der gesamten fast 1.000 Kilometer langen Frontlinie einnehmen konnte. Selenskyjs Angaben zu dem vermeintlichen ukrainischen Erfolg sind daher \u00fcberraschend: Tage, an denen die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> kein Gebiet verliert, sind seit fast zwei Jahren eine Seltenheit. Nun soll ein derartiger Erfolg in nur einer Region erzielt worden sein.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Gebiet, auf das sich Selenskyj bezieht, ist die Gegend um die Stadt Pokrowsk sowie \u00f6stlich der Kleinstadt Dobropillja. Dort war <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> Anfang August binnen weniger Tage <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-08\/krieg-ukraine-front-donbass-militaerfuehrung-russische-armee\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ein Vorsto\u00df von mehr als 15 Kilometern gelungen<\/a>\u00a0\u2013 in diesen Tagen ein beachtliches Vormarschtempo. Mit kleinen Trupps hatten sich russische Soldaten an ukrainischen Stellungen vorbeigeschlichen, bis sie schlie\u00dflich weit hinter den ukrainischen Linien standen.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. 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Letzteres trat nicht ein: Die Ukraine entsandte eilig mehrere Verb\u00e4nde, darunter Einheiten des neuen Asow-Korps, und hegte den russischen Vormarsch vorerst ein.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p>    Russische BefestigungsanlagenRussische Kontrolle Vortag seit\u00a0Kriegsbeginn vor\u00a0KriegsbeginnZur\u00fcckerobert Vortag seit\u00a0Kriegsbeginn Zus\u00e4tzl. erobertQuelle: Institute for the Study of War, AEI Critical Threats Project<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Tats\u00e4chlich gelang es der Ukraine in den Wochen danach, Russland an Teilen des \u00f6stlich von Dobropillja entstandenen Frontvorsprungs zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Nur: Von einer R\u00fcckeroberung Hunderter Quadratkilometer, von der Selenskyj spricht, kann Stand heute nur unter gro\u00dfen Zweifeln die Rede sein. Auch milit\u00e4rnahe ukrainische Quellen wie etwa die gut vernetzte Beobachtergruppe DeepState lassen in ihren Karten keine Anzeichen daf\u00fcr erkennen, dass der von Russland eingenommene Frontvorsprung r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht wurde und das Gebiet wieder unter ukrainischer Kontrolle ist.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Offiziell schweigen sowohl das ukrainische als auch das russische Milit\u00e4r weitgehend zu der Lage bei Dobropillja. Beachtung verdient daher umso mehr, wie die wichtigsten milit\u00e4rnahen Blogger der beiden Kriegsparteien die Lage darstellen. Schlie\u00dflich sind sie schon seit Jahren als inoffizielle Kommunikationskan\u00e4le an das jeweilige Heimatpublikum bedeutend. Auf ukrainischer Seite zeichnet DeepState ein selten zu sehendes Bild: Glaubt man der\u00a0<a href=\"https:\/\/deepstatemap.live\/#12\/48.4660269\/37.2877693\" class=\"link-edit\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">von den Frontbeobachtern erstellte Karte<\/a>, sollen russische Truppen mindestens an einer Stelle vollst\u00e4ndig umzingelt sein, an einer weiteren etwas weiter s\u00fcdlich einer Einkesselung nahe stehen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nur: Die Karten sind derzeit so ungenau wie selten zuvor, die Zweifel an ihrer Stichhaltigkeit noch berechtigter als \u00fcblich. Schon der russische Vorsto\u00df bei Dobropillja im August hatte darauf hingedeutet, wie wenig Verlass auf die in den Karten gezeichneten Linien ist. Schlie\u00dflich legen sie nahe, dass es \u00fcberall eine klare Frontlinie gibt, also durchgehende Stellungen, auf denen sich die gegnerischen Armeen gegen\u00fcberstehen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Art des russischen Vorsto\u00dfes \u2013 das erfolgreiche Umschleichen ukrainischer Stellungen mit kleinen Einheiten \u2013 zeigte jedoch: Die Linien sind in Wirklichkeit eher gedacht als real. Satellitenaufnahmen gro\u00dfer Verteidigungsanlagen m\u00f6gen nahelegen, dass die jeweiligen Fronten stabil sind. Tats\u00e4chlich aber sind die Anlagen, vor allem auf ukrainischer Seite, nur stellenweise