{"id":437949,"date":"2025-09-20T18:14:09","date_gmt":"2025-09-20T18:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/437949\/"},"modified":"2025-09-20T18:14:09","modified_gmt":"2025-09-20T18:14:09","slug":"ukrainekrieg-kann-europa-sich-das-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/437949\/","title":{"rendered":"Ukrainekrieg: Kann Europa sich das leisten?"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/ukraine-krieg-finanzen-russische-vermoegen-eu\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Kann Europa sich das leisten?<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/ukraine-krieg-finanzen-russische-vermoegen-eu\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Europa ersetzt die USA<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es ist ein bemerkenswerter Tonwechsel, den Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor dem Treffen mit seinen europ\u00e4ischen Amtskollegen in Kopenhagen vollzogen hat. Seit mehr als drei Jahren konnten weder die Ampelkoalition noch Schwarz-Rot sich dazu durchringen, Russlands eingefrorene Verm\u00f6genswerte in der EU im gr\u00f6\u00dferen Stil zugunsten der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> anzuzapfen.\u00a0Noch im August sprach sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dagegen aus. Zu gro\u00df seien die juristischen Risiken. Vor dem EU-Treffen <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diskussionen-in-eu-um-eingefrorene-russische-gelder-und-schaerfere-sanktionen-102.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagte Vizekanzler Klingbeil (SPD) nun<\/a>, dass alles doch noch einmal genau gepr\u00fcft werden m\u00fcsse: &#8222;Deutschland wird eine Rolle einnehmen, bei der wir Dinge m\u00f6glich machen wollen und nicht, bei der wir Dinge blockieren&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr die Ukraine ist dieser Satz zumindest ein Grund f\u00fcr vorsichtigen Optimismus in einer finanziell misslichen Lage. \u00dcber ebendiese werden sich <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europas<\/a> Finanzminister bei ihrem Treffen am Samstag in Kopenhagen intensiv beraten m\u00fcssen. Seit die USA sich unter Donald Trump aus der Ukrainefinanzierung weitgehend zur\u00fcckgezogen haben, muss Europa die Hauptlast tragen. Und diese f\u00e4llt jetzt offenbar deutlich schwerer aus als bisher angenommen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dies deutete vor wenigen Tagen ein Bericht des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IMF) an. Nach der Pr\u00fcfung des ukrainischen Finanzbedarfs im September kamen die Experten zu dem Schluss, dass in den kommenden beiden Jahren <a href=\"https:\/\/euromaidanpress.com\/2025\/09\/12\/ukraine-imf-funding-gap-20-billion-us-support-dwindles\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zus\u00e4tzlich bis zu 20 Milliarden US-Dollar an Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt werden<\/a>, das sind rund 17 Milliarden Euro. Einige Tage sp\u00e4ter legte das ukrainische Finanzministerium dann einen Haushaltsplan f\u00fcr 2026 vor, der den Befund best\u00e4tigt. Das kriegsbedingte Defizit bezifferte das Ministerium damit auf rund <a href=\"https:\/\/kyivindependent.com\/ukraine-submits-draft-2026-budget-amid-rising-financing-gap-projections\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">57 Milliarden Dollar<\/a>, rund 10 Milliarden mehr als 2025.\u00a0Davon wiederum m\u00fcssten mindestens 50 Milliarden Dollar durch Zusch\u00fcsse von Verb\u00fcndeten gedeckt werden.\n<\/p>\n<p>        Reparationsdarlehen im Gespr\u00e4ch        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Woher das Geld kommen soll, ist bisher nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Nach Angaben des ukrainischen Finanzministers Serhij Martschenko fehlten Zusagen f\u00fcr mindestens 18 Milliarden US-Dollar, oder umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro. Er hoffe dabei auf die Kreativit\u00e4t seiner europ\u00e4ischen Kollegen. &#8222;Sie k\u00f6nnen einen realen Mechanismus schaffen, der uns die Nutzung der eingefrorenen russischen Verm\u00f6gen ohne ihre tats\u00e4chliche Konfiskation erlaubt&#8220;, <a href=\"https:\/\/interfax.com.ua\/news\/economic\/1104664-amp.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagte Martschenko auf einer Sicherheitskonferenz in Kyjiw<\/a> vor wenigen Tagen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Insgesamt haben westliche Staaten russische Zentralbankreserven in H\u00f6he von rund 300 Milliarden Euro eingefroren. Fast 200 davon liegen auf Konten beim belgischen Finanzdienstleister Euroclear. Dabei handelt es sich um Bargeldguthaben und verzinste Anleihen. Bislang bekommt die Ukraine nur die Zinseink\u00fcnfte aus diesen Mitteln \u00fcber das sogenannte ERA-Programm der G7-Staaten \u00fcberwiesen. Insgesamt soll das Land dadurch in Tranchen bis Ende 2027\u00a0rund 45 Milliarden US-Dollar erhalten.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. Zudem erhalten Sie erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen \u2013 wie Videos oder Texte.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr die Ukraine ist das allerdings viel zu langsam. Deswegen hat die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/statement_25_2138\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Kommission in diesen Tagen eine neue Idee vorgelegt<\/a>. Die\u00a0besteht darin, das russische Geld als Sicherheit f\u00fcr einen Kredit an die Ukraine zu nutzen, ein sogenanntes Reparationsdarlehen. Die Ukraine m\u00fcsste diesen Kredit nur dann zur\u00fcckzahlen, wenn sie wiederum nach einem Friedensschluss Reparationen, also Geld aus <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a>, bek\u00e4me.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In gewisser Weise w\u00fcrden die hypothetischen russischen Reparationszahlungen per <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kredit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kredit<\/a> vorgezogen, ohne dass die russischen Verm\u00f6genswerte formal konfisziert w\u00fcrden. Mit diesem Kniff w\u00fcrden die Einw\u00e4nde jener EU-Staaten, die sich gegen eine formale Beschlagnahmung aussprechen, adressiert. V\u00f6lkerrechtlich gedeckt ist der ukrainische Anspruch auf Reparationen zweifellos. Und Russland k\u00f6nnte das Geld in ferner Zukunft als eine Anzahlung auf eben diese Reparationen anrechnen lassen. Zahlt Russland nicht, bleiben die Mittel der Moskauer Zentralbank auf europ\u00e4ischen Konten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Kann Europa sich das leisten? 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