{"id":435464,"date":"2025-09-19T18:39:26","date_gmt":"2025-09-19T18:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435464\/"},"modified":"2025-09-19T18:39:26","modified_gmt":"2025-09-19T18:39:26","slug":"donald-trump-grossbritannien-und-die-usa-besondere-beziehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435464\/","title":{"rendered":"Donald Trump \u2013 Gro\u00dfbritannien und die USA: Besondere Beziehungen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img311525\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/311525.jpeg\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit K\u00f6nig Charles\"\/><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit K\u00f6nig Charles<\/p>\n<p>Foto: dpa\/PA Wire\/Jordan Pettitt<\/p>\n<p>Beim Staatsbesuch in Gro\u00dfbritannien zelebriert <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194138.usa-und-grossbritannien-donald-trump-in-uk-eine-neue-appeasement-politik.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump das B\u00fcndnis mit dem kolonialen Mutterland<\/a>. Die L\u00e4nder seien \u00bbdurch Geschichte und Glauben, Liebe, Sprache und durch \u00fcbernat\u00fcrliche Bande in Kultur und Tradition miteinander verbunden\u00ab, erkl\u00e4rte Trump diese Woche pathetisch in London. Passend dazu k\u00fcndigten US-Tech-Konzerne Investitionen in H\u00f6he von insgesamt 150 Milliarden Pfund (rund 170 Milliarden Euro) in Gro\u00dfbritannien an. Die Labour-Regierung wiederum zeigte sich erfreut, weil durch die angek\u00fcndigten Ausgaben angeblich <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cx2nllgl3q7o\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">7600 neue Jobs entstehen k\u00f6nnten<\/a>. Die \u00bbspecial relationship\u00ab, die besondere Beziehung zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien, wird neu ausgebaut.<\/p>\n<p>Doch das sind nicht die einzigen Verbindungen, die in diesen Tagen neu gekn\u00fcpft werden. Auch die extreme Rechte beider L\u00e4nder stellt ihre Verbundenheit unter Beweis. Am Wochenende vor dem Staatsbesuch war eine rechtsextreme Demonstration durch London marschiert, die mit gesch\u00e4tzten 150\u2005000 Menschen deutlich gr\u00f6\u00dfer ausfiel, als es von der Polizei und antifaschistischen Gruppen erwartet worden. Nach Einsch\u00e4tzung der antirassistischen Organisation Hope Not Hate war es die gr\u00f6\u00dfte rechte Demonstration in der britischen Geschichte.<\/p>\n<p>Kommentar Zum Thema: <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194138.usa-und-grossbritannien-donald-trump-in-uk-eine-neue-appeasement-politik.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194138.usa-und-grossbritannien-donald-trump-in-uk-eine-neue-appeasement-politik.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eine neue Appeasement-Politik<\/a> \u2013 Raul Zelik zur neuen britisch-amerikanischen Freundschaft<\/p>\n<p>Zwar hat <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193551.grossbritannien-einwanderersfeindsliche-proteste-lautstarke-minderheit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Erstarken der extremen Rechte in Gro\u00dfbritannien<\/a> in erster Linie innenpolitische Ursachen: Die soziale Krise hat einen fruchtbaren Boden f\u00fcr rechte Demagogen geschaffen, und rechte Medienkonzerne tun alles, um Einwanderer f\u00fcr die Armut im Land verantwortlich zu machen. Zugleich vers\u00e4umen es die Politiker, auch jene der regierenden Labour-Partei, der immer migrationsfeindlicheren Stimmung im Land etwas entgegenzusetzen.<\/p>\n<p>Doch die Entwicklung hat auch viel mit internationaler Unterst\u00fctzung zu tun. Auf der Demo am Samstag waren auffallend viele ausl\u00e4ndische Redner anwesend. Der franz\u00f6sische Rechtsextreme \u00c9ric Zemmour stand ebenso auf der B\u00fchne wie Petr Bystron von der AfD und Dominik Tarczy\u0144ski von der polnischen Rechtspartei PiS. Besonders prominent vertreten allerdings waren die USA. Elon Musk, Tech-Mogul und reichster Mensch der Welt, schaltete sich per Videolink zu, es war einer der H\u00f6hepunkte f\u00fcr die Teilnehmer. \u00bbEntweder wehrt ihr euch, oder ihr sterbt\u00ab, sagte Musk.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbEin B\u00fcrgerkrieg ist unvermeidbar\u00ab, schrieb Elon Musk im Sommer 2024, als es im ganzen Land zu rassistischen Krawallen kam.<\/p>\n<p>&#13;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der US-Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit explosiven Kommentaren in die britische Politik eingemischt. \u00bbEin B\u00fcrgerkrieg ist unvermeidbar\u00ab, schrieb er etwa im Sommer 2024, als es im ganzen Land zu rassistischen Krawallen kam, auf seiner Plattform X.<\/p>\n<p>Der Tech-Milliard\u00e4r und Tesla-Chef propagiert ein bestimmtes Wahnbild von Gro\u00dfbritannien, das in rechten Kreisen seit einigen Jahren Konjunktur hat. Ihm zufolge ist das Vereinigte K\u00f6nigreich eine multikulturelle H\u00f6lle, durchsetzt mit gesetzlosen muslimischen Ghettos. Ein Land, in dem Wei\u00dfe diskriminiert werden und der \u00bbWokeismus\u00ab die Redefreiheit zerst\u00f6rt. In den vergangenen Monaten hat sich f\u00fcr dieses d\u00fcstere Fantasieland ein Name eingeb\u00fcrgert: \u00bbYookay\u00ab, die Lautschrift f\u00fcr UK. <\/p>\n<p>Die Verstrickungen zwischen der britischen und amerikanischen Rechten \u2013 eine Art Gossenversion der \u00bbSpecial Relationship\u00ab \u2013 bestehen seit vielen Jahrzehnten. Es gebe zwischen den beiden Nationen \u00bbeine Geschichte des sich gegenseitig verst\u00e4rkenden Austauschs von Ideen am extremen rechten Rand\u00ab, sagte Paul Jackson von der University of Northampton, ein Experte f\u00fcr Rechtsextremismus, gegen\u00fcber der Zeitung \u00bbGuardian\u00ab.