bemannt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Rybar, einer der gr\u00f6\u00dften russischen Milit\u00e4rblogs mit Verbindungen zum russischen Milit\u00e4r und damit eine Art Gegenst\u00fcck zum ukrainischen DeepState, hat sich f\u00fcr eine andere Darstellung der Lage entschieden. Die Zone \u00f6stlich von Dobropillja wird in dieser Darstellung nicht wie gewohnt in ukrainisch oder russisch kontrolliertes Gebiet sowie eine umk\u00e4mpfte graue Zone unterteilt; sondern <a href=\"https:\/\/t.me\/rybar\/73716\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">als grob umrissene &#8222;Zone der Aktivit\u00e4t russischer Aufkl\u00e4rungseinheiten&#8220; bezeichnet<\/a>. Eine Darstellung, die der mutma\u00dflichen Lage in dem Frontabschnitt gerechter wird \u2013 und gleichzeitig bequem ist. Schlie\u00dflich kann kein Gebiet verloren gehen, in dem angeblich lediglich aufgekl\u00e4rt, nicht aber erobert wird.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Ukrainische Soldaten Anfang September in der N\u00e4he der Front in der Region Donezk            \u00a9\u00a0Stringer\/\u200bReuters<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor allem f\u00fcr die Milit\u00e4rbloggerszene, die die Wahrnehmung des Krieges durch vielfache Beachtung gro\u00dfer Medien und namhafter Experten auch international pr\u00e4gt, ist das ein Problem. Die Lage habe &#8222;einen Punkt erreicht, an dem sogar Soldaten beider Seiten unsicher \u00fcber den Verlauf der Frontlinie sind&#8220;, <a href=\"https:\/\/x.com\/Tatarigami_UA\/status\/1967786209532580116\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">schreibt etwa ein ukrainischer Milit\u00e4rblogger<\/a>, der dem anerkannten Analystenteam Frontelligence Insight angeh\u00f6rt. In den vergangenen Jahren h\u00e4tten sich interessierte Beobachter &#8222;derart an genaue Karten gew\u00f6hnt, dass sie sie als selbstverst\u00e4ndlich ansehen.&#8220; Doch zuletzt seien viele der Karten sehr ungenau. Sinnvoller sei es, das Schlachtfeld als &#8222;breite graue Zone&#8220; zu betrachten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch geolokalisierte Videos, die noch zu den sichersten \u00f6ffentlich einsehbaren Quellen f\u00fcr die Beurteilung der Lage sind, verlieren damit an Aussagekraft. Schlie\u00dflich zeigen sie meist nur Kleinstgruppen ukrainischer oder russischer Soldaten an einem bestimmten Ort. Eine tats\u00e4chliche Kontrolle \u00fcber das jeweilige Gebiet bedeuten sie aber nicht mehr: Mancherorts stehen russische Soldaten hinter ukrainischen Linien, an anderen Orten ist es umgekehrt. Die Lage sei so br\u00fcchig und instabil, <a href=\"https:\/\/notes.citeam.org\/ru-dispatch-sept-8-12-2025\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">sagt der exilrussische Analyst Ruslan Lewijew<\/a>, dass am ehesten von einer &#8222;gro\u00dfen, unverst\u00e4ndlichen, nebligen grauen Zone&#8220; zu sprechen sei. Ein Milit\u00e4rblogger, der in den vergangenen Jahren basierend auf Satellitenbildern detaillierte Karten der Sch\u00fctzengr\u00e4ben und Luftangriffe im Frontgebiet erstellt hatte, stellt resigniert fest: &#8222;Niemand wei\u00df, was in Dobropillja passiert.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW), das f\u00fcr seine weitgehend spekulationsfreie Kartierung der Lage an der Front bekannt ist, hat schon Mitte August Konsequenzen f\u00fcr seine Vorgehensweise bei der Einsch\u00e4tzung der Situation gezogen. Die Angaben des Instituts zu den derzeit umk\u00e4mpften Gebieten k\u00f6nnten &#8222;nicht zwischen russisch gehaltenen Stellungen und begrenzten Infiltrationsmissionen differenzieren&#8220;, <a href=\"https:\/\/mobile.x.com\/TheStudyofWar\/status\/1956010465802191016\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">teilte das ISW mit<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwar ist die Lage bei Weitem nicht an allen Frontabschnitten so schwierig einzusch\u00e4tzen: Im Nordosten der Region Charkiw etwa ist ein Eindringen russischer Truppen bis ins Zentrum der umk\u00e4mpften Stadt Kupjansk gut belegt; s\u00fcdwestlich des Frontabschnitts Pokrowsk-Dobropillja l\u00e4sst sich ebenfalls ein russischer Vormarsch belegen; in der Region Sumy dr\u00e4ngen die ukrainischen Truppen Russland mit einiger Sicherheit schrittweise zur\u00fcck. Doch keiner dieser Abschnitte ist so bedeutend wie jener um Pokrowsk, wo sich fast die H\u00e4lfte aller russischen Bodenangriffe ereignet.