{"id":436997,"date":"2025-09-20T09:19:09","date_gmt":"2025-09-20T09:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/436997\/"},"modified":"2025-09-20T09:19:09","modified_gmt":"2025-09-20T09:19:09","slug":"virtual-boy-wiederentdeckt-vr-emulator-haucht-3d-spielen-neues-leben-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/436997\/","title":{"rendered":"&#8222;Virtual Boy\u201c wiederentdeckt: VR-Emulator haucht 3D-Spielen neues Leben ein"},"content":{"rendered":"<p>Der Virtual Boy gilt als Nintendos gr\u00f6\u00dfter Misserfolg. Zum Scheitern der 3D-Spielkonsole trugen zahlreiche Faktoren bei: der hohe Preis, ein irref\u00fchrendes Marketing, mangelhafte Ergonomie und nicht zuletzt das Rot-Schwarz-Display, das bei langer Nutzung f\u00fcr Kopf- und Augenschmerzen sorgte. Insgesamt verkaufte Nintendo weniger als eine Million Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>Drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter hat das Produkt Chancen auf eine Neubewertung: Vergangene Woche <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nintendos-Virtual-Boy-feiert-Comeback-als-Switch-Zubehoer-10643358.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">k\u00fcndigte Nintendo ein Comeback des Virtual Boy<\/a> als Zubeh\u00f6r f\u00fcr Switch 1 und 2 an. Erste Spiele sollen im kommenden Jahr \u00fcber Nintendo Switch Online erscheinen, darunter Klassiker wie &#8222;Mario\u2019s Tennis&#8220;, &#8222;Galactic Pinball&#8220; und &#8222;Teleroboxer&#8220;.<\/p>\n<p>Wer eine Meta Quest besitzt und Virtual-Boy-Spiele schon heute wiederentdecken m\u00f6chte, kann das mit dem Open-Source-Emulator &#8222;VirtualBoyGo&#8220; tun. Wir haben den Selbstversuch mit einer <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Meta-Quest-3-im-Test-Mixed-Reality-schon-vor-der-Apple-Vison-Pro-9329568.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meta Quest 3<\/a> unternommen und waren von dieser Erfahrung und der Qualit\u00e4t der Virtual-Boy-Spiele positiv \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Wenn 3D und Retro-Charme auf moderne VR-Hardware treffen<\/p>\n<p>Der Virtual Boy war ein <a href=\"https:\/\/www.copetti.org\/writings\/consoles\/virtual-boy\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">technisch innovatives Ger\u00e4t<\/a>, nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben aber kein richtiges VR-System, da Funktionen wie Kopftracking und r\u00e4umlich erfasste Controller fehlten. Selbst das Sichtfeld war vergleichsweise schmal. Die VR-Komponente beschr\u00e4nkt sich auf den stereoskopischen 3D-Effekt, der auf einer modernen VR-Brille hervorragend zur Geltung kommt. Visuell ist es eine gro\u00dfe Freude, die alten 3D-Spiele auf Quest 3 zu erleben: gro\u00dfformatig, hell leuchtend und gestochen scharf erstrahlen sie im ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Rot-Schwarz des Virtual Boy.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/4\/0\/4\/6\/0\/Virtual-Boy-Mario-Clash-42c5f72234765580.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Spielszene aus &quot;Mario Clash&quot; in rot-schwarzer Monochrom-Grafik mit Spielfiguren, Plattformen und UI-Elementen im Retro-Stil.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Spiele wie \u201eMario Clash\u201c pr\u00e4sentieren das Geschehen auf unterschiedlichen Tiefenebenen.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0tobe)\n    <\/p>\n<p>Die Spiele nutzen den 3D-Effekt auf unterschiedliche Weise: Titel wie &#8222;Virtual Boy Wario Land&#8220;, &#8222;Mario Clash&#8220; und das Shoot \u2019em up &#8222;Vertical Force&#8220; sind klassische Side-Scroller, bei denen Wario, Mario und das Raumschiff zwischen zwei Tiefenebenen hin- und herwechseln. In &#8222;Mario\u2019s Tennis&#8220; sieht man die Spielfigur ebenfalls ganz klassisch von au\u00dfen, w\u00e4hrend sich das Spielfeld mit der Spielfgur nach vorn und hinten bewegt und so den r\u00e4umlichen Effekt betont. Eine Immersionsstufe h\u00f6her liegen Titel, die auf die Egoperspektive setzen: Das Roboter-Boxspiel &#8222;Teleroboxer&#8220; und der 3D-Shooter &#8222;Red Alarm&#8220;, der eine optionale Cockpit-Ansicht bietet. Letzteres Spiel, das an Titel wie &#8222;Descent&#8220; und &#8222;Star Fox&#8220; erinnert, hat es uns mit seiner minimalistischen Wireframe-Grafik besonders angetan. Es wirkt wie ein noch abstrakterer, schrillerer Vorl\u00e4ufer des VR-Spiels &#8222;Rez Infinite&#8220;.