{"id":435567,"date":"2025-09-19T19:39:14","date_gmt":"2025-09-19T19:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435567\/"},"modified":"2025-09-19T19:39:14","modified_gmt":"2025-09-19T19:39:14","slug":"vertrauen-in-verkehrsinfrastruktur-nicht-verspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/435567\/","title":{"rendered":"Vertrauen in Verkehrsinfrastruktur nicht verspielen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\"><b>Drohender Baustopp bei Ortsumfahrungen muss verhindert werden! \u2013 Stellungnahme der IHK Halle-Dessau\u00a0<\/b><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Sorge blickt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) auf die aktuelle Diskussion um drohende Baustopps bei wichtigen Bundesstra\u00dfenprojekten in Sachsen-Anhalt. Nach einem internen Papier des Bundesverkehrsministeriums stehen die Ortsumfahrungen Halle-Bruckdorf (B 6) und Wittenberg (B 2) auf der Kippe. \u201eWer Infrastrukturprojekte des vordringlichen Bedarfs pl\u00f6tzlich infrage stellt, verspielt Vertrauen in die Verl\u00e4sslichkeit staatlichen Handelns. St\u00e4dte, Unternehmen und Investoren brauchen Planungssicherheit \u2013 und keine kurzfristigen Kehrtwenden\u201c, mahnt IHK-Pr\u00e4sident Sascha Gl\u00e4\u00dfer.<\/p>\n<p><b><br \/>Projekte von zentraler Bedeutung<\/b><\/p>\n<p>Die Planungen zur Ortsumfahrung <b>Halle-Bruckdorf<\/b> als Bestandteil des Gesamtprojekts \u201eAusbau der B 6 von Halle bis zur A 9 \u2013 Anschlussstelle Gro\u00dfkugel\u201c seien weit fortgeschritten, das Baurecht stehe kurz bevor. Bereits heute rolle mit rund 17.500 Fahrzeugen t\u00e4glich, darunter \u00fcber ein Zehntel Schwerverkehr, ein hohes Verkehrsaufkommen durch das Wohngebiet Bruckdorf. Die Menschen dort, so der IHK-Pr\u00e4sident, warteten seit Jahren auf Entlastung. Die Stadt Halle (Saale) sei im Vertrauen auf Verbindlichkeit des Bundesverkehrswegeplanes bereits in Vorleistung gegangen und habe die geplante Ansiedlung eines gro\u00dfen M\u00f6belhauses im Gewerbegebiet Bruckdorf mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes begleitet. F\u00fcr eine funktionierende Verkehrserschlie\u00dfung sei die planm\u00e4\u00dfige Realisierung der Ortsumfahrung im Zuge der B 6 zu Grunde gelegt worden. \u201eDiese Ortsumfahrung ist unerl\u00e4sslich. Wer hier jetzt stoppt, gef\u00e4hrdet nicht nur die Lebensqualit\u00e4t, sondern auch konkrete Unternehmensansiedlungen\u201c, so Gl\u00e4\u00dfer.<\/p>\n<p>Noch dringender sei die Situation in <b>Wittenberg<\/b>: Dort sei die Ostumfahrung im Zuge der B 2 bereits zu zwei Dritteln gebaut. Angesichts des von der Bundesregierung aufgelegten Sonderverm\u00f6gens von 500 Mrd. Euro sei ein Stopp der mit etwa 7 Mio. Euro bezifferten \u201eRestarbeiten\u201c nicht vermittelbar \u2013 zumal die in der Vergangenheit bereits f\u00fcr den Bau get\u00e4tigten Investitionen in vielfacher Millionenh\u00f6he damit quasi entwertet w\u00fcrden. Die produzierenden Unternehmen sowie die ans\u00e4ssigen Spediteure in Wittenberg und Umgebung w\u00fcrden faktisch benachteiligt, da sie mit der aktuell schlechten Verkehrsinfrastruktur leben m\u00fcssten. Wirtschaftlich sei die gesamte Region um die Lutherstadt Wittenberg durch die fehlende Umfahrung B2 (aber auch durch die Umfahrung Coswig-Griebo; Nordumfahrung Wittenberg; Umfahrung bis Jessen) seit Jahrzenten abgeh\u00e4ngt. \u201eEin Baustopp in Wittenberg w\u00e4re ein Schildb\u00fcrgerstreich: Millionen sind bereits investiert, der Nutzen f\u00fcr die Region steht au\u00dfer Frage \u2013 und nun soll das letzte St\u00fcck nicht mehr gebaut werden? Eine solche Verschwendung \u00f6ffentlicher Gelder ist nicht hinnehmbar\u201c, wird Gl\u00e4\u00dfer deutlich.<\/p>\n<p>Die IHK setze sich hier im engen Schulterschluss mit dem Landkreis Wittenberg f\u00fcr eine Verbindlichkeit politischer Entscheidungen ein. Dessen Landrat, Christian Tylsch, betont: \u201e\u2060Verl\u00e4sslichkeit sieht anders aus, hier muss der Bund glaubw\u00fcrdig bleiben. Ich bin entt\u00e4uscht von diesem Taktieren des Bundesverkehrsministeriums. Was im Bundesverkehrsplan steht, muss auch finanziert werden \u2013 daf\u00fcr gibt es diesen Plan. Sonst br\u00e4uchten wir weder seine aufwendige Erstellung noch die Diskussionen darum. Die Ortsumfahrung Wittenberg an der B2 ist seit Jahren ein Thema, sie wurde bewusst mit anderen Ortsumfahrungen, von der Autobahn kommend, verkn\u00fcpft \u2013 so war es vom Bund gewollt. Das muss so bleiben!\u201c<\/p>\n<p><b>Verl\u00e4sslichkeit und Standortfaktor Infrastruktur<\/b><\/p>\n<p>Die IHK unterstreicht, dass die Verkehrsinfrastruktur ein entscheidender Standortfaktor f\u00fcr Unternehmen sei. Entwicklungspl\u00e4ne von St\u00e4dten und Regionen, aber auch private Investitionen, orientierten sich an den Projekten des Bundesverkehrswegeplans. \u201eWer heute den Rotstift bei laufenden Projekten ansetzt, riskiert morgen Investitionsentscheidungen und damit Arbeitspl\u00e4tze. Verl\u00e4ssliche Infrastrukturpolitik ist Grundvoraussetzung f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand in unserer Region\u201c, so Gl\u00e4\u00dfer abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Die IHK Halle-Dessau ist die gemeinsame Stimme von 52.000 Unternehmen im s\u00fcdlichen Sachsen-Anhalt. Ihre Mitglieder sichern 400.000 Arbeitspl\u00e4tze und tragen mit j\u00e4hrlich 30 Milliarden Euro ma\u00dfgeblich zur regionalen Wertsch\u00f6pfung bei. Als K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts vereint die IHK Gesamtinteressenvertretung, Dienstleistungen und hoheitliche Aufgaben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drohender Baustopp bei Ortsumfahrungen muss verhindert werden! \u2013 Stellungnahme der IHK Halle-Dessau\u00a0 \u00a0 Mit gro\u00dfer Sorge blickt die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":435568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-435567","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115232660781569344","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}