{"id":439905,"date":"2025-09-21T13:33:27","date_gmt":"2025-09-21T13:33:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/439905\/"},"modified":"2025-09-21T13:33:27","modified_gmt":"2025-09-21T13:33:27","slug":"russische-jets-ueber-estland-beratung-im-un-sicherheitsrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/439905\/","title":{"rendered":"Russische Jets \u00fcber Estland: Beratung im UN-Sicherheitsrat"},"content":{"rendered":"<p>Tallinn\/New York (dpa) &#8211; Der EU- und Nato-Staat Estland hat wegen der Verletzung seines Luftraums durch russische Kampfjets eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Das m\u00e4chtigste Gremium der Vereinten Nationen werde an diesem Montag (10.00 Uhr Ortszeit; 16.00 Uhr MESZ) \u00fcber die Lage beraten, hie\u00df es in einer Mitteilung des estnischen Au\u00dfenministeriums.\u00a0<\/p>\n<p>Es sei das erste Mal, dass Estland eine Dringlichkeitssitzung des Gremiums beantragt habe, hie\u00df es. Russland kann wegen seines Veto-Rechts im Sicherheitsrat allerdings jegliche Entschl\u00fcsse blockieren. Ohnehin bestreitet Moskau die Luftraumverletzung vom Freitag.<\/p>\n<p>Russland untergrabe durch die offene Verletzung des estnischen Luftraums Grunds\u00e4tze, die f\u00fcr die Sicherheit aller UN-Mitgliedstaaten wesentlich seien, erkl\u00e4rte Au\u00dfenminister Margus Tsahkna. Solche Handlungen m\u00fcssten besonders, wenn sie von einem st\u00e4ndigen Mitglied des Sicherheitsrats begangen w\u00fcrden, auch in jenem Gremium besprochen werden.<\/p>\n<p>Schlagabtausch zwischen Estland und Russland<\/p>\n<p>Nach estnischen Angaben waren am Freitag drei russische Kampfjets etwa zw\u00f6lf Minuten lang in den Luftraum des baltischen Nato- und EU-Mitglieds eingedrungen. Russland bestritt diese Darstellung. Der estnische Luftraum sei nicht verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.\u00a0<\/p>\n<p>Das estnische Verteidigungsministerium ver\u00f6ffentlichte daraufhin eine Karte mit der Flugroute der drei Maschinen vom Typ MiG-31. Demnach flogen die Russen nicht in dem schmalen internationalen Korridor \u00fcber dem Finnischen Meerbusen, sondern etwa zehn Kilometer tief im estnischen Luftraum. Die Jets der Russen seien schlie\u00dflich von Nato-Kampfflugzeugen aus Italien aus dem Luftraum eskortiert worden, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>Nach dem Vorfall auch Nato-Beratungen\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Nato-L\u00e4nder sollen Anfang der Woche zu Beratungen wegen des Vorfalls zusammenkommen. Es werde Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags geben, hatte ein Sprecher mitgeteilt. Der Nato-Artikel 4 sieht Beratungen mit den Verb\u00fcndeten vor, wenn sich ein Nato-Staat von au\u00dfen gef\u00e4hrdet sieht.<\/p>\n<p>Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur bezeichnete die Reaktion seines Landes und\u00a0der Nato\u00a0auf die\u00a0Verletzung des Luftraums als angemessen. Der Vorfall habe gezeigt, dass die Nato-Luftabwehr effektiv und gut funktioniere und auch die Bereitschaft bestehe, notfalls Gewalt anzuwenden,\u00a0sagte er nach einem Treffen im Parlament in\u00a0Tallinn.\u00a0<\/p>\n<p>Luftraumverletzungen durch Russland sorgten zuletzt zunehmend f\u00fcr Unruhe unter den Nato-Verb\u00fcndeten in Europa, immer wieder ist die Rede von Provokationen. Bei einem russischen Luftangriff auf die Ukraine war erst k\u00fcrzlich eine gro\u00dfe Zahl von Drohnen in den Luftraum Polens und damit der Nato geflogen. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verb\u00fcndete schossen erstmals einige der Flugk\u00f6rper ab.\u00a0<\/p>\n<p>Hardt: Russische Jets \u00fcber Nato-Gebiet notfalls abschie\u00dfen<\/p>\n<p>Vor den Nato-Beratungen brachte der Unions-Au\u00dfenexperte J\u00fcrgen Hardt auch den Abschuss russischer Kampfjets \u00fcber dem Gebiet des Verteidigungsb\u00fcndnisses ins Spiel. \u00abDer Kreml braucht ein klares Stoppschild\u00bb, sagte der au\u00dfenpolitische Sprecher der Unionsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). \u00abNur eine klare Botschaft an Russland, dass jede milit\u00e4rische Grenzverletzung mit milit\u00e4rischen Mitteln beantwortet wird bis hin zum Abschuss russischer Kampfjets \u00fcber Nato-Gebiet, wird Wirkung zeigen\u00bb, sagte Hardt.\u00a0<\/p>\n<p>Der CDU-Politiker betonte: \u00abDiese Provokationen und Tests Russlands werden nur enden, wenn wir s\u00e4mtliche milit\u00e4rischen Grenzverletzungen klar beantworten.\u00bb Dann bekomme der Kreml seine Antwort auf die Frage, wie weit ihn die Europ\u00e4er gehen lassen. \u00abDie Alternative w\u00e4re, dass die russische Kriegslogik immer weiter z\u00fcndelt. Jetzt sind es Luftraumverletzungen, bald der Beschuss einzelner Ziele, dann kommen russische Soldaten\u00bb, warnte Hardt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tallinn\/New York (dpa) &#8211; Der EU- und Nato-Staat Estland hat wegen der Verletzung seines Luftraums durch russische Kampfjets&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":439906,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,3189,30,984,8221,4046,6760,8970,1209,307,26],"class_list":{"0":"post-439905","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-estland","11":"tag-germany","12":"tag-international","13":"tag-konflikte","14":"tag-krieg","15":"tag-luftverkehr","16":"tag-muenster","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-russland","19":"tag-un"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115242546647345760","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/439905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=439905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/439905\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/439906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=439905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=439905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=439905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}