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/4\/0\/4\/6\/0\/Virtual-Boy-Red-Alarm-3acbca6b11c0aada.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Spielszene aus &quot;Red Alarm&quot;. Monochrome Grafik in Rot, die Geometrie, Gegner und UI-Elemente zeigt. \" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Drahtgitter in grellem Rot-Schwarz: die Cockpit-Ansicht aus &#8222;Red Alarm&#8220;.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0tobe)\n    <\/p>\n<p>Auch spielerisch wissen viele der Titel zu \u00fcberzeugen und sind eindeutig eine Wiederentdeckung wert: &#8222;Virtual Boy Wario Land&#8220; etwa gilt als eines der besten Wario-Spiele. Allein deswegen haben Nintendo- und Retro-Fans beim Comeback des Virtual Boy allen Grund zur Vorfreude.<\/p>\n<p>Der Virtual Boy verdient eine zweite Chance<\/p>\n<p>Noch offen ist, wie die Spielerfahrung auf der neuen Virtual-Boy-Hardware ausfallen wird: Nintendo bleibt dem unpraktischen Originalaufbau aus St\u00e4nder und Visier treu, mit dem Unterschied, dass eine Switch-Konsole in das Zubeh\u00f6r eingesetzt wird, welche die Rechenleistung und das Display liefert. Eine ebenfalls geplante, g\u00fcnstigere Karton-Ausf\u00fchrung muss beim Spielen offenbar ans Gesicht gehalten werden.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/4\/0\/4\/6\/0\/Virtual-Boy-Golf-cf1e047579cade92.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Spielszene aus &quot;Golf&quot;: Golfspieler beim Abschlag auf Golfplatz mit B\u00e4umen im Hintergrund.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Mit &#8222;VirtualBoyGo&#8220; l\u00e4sst sich Rot in Gr\u00fcn verwandeln. Eine Option, die besser zu Spielen wie &#8222;Golf&#8220; passt.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0tobe)\n    <\/p>\n<p>Eine VR-Brille wie Quest 3 hat den Vorteil einer komfortableren Nutzung und h\u00f6heren Bildqualit\u00e4t, da es sich um ein integriertes VR-System mit hochwertigen Linsen handelt. Auf Seiten der Software bietet &#8222;VirtualBoyGo&#8220; eine Vielzahl von Einstellungsm\u00f6glichkeiten: So lassen sich der Farbton ver\u00e4ndern, man kann in einen 2D-Modus wechseln, die Knopfbelegung individuell festlegen, sowie den IPD-Wert, die Gr\u00f6\u00dfe und die Entfernung des virtuellen Bildschirms digital justieren. Die H\u00fcrden, die f\u00fcr den VR-Emulator zu nehmen sind, d\u00fcrften f\u00fcr Gelegenheitsnutzer allerdings zu hoch sein: &#8222;VirtualBoyGo&#8220; muss <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/ratgeber\/VR-Brille-Oculus-Quest-ausreizen-Sideloading-und-PC-Software-Streaming-4699337.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">via Sideloading auf Meta Quest installiert<\/a> werden, was die Erstellung eines Entwicklerkontos und den Anschluss eines Rechners an Meta Quest voraussetzt.<\/p>\n<p>Aber wer wei\u00df: Vielleicht bringt Nintendo eines Tages Virtual-Boy-Spiele auf die Meta Quest oder eine andere VR-Brille oder wagt sogar den Schritt zu einem eigenen Headset. Tr\u00e4umen darf man ja. Unser Fazit aus dem Selbstversuch hei\u00dft jedenfalls: Es wird h\u00f6chste Zeit f\u00fcr eine Neubewertung des Virtual Boy.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/mailto:tobe@heise.de\" title=\"Tomislav  Bezmalinovi\u0107\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tobe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Virtual Boy gilt als Nintendos gr\u00f6\u00dfter Misserfolg. 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