{"id":440800,"date":"2025-09-21T22:10:12","date_gmt":"2025-09-21T22:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/440800\/"},"modified":"2025-09-21T22:10:12","modified_gmt":"2025-09-21T22:10:12","slug":"luftraumverletzungen-in-putins-falle-europa-balanciert-auf-einem-schmalen-grat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/440800\/","title":{"rendered":"Luftraumverletzungen: In Putins Falle \u2013 Europa balanciert auf einem schmalen Grat"},"content":{"rendered":"<p>Nach den Luftraumverletzungen durch russische Drohnen und Kampfjets steht die Nato unter Druck. Putin hat sie genau dort, wo er sie haben wollte. Europa zahlt den Preis f\u00fcr sein jahrelanges Z\u00f6gern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wenn die m\u00e4chtigsten Politiker des Westens klingen wie Lehrer, die versuchen, einen Streit im Klassenzimmer zu befrieden, ist das ein schlechtes Zeichen f\u00fcr die Sicherheit Europas. Nachdem russische Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen waren, mutma\u00dfte US-Pr\u00e4sident Donald Trump zun\u00e4chst, es k\u00f6nne sich um einen \u201eFehler\u201c handeln, nur um dann hinterherzuschieben, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c3aee7f313976149c6cb86\/Drohnen-Vorfall-in-Polen-Das-war-kein-Fehler-Und-das-wissen-wir-Tusk-widerspricht-Trump.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c3aee7f313976149c6cb86\/Drohnen-Vorfall-in-Polen-Das-war-kein-Fehler-Und-das-wissen-wir-Tusk-widerspricht-Trump.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">er sei \u201enicht gl\u00fccklich\u201c \u00fcber \u201ediese ganze Situation\u201c<\/a>. <\/p>\n<p>Nato-Chef Mark Rutte verlangte von Russlands Diktator Wladimir Putin: \u201eH\u00f6ren Sie auf, den Luftraum der Verb\u00fcndeten zu verletzen!\u201c <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus68cea1da5d604c6d7adacc28\/eu-kommissionspraesidentin-wir-muessen-beweisen-dass-europa-willens-und-in-der-lage-ist-sich-selbst-zu-verteidigen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus68cea1da5d604c6d7adacc28\/eu-kommissionspraesidentin-wir-muessen-beweisen-dass-europa-willens-und-in-der-lage-ist-sich-selbst-zu-verteidigen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen erkl\u00e4rte<\/a>, man werde \u201ejeden Zentimeter der europ\u00e4ischen Grenzen sch\u00fctzen\u201c. Nun k\u00f6nnte man argumentieren, dass es gut und richtig ist, dass die Spitzen von Nato und EU nicht noch \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen, dass sie ruhig bleiben, sich beraten, nicht un\u00fcberlegt handeln. <\/p>\n<p>Das Problem ist nur, dass Putin aus Erfahrung wei\u00df, dass Europa genau so reagiert. Und dass er das ausnutzt, um die Lage immer weiter zu eskalieren. Am Freitag hielten sich russische Kampfjets nach estnischen Angaben zw\u00f6lf Minuten im Luftraum des kleinen Nato- und EU-Landes auf, bevor Flieger der Allianz sie hinaus eskortierten. Man ist versucht, ein \u201eh\u00f6flich\u201c anzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Kritiker verweisen auf 2015, als ein t\u00fcrkischer Abfangj\u00e4ger einen russischen Bomber abschoss, nachdem dieser trotz mehrfacher Warnungen den t\u00fcrkischen Luftraum verletzt haben soll. Doch das Jahr 2025 ist nicht das Jahr 2015. Ein Abschuss \u00fcber Estland h\u00e4tte eine dramatische Kettenreaktion ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In diese Falle hat Europa sich selbst man\u00f6vriert. W\u00e4hrend Putin den Angriffskrieg in der Ukraine immer weiter eskalierte, wurde jede Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kiew erst einmal einer genauen \u00dcberpr\u00fcfung unterzogen, ob sie den russischen Machthaber vielleicht provozieren k\u00f6nnte. Dabei haben die vergangenen Jahre gezeigt: \u201ePutin eskaliert niemals, wenn wir der Ukraine helfen. Er eskaliert, wenn wir nicht genug helfen\u201c, wie der fr\u00fchere litauische Au\u00dfenminister Gabrielius Landsbergis treffend zusammenfasst.<\/p>\n<p>Es ist nun leicht, mit dem Finger auf US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu zeigen, ihm vorzuwerfen, dass er Putin nicht in die Schranken weist. <\/p>\n<p>Doch zur Wahrheit geh\u00f6rt auch: Europa hat den Moment verpasst, die Ukraine so aufzur\u00fcsten, die Sanktionen gegen Putin so zu versch\u00e4rften, dass er gar nicht mehr anders kann, als die Provokationen einzustellen und sich Gedanken \u00fcber ein Kriegsende zu machen. Nun aber berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf sein Umfeld, der russische Machthaber sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine milit\u00e4rische Eskalation f\u00fcr Russland der beste Weg sei, um die Ukraine zu Friedensverhandlungen nach Putins Bedingungen zu zwingen.<\/p>\n<p>Europa und der Nato bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als auf dem schmalen Grat zwischen Abschreckung und Deeskalation zu balancieren. Und am Ende ist es vielleicht die Ukraine, die uns rettet. Kiew hat angeboten, die Expertise bei der Drohnenabwehr mit den Verb\u00fcndeten zu teilen. Gut m\u00f6glich, dass wir sie bald brauchen.<\/p>\n<p>\u201e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach den Luftraumverletzungen durch russische Drohnen und Kampfjets steht die Nato unter Druck. 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