{"id":440539,"date":"2025-09-21T19:39:11","date_gmt":"2025-09-21T19:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/440539\/"},"modified":"2025-09-21T19:39:11","modified_gmt":"2025-09-21T19:39:11","slug":"ein-bremer-physiker-wandelt-in-einsteins-fussstapfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/440539\/","title":{"rendered":"Ein Bremer Physiker wandelt in Einsteins Fu\u00dfstapfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 21. September 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nAnna-Lena Borchert<\/p>\n<p class=\"article-intro\"><strong>Vor hundert Jahren hat Albert Einstein Gravitationswellen beschrieben. Ein Bremer baut nun einen gigantischen Detektor, um mehr \u00fcber die &#8222;Kr\u00e4uselungen der Raumzeit&#8220; zu erfahren.<\/strong><\/p>\n<p>Schon die schiere Gr\u00f6\u00dfe von dem, was Frank Steier baut, ist kaum vorstellbar. Drei Satelliten sollen ein riesiges Dreieck bilden- mit unglaublichen 2,5 Millionen Kilometer langen Seiten. Zum Vergleich: Das ist mehr als die sechsfache Entfernung zwischen Erde und Mond. Dieses Konstrukt soll im Formationsflug durchs All kreisen, um Gravitationswellen zu erforschen. <\/p>\n<p>&#8222;Technik, am Rande des M\u00f6glichen&#8220;, erkl\u00e4rt Frank Steier in seinem B\u00fcro beim Bremer Raumfahrtunternehmen OHB. Das Projekt der europ\u00e4ischen Raumfahrtagentur ESA tr\u00e4gt den Namen &#8222;LISA&#8220;. Die &#8222;Laser Interferometer Space Antenna&#8220; soll das bis dato gr\u00f6\u00dfte jemals gebaute astronomische Observatorium werden. Er und sein Team konstruieren und bauen die Satelliten, die das Dreieck bilden. Doch wie wollen sie damit Gravitationswellen messen?<\/p>\n<p>Mit Testmassen und Satelliten auf Einsteins Spuren<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/importbild-78848~_v-512x288_c-1758481806116.jpg\" data-gallery-entry-for=\"bremen-physiker-gravitationswellen-100\" data-size=\"1920x1080\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Frank Steier von der OHB erkl\u00e4rt das Konzept der Gravitationswellen.\" title=\"Bild: Radio Bremen\" data-image-owner=\"Radio Bremen\" data-image-title=\"Frank Steier von der OHB erkl\u00e4rt das Konzept der Gravitationswellen.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/importbild-78848~_v-512x288_c-1758481806116.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/importbild-78848~_v-640x360_c-1758481806116.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Frank Steier ist bei OHB der Experte f\u00fcr die Gravitaionswellenforschung im All.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen<\/p>\n<p>In den Satelliten schweben sogenannte &#8222;Testmassen&#8220;. &#8222;In vereinfachter Form kann man sagen, dass der Abstand zwischen diesen Testmassen mit Lasern vermessen wird&#8220;, f\u00fchrt Steier begeistert aus. Trifft eine Gravitationswelle auf das Dreieck, ver\u00e4ndert sie demnach den Abstand der Testmassen in den drei Satelliten zueinander. <\/p>\n<p>Wie Frank Steier seinen Freunden erkl\u00e4rt, woran er arbeitet? &#8222;Ja, das ist sehr schwierig&#8220;, lacht er. &#8222;Das ist was, was man im Alltag nicht kennt.&#8220; Gravitationswellen sind f\u00fcr die meisten ein schwer vorstellbares Ph\u00e4nomen. Es entsteht, wenn Sterne explodieren oder schwarze L\u00f6cher verschmelzen. Das Besondere: Die Gravitationswellen breiten sich in Lichtgeschwindigkeit aus, verformen Raum und Zeit \u2013 stauchen und dehnen jeden K\u00f6rper im Universum.<\/p>\n<p>In seiner allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie im Jahr 1916 hat Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen angenommen, glaubte aber nicht, dass man sie jemals messen k\u00f6nnte. Auch deshalb war ein Signal, das vor zehn Jahren aufgenommen wurde, eine Sensation. Frank Steier spielt ein &#8222;Wupp&#8220; an seinem Rechner vor: &#8222;Das ist das echte Signal \u2013 das dumpfe. Hier hat man das nochmal zu h\u00f6heren T\u00f6nen verschoben, damit man es besser h\u00f6ren kann.&#8220;<\/p>\n<p>Die erste gemessene Gravitationswelle auf der Erde, aufgenommen von gigantischen Anlagen mit modernster Lasertechnik in den USA: Zwei Detektoren des Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory, kurz LIGO. Dieser erste Nachweis l\u00e4utete Im September 2015 eine neue \u00c4ra der Astronomie ein.\u00a0Denn unsichtbare kosmische Ereignisse wie die Kollision zweier &#8222;Schwarzer L\u00f6cher&#8220; sind nun &#8222;h\u00f6rbar&#8220; geworden. Zudem haben die Wissenschaftler Albert Einsteins Relativit\u00e4tstheorie\u00a0best\u00e4tigt. <\/p>\n<p>Mit Gravitationswellen zur\u00fcck zum Urknall?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/ohb-lisa-satelliten-100~_v-512x288_c-1758481806939.jpg\" data-gallery-entry-for=\"bremen-physiker-gravitationswellen-100\" data-size=\"2560x1440\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Eine Darstellung der Satelliten des Projekts &quot;LISA&quot;\" title=\"Bild: OHB | OHB \u2013 Projekt LISA\" data-image-owner=\"OHB | OHB \u2013 Projekt LISA\" data-image-title=\"Eine Darstellung der Satelliten des Projekts &quot;LISA&quot;\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/ohb-lisa-satelliten-100~_v-512x288_c-1758481806939.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/ohb-lisa-satelliten-100~_v-640x360_c-1758481806939.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>In so einer Formation sollen die Satelliten durch das All fliegen (Bildkonstellation von OHB).<\/p>\n<p>Bild: OHB | OHB \u2013 Projekt LISA<\/p>\n<p>Frank Steier ist Physiker genau wie Albert Einstein und er arbeitet mit dem &#8222;Gravitationswellen-Detektor f\u00fcr das Weltall&#8220; quasi in den weltber\u00fchmten Fu\u00dfstapfen. Die Erforschung im Weltraum hat im Vergleich zur Erde den Vorteil, dass es dort keine Ersch\u00fctterungen gibt, welche die Wissenschaftler durch die normal vorhandene Seismik auf der Erde ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Gravitationswellen bei niedrigeren Frequenzen auf der Erde zu beobachten, ist unm\u00f6glich \u2013 im All aber schon.<\/p>\n<p>800 Millionen Euro zahlt die europ\u00e4ische Raumfahrtagentur ESA f\u00fcr diese einzigartige Technik. Mit deren Hilfe hoffen die Wissenschaftler, bis zum Urknall in die Vergangenheit des Universums zur\u00fcckschauen zu k\u00f6nnen. &#8222;Spannend ist das, was man noch nicht wei\u00df&#8220;, sagt der Bremer, &#8222;LISA&#8220; \u00f6ffnet ein komplett neues Fenster ins Universum. Im Jahr 2035 soll &#8222;LISA&#8220; ins All starten.<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, regionalmagazin, 13. September, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 21. September 2025. Autorinnen und Autoren: Anna-Lena Borchert Vor hundert Jahren hat Albert Einstein Gravitationswellen beschrieben. 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