{"id":438615,"date":"2025-09-21T00:37:10","date_gmt":"2025-09-21T00:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/438615\/"},"modified":"2025-09-21T00:37:10","modified_gmt":"2025-09-21T00:37:10","slug":"putin-eroeffnet-intervision-moskaus-antwort-auf-den-esc-brave-powerballaden-und-keine-perversionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/438615\/","title":{"rendered":"Putin er\u00f6ffnet Intervision: Moskaus Antwort auf den ESC: Brave Powerballaden und keine &#8222;Perversionen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Putin er\u00f6ffnet Intervision<br \/>\n                Moskaus Antwort auf den ESC: Brave Powerballaden und keine &#8222;Perversionen&#8220; <\/p>\n<p>\t\t\t\t              21.09.2025, 01:13 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Vom ESC ist Russland ausgeschlossen, daf\u00fcr holt der Kreml jetzt den sowjetischen Intervision-Wettbewerb aus der Versenkung. Es geht um Musik &#8211; und um Moskaus geopolitische Interessen. <\/strong><\/p>\n<p>Bei der russischen Gegenveranstaltung zum Eurovision Song Contest (ESC) hat ein Lied aus Vietnam den Sieg errungen. Unter Teilnehmern aus mehr als 20 L\u00e4ndern setzte die internationale Jury des Musikwettbewerbs Intervision den S\u00e4nger Duc Phuc mit seinem Titel &#8222;Phu Dong, der himmlische K\u00f6nig&#8220; auf Platz eins. Platz zwei ging an Kirgistan, Platz drei an Katar.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend beim ESC Politiker keine Rolle spielen, begann die vierst\u00fcndige Fernsehshow in Moskau mit einer Videobotschaft von Pr\u00e4sident Wladimir Putin. Vor 11.000 Zuschauern in der Konzerthalle Live Arena stellte er den aus Sowjetzeiten wiederbelebten Wettbewerb Intervision politisch in den Rahmen einer Kultur, die nicht vom Westen beherrscht wird. F\u00fcr alle L\u00e4nder gehe es um eine freie Entwicklung, um eine Bewahrung ihrer Identit\u00e4t, sagte der Kremlchef. &#8222;Gerade die Achtung vor traditionellen Werten, zur Vielfalt der Kulturen ist die grundlegende Idee des Wettbewerbs und inspiriert die Teilnehmer, k\u00fcnstlerische H\u00f6hen zu erreichen.&#8220;<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/7696313bb104bedcd49e1dacbc7162b7.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Putin war aus dem Kreml zugeschaltet.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/7696313bb104bedcd49e1dacbc7162b7.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Putin war aus dem Kreml zugeschaltet.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: IMAGO\/ITAR-TASS)<\/p>\n<p> Unter den Teilnehmerl\u00e4ndern waren fr\u00fchere Sowjetrepubliken wie Belarus, Kasachstan oder Usbekistan, aber auch mit Russland befreundete L\u00e4nder in der Staatengruppe Brics wie China, Indien, Brasilien und S\u00fcdafrika. Insgesamt repr\u00e4sentierten die teilnehmenden Staaten \u00fcber 4,3 Milliarden Menschen. F\u00fcr das weltweite Publikum an den Fernsehschirmen wurde auf Russisch, Chinesisch und Englisch moderiert.<\/p>\n<p>&#8222;Intervision wiederzubeleben bedeutet, sich gegen die westliche Unterhaltungsbranche zu stellen, und den Faden eines typischen Kalter-Krieg-Wettbewerbs wiederaufzunehmen&#8220;, sagt der Experte f\u00fcr internationale Politik, Cyrille Bret, der demn\u00e4chst ein Buch zur &#8222;Geopolitik der Eurovision&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Russland suche seit seinem Ausschluss vom ESC vor drei Jahren nach &#8222;Plattformen und Einflusskan\u00e4len&#8220;.<\/p>\n<p>Intervision sieht aus wie Eurovision<\/p>\n<p>Am ESC hat sich Moskau wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine schon viermal nicht beteiligen d\u00fcrfen, und Intervision war ausdr\u00fccklich als Gegenveranstaltung angelegt. Daf\u00fcr fiel das Spektakel erstaunlich \u00e4hnlich aus: Einspieler, Sofas f\u00fcr Musiker und Musikerinnen w\u00e4hrend der Wartezeit, Schalten zwischen B\u00fchne und Interviews, technisch aufwendige digitale B\u00fchnenbilder.