{"id":437126,"date":"2025-09-20T10:29:15","date_gmt":"2025-09-20T10:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/437126\/"},"modified":"2025-09-20T10:29:15","modified_gmt":"2025-09-20T10:29:15","slug":"berliner-gorki-theater-wirbt-mit-antisemitismus-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/437126\/","title":{"rendered":"Berliner Gorki-Theater wirbt mit Antisemitismus | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Die Kufiya in der einen, eine Gebetskette in Pal\u00e4stina-Farben in der anderen Hand und auf seinem Shirt die Umrisse eines Landes ohne Israel. So pr\u00e4sentierte das bekannte Maxim Gorki Theater aus Berlin auf einem aktuellen Werbeplakat eines seiner Ensemblemitglieder. Gegen Antisemitismus engagierte K\u00fcnstler sind entsetzt.<\/b><\/p>\n<p>Das T-Shirt des im Westjordanland geborenen Schauspielers zeigt die Umrisse eines Landes, \u201edas wohl als Einstaaten-L\u00f6sung ohne Israel zu verstehen ist\u201c, beklagt der Verein Artists Against Antisemitism Berlin (K\u00fcnstler gegen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/antisemitismus-alle-infos-und-news-sJEel1xzf1PkxGH95Vie\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antisemitismus<\/a> Berlin). Auf dem Instagram-Kanal des Theaters gab es offenbar Proteste in den Kommentarspalten. Daraufhin sei zun\u00e4chst die Kommentarfunktion eingestellt und kurz darauf das Bild von Karim Daoud ohne Erkl\u00e4rung gel\u00f6scht worden, so das K\u00fcnstlerkollektiv.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1449\" alt=\"Deutlich zu erkennen: Das T-Shirt zeigt ein Pal\u00e4stina ohne Israel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/d0136e9a7511caf3180f81afe1c22c98,a2b4a6e7\"   class=\"dynamic\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Deutlich zu erkennen: Das T-Shirt zeigt ein Pal\u00e4stina ohne Israel<\/p>\n<p>Foto: Maxim Gorki Theaters<\/p>\n<p>Das Gorki will sich zu \u201eEinzelpersonalangelegenheiten\u201c aus Rechtsgr\u00fcnden nicht \u00e4u\u00dfern, wie es hei\u00dft. Laut Theater konnten die Ensemblemitglieder aber bei dem Shooting \u201enach freiem k\u00fcnstlerischem Ermessen im Rahmen ihrer Kunstfreiheit sich zu sie ber\u00fchrenden Themen individuell \u00e4u\u00dfern, weshalb Posen, Hintergr\u00fcnde, Kost\u00fcme und Requisiten frei von ihnen gew\u00e4hlt wurden\u201c, so das Gorki weiter. Vorgaben f\u00fcr das Shooting oder eine anschlie\u00dfende Kontrolle der Motive habe es nicht gegeben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Das Maxim Gorki Theater in Mitte wirbt mit einer umstrittenen Foto-Aktion f\u00fcr seine Spielzeit\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/51ac908526209726b5a87a35f7fdbb07,f1d03444\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Das Maxim Gorki Theater in Mitte wirbt mit einer umstrittenen Foto-Aktion f\u00fcr seine Spielzeit<\/p>\n<p>Foto: picture alliance \/ Schoening<\/p>\n<p>Mehr zum ThemaGorki-Theater: Schauspieler haben Motive frei gew\u00e4hlt<\/p>\n<p><b>Doch der Verein \u201eArtists Against Antisemitism <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Berlin\u201c<\/b><\/a><b> benennt zwei weitere aus seiner \u201eSicht problematische Fotos der Kampagne, die weiterhin online sind.\u201c<\/b><\/p>\n<p>Konkret geht es um die Plakate von Maryam Abu Khaled (35) und Aleksandar Radenkovi\u0107 (45). Eines zeigt die in Nazareth geborene Schauspielerin ebenfalls mit Kufyia und zugeklebten Mund vor der Kulisse zerst\u00f6rter Bauten in Gaza.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"Das umstrittene Plakat mit Maryam Abu Khaled (35)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ef2bbc8af4f3c688bbdb61a185730a17,dd43889f\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Maryam Abu Khaled (35) mit einer Kufiya um die H\u00fcften. Im Hintergrund ist die Explosion eines Geb\u00e4udes in Gaza zu sehen <\/p>\n<p>Foto: Maxim Gorki Theaters<\/p>\n<p>Auf dem anderen sieht man den serbischst\u00e4mmigen Schauspieler mit rot bemalter Handfl\u00e4che. Letzteres soll im Demonstrationskontext prinzipiell Blut an den H\u00e4nden symbolisieren. Von Juden und im Zusammenhang mit propal\u00e4stinensischen Aktionen wird die Geste jedoch als Hinweis auf den Mord an zwei israelischen Soldaten in Ramallah und das Feiern der Tat verstanden. Laut Gorki beziehen sich die rote Handfl\u00e4che allerdings auf massive Studentenproteste in Serbien und das Plakat Maryam Abu Khaleds auf eine Absetzung des St\u00fccks \u201eThe Situation\u201c nach dem 7. Oktober 2023 am Gorki.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"Das Plakat mit Aleksandar Radenkovi\u0107 (45)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/4ad3d472a93252e04eccd3dd175f4ead,8c5e8cc0\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Das Plakat mit Aleksandar Radenkovi\u0107 (45)<\/p>\n<p>Foto: Maxim Gorki Theaters<\/p>\n<p>\u201eWir sind der Auffassung, dass zumindest die ungeheuerliche Entgleisung der symbolischen Ausl\u00f6schung Israels nicht unbeachtet und unwidersprochen bleiben kann\u201c, schreiben Artists Against Antisemitism. Eine Beschwerde der K\u00fcnstler und die Aufforderung zur \u00f6ffentlichen Entschuldigung an das Theater sei bislang unbeantwortet geblieben.<\/p>\n<p>Kultursenatorin aus Berlin schaltet sich ein<\/p>\n<p><b>Die zust\u00e4ndige Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson will sich nun \u00fcber die von ihr als verst\u00f6rend empfundenen Motive mit der Hausleitung des Maxim Gorki Theaters austauschen, lie\u00df eine Sprecherin auf Anfrage von BILD mitteilen.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Die Kufiya in der einen, eine Gebetskette in Pal\u00e4stina-Farben in der anderen Hand und auf seinem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":437127,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[712,296,29,30,411,2548,45,94],"class_list":{"0":"post-437126","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-israel","13":"tag-palaestina","14":"tag-texttospeech","15":"tag-theater"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115236161059914946","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/437126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=437126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/437126\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/437127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=437126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=437126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=437126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}