{"id":438925,"date":"2025-09-21T03:48:10","date_gmt":"2025-09-21T03:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/438925\/"},"modified":"2025-09-21T03:48:10","modified_gmt":"2025-09-21T03:48:10","slug":"generalinspekteur-muessen-drohnen-gegen-drohnen-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/438925\/","title":{"rendered":"Generalinspekteur: M\u00fcssen \u00abDrohnen gegen Drohnen einsetzen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Generalinspekteur Carsten Breuer will in der Truppe schnell neue Waffensysteme zur Abwehr von Drohnen zum Einsatz bringen. \u00abEines ist f\u00fcr mich klar: Am Ende wird es vermutlich darauf hinauslaufen m\u00fcssen, dass wir Drohnen gegen Drohnen einsetzen\u00bb, sagte Deutschlands rangh\u00f6chster Soldat der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In der Menge, wie Russland Drohnen gegen die Ukraine einsetze, sei eine effektive Abwehr \u00abnur im Mix der verschiedenen F\u00e4higkeiten m\u00f6glich\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Fortschritte erwartet er binnen Monaten. Dabei verweist Breuer auf den Zeitplan f\u00fcr die Einf\u00fchrung sogenannter Loitering Munition in der Bundeswehr. Dabei handelt es sich um Kamikazedrohnen, die mit Gefechtsk\u00f6pfen versehen in gro\u00dfer Zahl auf Ziele gesteuert werden k\u00f6nnen oder diese auch KI-unterst\u00fctzt selbst suchen.<\/p>\n<p>\u00abZur Loitering Munition haben wir im M\u00e4rz eine Entscheidung getroffen, und Ende des Jahres wird die Truppe das erste Mal scharf damit schie\u00dfen\u00bb, erl\u00e4uterte er. \u00abParallel dazu wird der Kampf Drohne gegen Drohne mit Nachdruck vorangetrieben. Mit dem gleichen hohen Tempo wie bei der Einf\u00fchrung von Loitering Munitions.\u00bb<\/p>\n<p>Binnen weniger Tage mehrere Luftraumverletzungen\u00a0<\/p>\n<p>Ein \u00abFehler\u00bb w\u00e4re es aber nach seinen Worten, andere Bedrohungen aus dem Blick zu verlieren. \u00abWir d\u00fcrfen jetzt nicht sagen, wir schauen nur auf Drohnen. So zentral die Entwicklung von Drohnen f\u00fcr unsere Verteidigungsf\u00e4higkeit ist, wir haben nach wie vor Marschflugk\u00f6rper, Raketen und Luftfahrzeuge, die eine Bedrohung darstellen.\u00bb<\/p>\n<p>Unter den Nato-Verb\u00fcndeten sorgten in den vergangenen zwei Wochen verst\u00e4rkte Luftraumverletzungen durch Russland f\u00fcr Unruhe. So war in der vergangenen Woche eine gro\u00dfe Zahl von\u00a0Drohnen\u00a0in den Luftraum Polens und damit der Nato eingedrungen. Estland beklagte am Freitag, drei russische Kampfjets seien in den Luftraum des baltischen Nato-Landes verletzt. Die Nato hatte zuvor schon eine Operation mit dem Namen \u00abEastern Sentry\u00bb (deutsch etwa: W\u00e4chter des Ostens) zum verst\u00e4rkten Schutz der Ostflanke mit Luftverteidigung und Aufkl\u00e4rung gestartet.\u00a0<\/p>\n<p>Russland hat uns \u00abmit dieser Luftraumverletzung getestet\u00bb<\/p>\n<p>In der Nacht zum 10. September hatten die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verb\u00fcndete erstmals einige russische Drohnen abgeschossen. Breuer sprach in diesem Zusammenhang von einer beispiellosen Verletzung des polnischen Luftraums.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abEgal, ob es beabsichtigt war oder ob es unabsichtlich passiert ist: Putin wird unsere Reaktion genau beobachten. Er hat uns als Allianz mit dieser Luftraumverletzung getestet\u00bb, sagte Breuer. Er sei sicher, das B\u00fcndnis habe diesen Test mit Geschlossenheit und der schnellen Reaktion darauf bestanden.