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dass es so schwierig ist, die Lage dort verl\u00e4sslich einzusch\u00e4tzen, ist mehr als ein Nischenproblem f\u00fcr Milit\u00e4rblogger, die ihr Publikum nicht mehr mit zuverl\u00e4ssigen Karten versorgen k\u00f6nnen. Es ist auch eine Herausforderung f\u00fcr jegliche Versuche, zu einer unabh\u00e4ngigen Einsch\u00e4tzung zu gelangen: Je mehr die Front sich zu einer schwer definierbaren Kampfzone ohne klare Grenzen der jeweiligen Kontrolle entwickelt, desto st\u00e4rker w\u00e4chst das Informationsmonopol der jeweiligen Milit\u00e4rf\u00fchrungen, zu denen die Bloggerszene ein Korrektiv bildet. Das bedeutet auch: desto gr\u00f6\u00dfer ist der Spielraum f\u00fcr Irrt\u00fcmer, falsche Annahmen und Manipulation.\u00a0\n<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" class=\"zg-counticle__picture\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/square__180x180__desktop.jpeg\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>                        \u00a9\u00a0Andre Alves\/\u200bAnadolu\/\u200bGetty Images<\/p>\n<p class=\"zg-counticle__text\">\n        <strong class=\"zg-counticle__number-wrapper\"><br \/>\n            1.304 Tage        <\/strong><\/p>\n<p>                    <strong class=\"zg-counticle__title\"><br \/>\n                seit Beginn der russischen Invasion<br \/>\n            <\/strong><\/p>\n<p>        Das Zitat: Eine Flugverbotszone scheint wieder denkbar        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kurz nach Kriegsbeginn hatte die Ukraine die Nato dazu aufgefordert, eine <strong>Flugverbotszone \u00fcber ukrainischem Staatsgebiet <\/strong>einzurichten. Damals verf\u00fcgte das ukrainische Milit\u00e4r nicht \u00fcber die leistungsf\u00e4higen Flugabwehrsysteme, die inzwischen in das Land geliefert worden sind. <strong><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/ukraine-flugverbotszone-jens-stoltenberg-nato\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das westliche Milit\u00e4rb\u00fcndnis lehnte ab<\/a>:<\/strong> Der Abschuss russischer Flugk\u00f6rper durch westliche Kampfjets w\u00e4re eine direkte milit\u00e4rische Konfrontation, die vermieden werden m\u00fcsse, teilte die Nato mit.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nachdem vergangene Woche <strong><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/url-russische-militaeruebung-sapad-nato-bundeswehr-quadriga\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">russische Drohnen in den polnischen Luftraum<\/a> eingedrungen<\/strong>\u00a0waren und erstmals von westlichen Streitkr\u00e4ften abgeschossen worden sind, wird eine Flugverbotszone zumindest \u00fcber westukrainischem Gebiet wieder diskutiert. Polens Au\u00dfenminister\u00a0Rados\u0142aw Sikorski zeigte sich daf\u00fcr in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung offen: &#8222;Der Schutz f\u00fcr unsere Bev\u00f6lkerung (&#8230;) w\u00e4re nat\u00fcrlich gr\u00f6\u00dfer, wenn wir Drohnen und andere Flugobjekte jenseits unseres Staatsgebiets bek\u00e4mpfen k\u00f6nnten&#8220;, sagte er. Und weiter:\n<\/p>\n<blockquote class=\"quote__text\"><p>Wenn die Ukraine bitten w\u00fcrde, diese bereits \u00fcber ihrem Gebiet abzuschie\u00dfen, w\u00e4re das f\u00fcr uns von Vorteil. Wenn Sie mich pers\u00f6nlich fragen: Wir sollten dar\u00fcber nachdenken.<\/p><\/blockquote>\n<p>    Polens Au\u00dfenminister Rados\u0142aw Sikorski <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zugleich stellte Sikorski klar, dass <strong>Polen eine solche Entscheidung nicht eigenm\u00e4chtig treffen werde.<\/strong>\u00a0Die Nato hat den Schutz des polnischen Luftraums bereits verst\u00e4rkt, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-09\/nato-ostflanke-verstaerkung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auch mit deutschen Kampfjets<\/a>. Das k\u00f6nnte auch f\u00fcr <strong>Rum\u00e4nien<\/strong>\u00a0ein Thema werden: Dort waren am vergangenen Samstag F-16-Kampfjets aufgestiegen, um eine russische Drohne im Luftraum des Landes zu beobachten. <strong>Sie schossen sie jedoch nicht ab, sondern lie\u00dfen sie in die Ukraine zur\u00fcckfliegen.