<\/p>\n<p>Besonders intensiv ist der Austausch seit der ersten Amtszeit Donald Trumps geworden. Seine Wahl Ende 2016 verschaffte Populisten und Extremisten weltweit einen Motivationsschub. St\u00e4rker als anderswo sp\u00fcrte man dies in Gro\u00dfbritannien, wo die rechten Kr\u00e4fte bereits mit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 auf dem Vormarsch waren. Vorangetrieben hatte den EU-Austritt Gro\u00dfbritanniens die UK Independance Party (UKIP) und ihrem Chef Nigel Farage \u2013 der einflussreichste Demagoge Gro\u00dfbritanniens ist ein gro\u00dfer Bewunderer Trumps, er war damals der erste ausl\u00e4ndische Politiker, der sich mit dem frisch gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten traf. Umgekehrt ist Trump ein Brexit-Fan, er hatte den EU-Austritt Gro\u00dfbritanniens unterst\u00fctzt, indem er dem Land ein umfassendes Freihandelsabkommen in Aussicht stellte.<\/p>\n<p>nd.DieWoche \u2013 unser w\u00f6chentlicher Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/311549.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>Mit unserem w\u00f6chentlichen Newsletter <strong>nd.DieWoche<\/strong> schauen Sie auf die wichtigsten Themen der Woche und lesen die <strong>Highlights<\/strong> unserer Samstagsausgabe bereits am Freitag. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/newsletter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier das kostenlose Abo holen<\/a>.<\/p>\n<p>Auch der rechtsextreme Aktivist Tommy Robinson (eigentlicher Name: Stephen Yaxley-Lennon), der die Demonstration am Samstag mitorganisierte, schaffte es dank US-amerikanischer Sch\u00fctzenhilfe zu neuer Prominenz. L\u00e4ngere Zeit f\u00fchrte er eine Randexistenz als islamophober Agitator. Als er 2018 wegen Missachtung des Gerichts ins Gef\u00e4ngnis kam, fand er einen passionierten F\u00fcrsprecher in Steve Bannon, dem fr\u00fcheren Weggef\u00e4hrten Trumps und Vordenker der Neuen Rechten. Auch Fox News, der rechte US-amerikanische Krawallsender des Medienmoguls Rupert Murdoch, ergriff Partei f\u00fcr Robinson.<\/p>\n<p>Der britische Rechtsextreme erhielt zudem materielle Unterst\u00fctzung: Der islamfeindliche Thinktank Middle East Forum \u00fcbernahm einen Teil seiner Gerichtskosten, und der US-Tech-Milliard\u00e4r Robert Shillman unterst\u00fctzte Robinson, indem er seine Stelle als \u00bbJournalist\u00ab beim kanadischen Outlet Rebel Media finanzierte. \u00dcberhaupt spielt Geld eine wichtige Rolle im US-britischen Netzwerk. <a href=\"https:\/\/www.prospectmagazine.co.uk\/politics\/68486\/dark-money-donald-trump-british-right-farage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Recherchen haben ergeben<\/a>, dass viele der schwerreichen amerikanischen Unterst\u00fctzer Trumps auch gro\u00dfz\u00fcgige Geldgeber rechtslibert\u00e4rer britischer Thinktanks sind. Diese Denkfabriken pflegten l\u00e4ngere Zeit enge Beziehungen zur Tory-Partei. Aber seitdem die britischen Konservativen in einem tiefen Umfrageloch stecken, lieb\u00e4ugeln die Thinktanks zunehmend mit Farages Rechtspartei Reform UK<a href=\"https:\/\/www.desmog.com\/2024\/09\/18\/tufton-street-reform-uk-conference-nigel-farage\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">, wie das Investigativportal DeSmog festgestellt hat<\/a>.<\/p>\n<p>Wie wichtig die Ereignisse in den USA f\u00fcr die britische Rechte sind, zeigte sich auch am Fall von Charlie Kirk. Die Ermordung des erzreaktion\u00e4ren Propagandisten letzte Woche wurde von Robinson und seinen Mitstreitern genutzt, um f\u00fcr die Demonstration in London zu mobilisieren. \u00dcberall waren am Samstag Bilder Kirks zu sehen, es gab eine Schweigeminute. Die US-amerikanischen rechten Medien, darunter InfoWars und die Voice of Florida, nahmen die britische Ehrung ihres Idols mit Genugtuung zur Kenntnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit K\u00f6nig Charles Foto: dpa\/PA Wire\/Jordan Pettitt Beim Staatsbesuch in Gro\u00dfbritannien zelebriert US-Pr\u00e4sident Donald Trump&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":435465,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13935,106,551,13,14,15,2417,12,3992,3993,3994,64,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-435464","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-brexit","11":"tag-donald-trump","12":"tag-grossbritannien","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-rechtsradikalismus","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-uk","19":"tag-united-kingdom","20":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","21":"tag-usa","22":"tag-vereinigtes-koenigreich","23":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115232424977815697","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435464"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435464\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}