<\/p>\n<p>Dass Nato-Kampfjets hochwertige Lenkflugk\u00f6rper auf im Vergleich billige Einwegdrohnen feuern m\u00fcssen, hatte allerdings \u00f6ffentlich Zweifel und Kritik am Stand der Vorbereitungen des B\u00fcndnisses ausgel\u00f6st.\u00a0<\/p>\n<p>Breuer fordert, beim Waffeneinsatz Gefahren f\u00fcr Menschen und m\u00f6gliche Sachsch\u00e4den als Bewertungsma\u00dfstab zu nehmen. Dennoch sei die Frage: \u00abWie k\u00f6nnen wir eine sehr viel besseres Verh\u00e4ltnis von Kosten und Wirkung erreichen? Bei der Beantwortung dieser Frage stehen wir l\u00e4ngst nicht mehr am Anfang. Wir beschaffen beispielsweise bereits wieder Skyranger-Flugabwehrwaffensysteme, deren Munition den Bruchteil einer Flugabwehrrakete kostet.\u00bb<\/p>\n<p>Breuer f\u00fcr Vorhaltevertrag zur Drohnenbereitstellung<\/p>\n<p>Bei den neuen Drohnen geht es im Fall der F\u00e4lle auch um die Verf\u00fcgbarkeit gro\u00dfer Mengen &#8211; die Entwicklungszyklen sind aber sehr kurz, viel k\u00fcrzer als bei Granaten oder Raketen. Es bringt den Milit\u00e4rplaner deswegen wenig, gro\u00dfe Lagerbest\u00e4nde einer Waffe vorzuhalten, die ihre Wirksamkeit in Jahren oder auch Monaten verloren haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u00abIch kann mir einen Vorhaltevertrag zur Drohnenbereitstellung vorstellen &#8211; \u201edrone as a service\u201c. Das hei\u00dft: Wir brauchen eine bestimmte Anzahl, mit denen wir die Ausbildung betreiben. Wir brauchen eine bestimmte Anzahl in Depots f\u00fcr den unmittelbaren Bedarf\u00bb, sagt Breuer. \u00abVor allem aber ben\u00f6tigen wir Industriekapazit\u00e4ten f\u00fcr eine hohe St\u00fcckzahl in dem Moment, wenn es darauf ankommt.\u00bb<\/p>\n<p>Dobrindt will Verzahnung polizeilicher und milit\u00e4rischer Drohnenabwehr<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzt auch f\u00fcr die innere Sicherheit auf eine verst\u00e4rkte Drohnenabwehr. \u00abAuf der n\u00e4chsten Innenministerkonferenz platzieren wir das Thema prominent auf der Tagesordnung\u00bb, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. \u00abUnser Ziel ist klar: Kompetenzen zwischen Bund und L\u00e4ndern b\u00fcndeln, neue Abwehrf\u00e4higkeiten entwickeln, polizeiliche und milit\u00e4rische Drohnenabwehr verzahnen.\u00bb \u00abWir befinden uns in einem technologischen Wettr\u00fcsten zwischen Drohnenbedrohungen und Drohnenabwehr \u2013 im hybriden wie im milit\u00e4rischen Bereich\u00bb, stellte der Innenminister fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Generalinspekteur Carsten Breuer will in der Truppe schnell neue Waffensysteme zur Abwehr von Drohnen zum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":438926,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[685,3364,29,30,8221,4046,8970,1159,1209,4961],"class_list":{"0":"post-438925","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-bundeswehr","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-konflikte","13":"tag-krieg","14":"tag-muenster","15":"tag-nato","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-verteidigung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115240245851074364","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/438925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=438925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/438925\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/438926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=438925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=438925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=438925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}