<\/strong>\n<\/p>\n<p>                            Dieses Foto soll eine im polnischen Czosn\u00f3wka nahe der ukrainischen Grenze abgest\u00fcrzte russische Drohne zeigen. Ihre Herkunft ist bislang nicht unabh\u00e4ngig best\u00e4tigt worden.            \u00a9\u00a0Dariusz Stefaniuk\/\u200bReuters<\/p>\n<p>        Unterm Radar: Umerziehungscamps in Russland        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Russische Umerziehungscamps:<\/strong>\u00a0Knapp 20.000 ukrainische Kinder und Jugendliche sind nach ukrainischen Angaben aus besetzten Gebieten nach Russland entf\u00fchrt worden. Die Vorw\u00fcrfe sind die Grundlage f\u00fcr den 2023 erlassenen <strong>Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin. <\/strong><a href=\"https:\/\/files-profile.medicine.yale.edu\/documents\/e6294def-3f80-4d71-9cc7-91f6af70a523\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Eine Untersuchung der Yale-Universit\u00e4t untermauert diese Vorw\u00fcrfe nun<\/a>. Demnach soll die russische Regierung nicht nur <strong>35.000 Kinder und Jugendliche <\/strong>nach Russland gebracht, sondern auch deren i<strong>deologische Indoktrinierung in Umerziehungslagern<\/strong> deutlich ausgeweitet haben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Forscher identifizierten <strong>210 Standorte f\u00fcr Umerziehung und milit\u00e4rische Ausbildung.<\/strong>\u00a0Einige davon liegen demnach in besetzten ukrainischen Gebieten mit Schwerpunkt auf der annektierten Halbinsel Krim, die meisten aber in Russland \u2013 teils sogar im fast<strong> 6.000 Kilometer von der Grenze entfernten Fernen Osten <\/strong>des Landes. In knapp jedem f\u00fcnften Standort wird laut Angaben der Forscher eine Militarisierung der Jugendlichen betrieben: Es w\u00fcrden unter anderem <strong>Wettbewerbe im Granatenwerfen, Schulungen in Drohnensteuerung und Schusstrainings\u00a0<\/strong>veranstaltet. In die Organisation der Trainings in mindestens einem der Camps, in der besetzten Region Donezk, sei eine Beh\u00f6rde involviert, die <strong>direkt der russischen Pr\u00e4sidentenverwaltung unterstellt<\/strong> ist.\n<\/p>\n<p>                An dieser Stelle ist ein externer Inhalt eingebunden<\/p>\n<p>Zum Anschauen ben\u00f6tigen wir Ihre Zustimmung<\/p>\n<p>\n                Weiter\n            <\/p>\n<p>        R\u00fcstung, Waffen und Milit\u00e4rhilfen: Transportpanzer und Raketen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Panzertechnik:<\/strong>\u00a0<strong>Lettland<\/strong> hat <strong>Transportpanzer des finnischen Typs Patria <\/strong>an<br \/>\n die Ukraine geliefert. Das Verteidigungsministerium in Riga teilte mit,<br \/>\n die Systeme seien auf Bitte der Ukraine im Februar bestellt worden.<br \/>\nInsgesamt k\u00f6nne die Ukraine erwarten, <strong>42 Patria-Transporter zu erhalten. <\/strong>Wie viele von ihnen nun geliefert worden sind, gab die lettische Regierung nicht bekannt.<strong> Im Juli hatte Lettland bereits 15 Fahrzeuge \u00fcbergeben.\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p>                            Patria-Transportpanzer der schwedischen Streitkr\u00e4fte werden im Januar 2025 im Hafen von Riga entladen.            \u00a9\u00a0Ints Kalnins\/\u200bReuters<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Purl-Programm: <\/strong>Die <strong>USA<\/strong> liefern unter Pr\u00e4sident Donald Trump<strong> keine Waffen mehr aus eigenen Milit\u00e4rbest\u00e4nden<\/strong>, verkaufen sie aber zur Weitergabe an die Ukraine an Nato-Staaten. Das neue Modell ist als <strong>Purl-Programm <\/strong>bekannt (<a href=\"https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/news_237128.htm\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Prioritized Ukraine Requirement List<\/a>). Mehrere Staaten, darunter <strong>Deutschland<\/strong>, haben bereits im August\u00a0<strong>hohe dreistellige Millionenbetr\u00e4ge\u00a0<\/strong>daf\u00fcr zugesagt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj hat US-Aussagen best\u00e4tigt, wonach die ersten so finanzierten Waffenpakete <strong>auf dem Weg in die Ukraine<\/strong> sind. Demnach handelt es sich um <strong>Abfangraketen f\u00fcr das Flugabwehrsystem Patriot <\/strong>sowie Raketen f\u00fcr <strong>Himars-Werfer.