{"id":435487,"date":"2025-09-19T18:54:47","date_gmt":"2025-09-19T18:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435487\/"},"modified":"2025-09-19T18:54:47","modified_gmt":"2025-09-19T18:54:47","slug":"bahnstrecke-hamburg-hannover-db-hat-keinen-plan-b-in-der-tasche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435487\/","title":{"rendered":"Bahnstrecke Hamburg-Hannover: DB hat keinen Plan B in der Tasche"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Hamburg-Hanover-route-Deutsche-Bahn-insists-on-new-construction-10662940.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Diese und keine andere: Die Deutsche Bahn hat in dem jahrzehntelangen Streit \u00fcber einen Aus- oder Neubau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover jetzt klar Stellung bezogen. &#8222;Es gibt keine Alternative zu dem geplanten Neubau. Wir haben keinen Plan B&#8220;, sagte ein Bahnsprecher <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/lokales\/hannover\/bahnstrecke-hamburg-hannover-deutsche-bahn-sieht-keine-alternative-zu-neubau-MDH24STZRVB7FLDZ74TUAMS7UI.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">der &#8222;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&#8220;<\/a>. Der vom Land Niedersachsen und mehreren Anrainer-Kommunen gew\u00fcnschten Erweiterung der Bestandsstrecke erteilt die Bahn damit eine klare Absage.<\/p>\n<p>Im Juni, als die Bahn ihre Planungen f\u00fcr die Strecke vorstellte, klangen die Worte dagegen noch vers\u00f6hnlich. Von einer &#8222;Vorzugsvariante&#8220; war da die Rede. Das klang nach Verhandlungsmasse. Allerdings machte die Bahn schon damals klar, dass der &#8222;reine Streckenausbau (&#8230;) sich trotz intensiver Pr\u00fcfung als deutlich unterdimensioniert herausgestellt&#8220; habe. Zudem l\u00e4uft allen Beteiligten die Zeit davon: Der Verkehr w\u00e4chst und die Strecke sei heute schon zu 147 Prozent ausgelastet.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/4\/1\/7\/0\/9\/Bildschirmfoto_2025-09-19_um_12.42.19-4e7919c0a714337c.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Grafik der Streckenplanung zwischen Hamburg und Hannover\" height=\"1626\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1068 \/ 1626; object-fit: cover;\" width=\"1068\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Die Karte zeigt die Vorzugsvariante der DB f\u00fcr den Neubau der Bahnstrecke Hamburg-Hannover. \u00d6stlich davon ist die bestehende Strecke zu sehen. Diese soll im Zuge der Generalsanierung im Jahr 2029 ert\u00fcchtigt werden.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0DB)\n    <\/p>\n<p>Bahn f\u00e4hrt &#8222;zweigleisig&#8220;<\/p>\n<p>Aus diesem Grunde will die Bahn im \u00fcbertragenen Sinne zweigleisig fahren: Die weiter \u00f6stlich \u00fcber Uelzen, Bad Bevensen und L\u00fcneburg verlaufende Bestandsstrecke soll in einer Generalsanierung im Jahr 2029 ert\u00fcchtigt, aber nicht ausgebaut werden. Der entlang der Autobahn 7 verlaufende Neubau, der durch Bergen f\u00fchrt und an Soltau sowie Seevetal vorbei nach Hamburg f\u00fchren soll, soll dann in den 2030er Jahren zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten schaffen.<\/p>\n<p>Ob und wann das aber gegen den erkl\u00e4rten Willen des Landes Niedersachsen und mehrerer betroffener Landkreise m\u00f6glich ist, bleibt fraglich. Der damalige Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) ist inzwischen Ministerpr\u00e4sident. Er lehnt das Vorhaben in der Form ab. Und der Bahn fehlt \u00fcberdies noch das gr\u00fcne Licht des Bundestages. Wenn dieser keine Finanzierung zusagt, ist das Projekt ohnehin vom Tisch.<\/p>\n<p>Bahn hebt die Vorz\u00fcge hervor<\/p>\n<p>Die Bahn <a href=\"https:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/presse-regional\/pr-hamburg-de\/aktuell\/presseinformationen-regional\/Bahn-stellt-Planungen-zur-Strecke-Hannover-Hamburg-vor-13428136\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">argumentiert<\/a>, dass sie 29 Varianten gepr\u00fcft habe und dabei vier Varianten in die engere Auswahl kamen. Sie wurden anhand von 200 Kriterien genauer untersucht. Die vorgeschlagene Vorzugsvariante erf\u00fclle die Kriterien des <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Deutschlandtakt-verspaetet-sich-um-etwa-40-Jahre-7533537.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschlandtakts<\/a> und sei geeignet, Platz f\u00fcr mehr Personen- und G\u00fcterz\u00fcge zu schaffen. Zudem w\u00fcrden etliche Verbindungen verbessert. Die ICE-Fahrt zwischen Hamburg und Hannover verk\u00fcrze sich um 20 auf 59 Minuten. Das h\u00e4tte positive Auswirkungen auf das gesamte Bundesgebiet. F\u00fcr Soltau und Bergen g\u00e4be es deutlich schnellere Nahverkehrsanbindungen.<\/p>\n<p>Die Kritiker \u00fcberzeugt das nicht. Schon in den 90er-Jahren wurde \u00fcber eine so genannte Y-Trasse gestritten, die durch die L\u00fcneburger Heide f\u00fchren und sich bei Walsrode in Str\u00e4nge nach Hamburg und Bremen aufteilen sollte. Aufgrund von Protesten und wirtschaftlichen Bedenken wurde das Vorhaben in den 2010er-Jahren verworfen. An seine Stelle trat nach einem Dialogforum mit verschiedenen Betroffenen, das damals von Lies initiiert wurde, der Plan &#8222;Alpha E&#8220;. Der Kompromiss sah im Ergebnis vor allem eine Erweiterung der Bestandsstrecke um ein drittes Gleis vor \u2013 ein Plan, der auch nicht allen Anrainern schmeckte, vor allem aber durch zunehmende Verkehre und das Vorhaben, Takte deutschlandweit zu synchronisieren, infrage gestellt wurde.<\/p>\n<p>Das Bundesverkehrsministerium und die Bahn sind inzwischen der Ansicht, dass ein Ausbau nicht ausreichen wird, um die zunehmenden Verkehre zu bew\u00e4ltigen. R\u00fcckenwind bekommen sie dabei vom Fahrgastverband Pro Bahn und vom Verkehrsclub Deutschland.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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