{"id":441390,"date":"2025-09-22T04:07:17","date_gmt":"2025-09-22T04:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/441390\/"},"modified":"2025-09-22T04:07:17","modified_gmt":"2025-09-22T04:07:17","slug":"niedersachsen-bremen-kreisssaal-zum-wohlfuehlen-zwei-hebammen-bei-der-geburt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/441390\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Krei\u00dfsaal zum Wohlf\u00fchlen: zwei Hebammen bei der Geburt"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Krei\u00dfsaal zum Wohlf\u00fchlen: zwei Hebammen bei der Geburt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.09.2025, 05:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Das Klinikum L\u00fcneburg erweitert sein Angebot: Seit diesem Monat k\u00f6nnen Frauen auch ausschlie\u00dflich in Begleitung von Hebammen entbinden. \u00c4rzte stehen zur Not immer bereit.<\/strong><\/p>\n<p>L\u00fcneburg (dpa\/lni) &#8211; Franziska Pfeil hat die erste Geburt im neu er\u00f6ffneten hebammengeleiteten Krei\u00dfsaal im Klinikum L\u00fcneburg betreut. Die Entbindung in der Geb\u00e4rwanne des hell gestrichenen Raumes Anfang September ist rundum gelungen &#8211; Mutter und Sohn seien wohlauf. &#8222;Das war wie im Bilderbuch&#8220;, erz\u00e4hlt die 49-J\u00e4hrige. Weil sie \u00fcber 25 Jahre Berufserfahrung verf\u00fcgt, konnte sie gut die Verantwortung f\u00fcr das erste Mal \u00fcbernehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Das Besondere: Wenn nichts dazwischenkommt, betreut eine Hebamme die werdende Mutter so lange, wie der Prozess dauert &#8211; zum Schluss wird eine zweite Hebamme dazugerufen. Das aufwendige Projekt wurde ein Jahr f\u00fcr alle Eventualit\u00e4ten geplant und mit personeller Verst\u00e4rkung angegangen. &#8222;Lieber gut vorbereiten als hinterher schlecht abbrechen&#8220;, erkl\u00e4rt Professor Peter Dall die Devise des Vorhabens. Die Sicherheit stehe an oberster Stelle.<\/p>\n<p>Schichtsystem mit mehr Personal\u00a0<\/p>\n<p>17 Hebammen seien inzwischen neu eingestellt, am Klinikum arbeiten insgesamt 38 plus sieben unterst\u00fctzende Mitarbeiterinnen f\u00fcr die Administration. Mit dem Schriftverkehr sollen die Geburtshelferinnen nicht belastet werden.\u00a0<\/p>\n<p>In jeder der drei Schichten rund um die Uhr arbeiten vier Hebammen zusammen. &#8222;Das genie\u00dfe ich sehr&#8220;, sagt Pfeil. In kleineren H\u00e4usern sei manchmal nur eine Kraft im Dienst, auch das habe sie schon erlebt: &#8222;Da bin ich viel ersch\u00f6pfter nach Hause gegangen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Das Angebot richtet sich an werdende Eltern, die bei der Geburt ausschlie\u00dflich von Hebammen begleitet werden m\u00f6chten, aber auf die Sicherheit einer Klinik im Hintergrund nicht verzichten wollen. &#8222;Infrage kommen vor allem werdende M\u00fctter, die einen unauff\u00e4lligen Schwangerschaftsverlauf haben&#8220;, erkl\u00e4rt die leitende Hebamme Antje Kuhrau. &#8222;Ich bin schon lange ein Fan dieses Projekts, wir haben viel Gutes von \u00e4hnlichen Stationen aus S\u00fcddeutschland geh\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>Weniger Schmerzmittel bei Hebammen-Coaching<\/p>\n<p>Sollten medizinische Ma\u00dfnahmen oder starke Schmerzmittel erforderlich werden, steht ein Arzt bereit. &#8222;Die Ruhe ist f\u00fcr unsere Patientinnen unheimlich wichtig&#8220;, beschreibt Pfeil das neue Konzept des begleitenden Coachings. Studien wie von der Uni-Klinik Bonn h\u00e4tten ergeben, dass bei st\u00e4ndiger Betreuung weniger Schmerzmittel verabreicht werden m\u00fcssen, erg\u00e4nzt Dall: &#8222;Ich bin sehr zuversichtlich, dass es eine Erfolgsgeschichte wird.&#8220;<\/p>\n<p>Die Nachfrage ist da: 40 bis 50 Anmeldungen verzeichnet das neue Modell derzeit pro Monat. Vor der Geburt gibt es zwei ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che mit den M\u00fcttern. Die Kriterien sind streng &#8211; so sind Fr\u00fchgeburten besser mit einem Arzt anzugehen.\u00a0<\/p>\n<p>Neue zentrale Geburtskliniken entstehen<\/p>\n<p>Derzeit arbeitet das medizinische Personal noch in einem in die Jahre gekommenen, zu klein gewordenen Geb\u00e4ude &#8211; bis etwa 2030 soll ein neues Eltern-Kind-Zentrum f\u00fcr 70 Millionen Euro gleich nebenan fertig sein. Ende September ist die offizielle Grundsteinlegung. &#8222;Da k\u00f6nnen wir die sieben Krei\u00dfs\u00e4le sch\u00f6n gestalten&#8220;, erz\u00e4hlt Kuhrau. Im vergangenen Jahr gab es im L\u00fcneburger Klinikum 1.900 Entbindungen.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind in einer Luxussituation, aber f\u00fcr eine Geburt bekommen wir weniger Geld als f\u00fcr eine Blinddarm-OP, das ist katastrophal unterfinanziert&#8220;, sagt Dall. Das f\u00fchre zu einer Zentrierung der Geburtshilfe, kleinere H\u00e4user m\u00fcssten ihre Abteilungen schlie\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Anfang Oktober soll in Hannover die gr\u00f6\u00dfte Geburtsklinik Norddeutschlands er\u00f6ffnet werden. Kostenpunkt: 60 Millionen Euro. Im neuen Geb\u00e4ude am Kinderkrankenhaus Auf der Bult gibt es sogar neun Krei\u00dfs\u00e4le.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Krei\u00dfsaal zum Wohlf\u00fchlen: zwei Hebammen bei der Geburt 22.09.2025, 05:33 Uhr Das Klinikum L\u00fcneburg erweitert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":441391,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[35870,2420,3364,29,8500,30,114462,1411,114463],"class_list":{"0":"post-441390","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-hebammen","9":"tag-bremen","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-geburt","13":"tag-germany","14":"tag-kreisaal","15":"tag-niedersachsen","16":"tag-wohlfuehlen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115245982873969802","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=441390"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441390\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/441391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=441390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=441390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=441390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}