<\/p>\n<p>Nur eine Publikumsabstimmung gab es nicht. Was auch fehlte, waren die Verr\u00fccktheiten des ESC &#8211; doch das war gewollt. Moskau steht mit dem bunten und queer-freundlichen europ\u00e4ischen Wettbewerb auf Kriegsfu\u00df. Die &#8222;internationale LGBTQ-Bewegung&#8220; ist in Russland seit 2023 als &#8222;extremistisch&#8220; eingestuft. Man wolle, dass die &#8222;urspr\u00fcngliche Bestimmung des Menschen und seine Identit\u00e4t respektiert und in freien Kontakten zum Tragen kommen&#8220;, sagte Au\u00dfenminister Sergej Lawrow. Vor der Veranstaltung hatte er in Anspielung auf die \u00f6sterreichische Drag Queen Conchita Wurst, die 2014 den ESC gewonnen hatte, gesagt, es werde &#8222;keine Perversionen und Verh\u00f6hnungen der menschlichen Natur&#8220; geben.<\/p>\n<p>Dementsprechend brav fielen viele Beitr\u00e4ge aus, eine getragene Powerballade mit Ethno-Elementen reihte sich an die andere. F\u00fcr die schnelleren Nummern sorgten beispielsweise Brasilien, Kolumbien und Vietnam. Tief empfunden war ein Liebesduett aus Madagaskar.<\/p>\n<p>USA treten doch nicht an <\/p>\n<p>Russland schickte den ultranationalistischen S\u00e4nger Jaroslaw Dronow alias Shaman mit seinem Lied &#8222;Direkt ins Herz&#8220; ins Rennen. Bekannt ist der klare Bef\u00fcrworter der Invasion in die Ukraine und Putin-Anh\u00e4nger vor allem durch das nationalistische Lied &#8222;Ja Russki&#8220; (deutsch: Ich bin Russe), das wenige Monate nach Kriegsbeginn ver\u00f6ffentlicht wurde. Diese Worte br\u00fcllte Shaman nach seinem Auftritt auch laut in die Mikros. Zugleich bat er die Jury, seinen Beitrag nicht zu werten, da er ja das Gastgeberland vertrete.<\/p>\n<p>Unmittelbar vor dem Auftritt der aus Australien stammenden S\u00e4ngerin Vassy (Vasiliki Karagiorgos), die f\u00fcr die USA angek\u00fcndigt war, teilten die Moderatoren mit, dass sie doch nicht teilnehmen werde. Die Veranstalter begr\u00fcndeten dies mit einem angeblichen &#8222;beispiellosen politischen Druck der australischen Regierung&#8220;. In der Jury waren die USA mit Rocks\u00e4nger Joe Lynn Turner den Angaben nach dennoch weiterhin vertreten.<\/p>\n<p>Die S\u00e4ngerin war bereits eine Ersatzkandidatin. Der zuvor f\u00fcr die USA angek\u00fcndigte Musiker B Howard (Brandon Howard) hatte am Mittwoch aus &#8222;unvorhergesehenen famili\u00e4ren Gr\u00fcnden&#8220; seine Teilnahme abgesagt.<\/p>\n<p>Lawrow hatte vor dem Wettbewerb bereits auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr gehofft. Vor Bekanntgabe des Sieger-Acts k\u00fcndigten die Moderatoren bereits an: Im kommenden Jahr soll Intervision in Saudi-Arabien stattfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Putin er\u00f6ffnet Intervision Moskaus Antwort auf den ESC: Brave Powerballaden und keine &#8222;Perversionen&#8220; 21.09.2025, 01:13 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":438616,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155],"tags":[76022,29,214,4631,1403,30,29888,810,16,307,215],"class_list":{"0":"post-438615","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-brics-staaten","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-eurovision-song-contest","12":"tag-geopolitik","13":"tag-germany","14":"tag-lgbtiq","15":"tag-musik","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115239495246169261","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/438615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=438615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/438615\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/438616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=438615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=438615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=438615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}