<\/strong> Das deckt sich mit fr\u00fcheren Angaben der Geberstaaten zu dem Inhalt der von ihnen finanzierten Waffenlieferungen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        \u00dcber den Tellerrand: Russlands Bomberflotte und Ukraine-Finanzierung        <\/p>\n<ul class=\"list article__item\">\n<li>\n<a href=\"https:\/\/theins.ru\/en\/politics\/284957\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Caught in the Spiderweb<\/a>: Im Juni hatte die Ukraine im Rahmen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/ukraine-lage-bomber-angriff-drohnen-woche\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der Geheimdienstoperation Spinnennetz<\/a>\u00a0mindestens ein Zehntel der\u00a0<strong>russischen Bomberflotte <\/strong>zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt. Das exilrussische Investigativmedium The Insider analysiert nun die <strong>langfristigen Folgen des Angriffs<\/strong>. Der Schaden ist demnach gr\u00f6\u00dfer als bisher bekannt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"list article__item\">\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.eurointegration.com.ua\/eng\/articles\/2025\/09\/17\/7220319\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">A \u20ac70 billion idea<\/a>:\u00a0Die EU-Kommission arbeitet an einem Mechanismus, der Ukraine das <strong>in der EU eingefrorene russische Staatsverm\u00f6gen <\/strong>zukommen zu lassen, <strong>ohne es zu konfiszieren.<\/strong>\u00a0Die ukrainische Zeitung European Pravda erkl\u00e4rt, wie das funktionieren k\u00f6nnte \u2013 und <strong>welche H\u00fcrden es daf\u00fcr gibt.<\/strong>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Krieg gegen die Ukraine        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-09\/energieimporte-russland-eu-gas-oel-sanktionen-gxe\" data-ct-label=\"Energieimporte aus Russland: Diese L\u00e4nder f\u00fcllen Putins Kriegskasse\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Energieimporte aus Russland:<br \/>\n                        Diese L\u00e4nder f\u00fcllen Putins Kriegskasse<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/kriegsgewalt-frauen-russland-ukraine-krieg\" data-ct-label=\"Kriegsgewalt gegen Frauen: &quot;Ich bin nicht nur ein Opfer, ich bin auch eine Waffe&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Kriegsgewalt gegen Frauen:<br \/>\n                        &#8222;Ich bin nicht nur ein Opfer, ich bin auch eine Waffe&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2025-09\/drohnen-polen-russland-nato-wladimir-putin-europa\" data-ct-label=\"Drohnen in Polen: Putins zweite Front\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Drohnen in Polen:<br \/>\n                        Putins zweite Front<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die vergangene Folge des Wochenr\u00fcckblicks <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">finden Sie hier<\/a>.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im russischen Krieg gegen die Ukraine <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-08\/ukraine-lage-drohnen-oel-russland-wirtschaft-woche\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in unserem Liveblog<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aus der Region Donezk kommen aus ukrainischer Sicht nur selten gute Nachrichten. Eine davon verk\u00fcndete Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":435461,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,106,6077,1478,3040,13,1435,7418,14,15,16,307,12,317,306],"class_list":{"0":"post-435460","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-donezk","12":"tag-drohne","13":"tag-grenze","14":"tag-headlines","15":"tag-krieg-in-der-ukraine","16":"tag-lage-in-der-ukraine","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-politik","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-ukraine","23":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115232416949273852","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435460\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}