{"id":441889,"date":"2025-09-22T09:00:11","date_gmt":"2025-09-22T09:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/441889\/"},"modified":"2025-09-22T09:00:11","modified_gmt":"2025-09-22T09:00:11","slug":"neue-bahn-strategie-und-chefin-schnieder-senkt-puenktlichkeitsziele-nichts-unmoegliches-verlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/441889\/","title":{"rendered":"Neue Bahn-Strategie und Chefin: Schnieder senkt P\u00fcnktlichkeitsziele &#8211; &#8222;nichts Unm\u00f6gliches verlangen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Neue Bahn-Strategie und Chefin<br \/>\n                Schnieder senkt P\u00fcnktlichkeitsziele &#8211; &#8222;nichts Unm\u00f6gliches verlangen&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              22.09.2025, 10:04 Uhr<\/p>\n<p><strong>Verkehrsminister Schnieder stellt die P\u00fcnktlichkeit der Bahn ins Zentrum der neuen Strategie &#8211; und bittet gleich zu Beginn um Geduld. Denn an der geplanten Generalsanierung \u00e4ndert sich nichts. Daneben soll das Unternehmen schlanker werden. Und auch die neue Chefin bremst: &#8222;Nichts wird schnell gehen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn darf k\u00fcnftig sp\u00e4ter kommen: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder verschiebt die Zielwerte bei der P\u00fcnktlichkeit. Nun sollen erst ab 2029 mindestens 70 Prozent der Z\u00fcge im Fernverkehr p\u00fcnktlich sein, wie der CDU-Politiker bei der Vorstellung seiner Strategie f\u00fcr die Bahn sagte. Die bislang von der Bahn anvisierten Ziele seien &#8222;nicht ann\u00e4hernd erreichbar&#8220;. Zugleich best\u00e4tigte er, dass die Chefin Regio-Sparte, Evelyn Palla, Nachfolgerin von Richard Lutz an der Spitze des Konzerns wird. Schnieder will den Fokus zudem auf Sauberkeit und Sicherheit legen. Doch bis sich f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste grundlegend Verbesserungen einstellen, d\u00fcrfte es noch einige Jahre dauern. Dennoch: &#8222;Heute dr\u00fccken wir auf Neustart&#8220;, sagte Schnieder.<\/p>\n<p>Und daf\u00fcr sei die 51-J\u00e4hrige die &#8222;beste Kandidatin&#8220;, sagte der Minister weiter. Sie bringe &#8222;alles mit, um den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu f\u00fchren&#8220;. Schnieder betonte zum einen die Erfahrung Pallas, die seit 2022 die DB Regio leitet, innerhalb des Bahnkonzerns. Zugleich bringe sie aber auch Erfahrung von au\u00dfen mit. Er hob Pallas T\u00e4tigkeit im Vorstand der \u00d6sterreichischen Bundesbahnen hervor, die h\u00e4ufig auch als &#8222;Vorbild&#8220; f\u00fcr einen erfolgreichen Bahnkonzern genannt werde. Sie ist nach 190 Jahren Bahngeschichte die erste Frau an der Spitze. Im Vorstand fallen zudem zwei Stellen weg.<\/p>\n<p>&#8222;Wir r\u00e4umen auf&#8220;, sagte diese bei ihrer Vorstellung und d\u00e4mpfte im beinahe gleichen Atemzug zu hohe Erwartungen. &#8222;Nichts wird schnell gehen.&#8220; Der Konzern m\u00fcsse klarer und schneller werden. Der Kunde m\u00fcsse ins Zentrum r\u00fccken. Der Fokus liege auf dem Kerngesch\u00e4ft. Sie soll morgen vom Aufsichtsrat best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Und Schnieder nimmt der neuen Chefin zu Beginn ihrer Amtszeit gleich etwas Druck &#8211; und kassierte das im Sanierungsprogramm S3 genannte P\u00fcnktlichkeitsziel. Darin wird f\u00fcr die P\u00fcnktlichkeit ein Zielkorridor von 75 bis 80 Prozent der Z\u00fcge bereits f\u00fcr 2027 genannt. &#8222;Jenseits aller Realit\u00e4t&#8220; und nicht ann\u00e4hernd erreichbar, urteil Schnieder nun und verwies insbesondere auf die in den kommenden Jahren geplanten Bauarbeiten. Vor diesem Hintergrund sei schon das Ziel 70 Prozent bis 2029 &#8222;ambitioniert&#8220;.<\/p>\n<p>Die Zuverl\u00e4ssigkeit stehe im Zentrum seiner Bahnstrategie, sagte Schnieder. &#8222;Da ist die P\u00fcnktlichkeit ein ganz wesentlicher Faktor.&#8220; Er k\u00f6nne aber auch nichts Unm\u00f6gliches verlangen. &#8222;Die Situation ist mehr als schwierig. Da &#8218;rauszukommen ist in meinen Augen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mittelfristig&#8220; formulierte der Verkehrsminister eine Zielmarke von 80 Prozent P\u00fcnktlichkeit, langfristig sollen es 90 Prozent sein. Damit w\u00e4re die Bahn auf Augenh\u00f6he etwa mit dem Zugverkehr in \u00d6sterreich oder den Niederlanden. Im Nahverkehr soll die P\u00fcnktlichkeit dauerhaft bei 90 Prozent liegen. Aktuell sind nicht einmal 60 Prozent der Z\u00fcge im Fernverkehr p\u00fcnktlich, im Nahverkehr sind es bereits rund 90 Prozent.<\/p>\n<p>Hauptansatzpunkt des Ministers ist die Sanierung des Schienennetzes &#8211; mit Mitteln aus dem 500 Milliarden Euro schweren Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr die Infrastruktur. In die Digitalisierung sollen bis 2029 allein zehn Milliarden Euro flie\u00dfen. Schnieder will daf\u00fcr sorgen, dass die f\u00fcr die Infrastruktur zust\u00e4ndige DB InfraGo k\u00fcnftig eigenst\u00e4ndiger und unabh\u00e4ngiger vom Gesamtkonzern agieren kann. Daf\u00fcr werde etwa gepr\u00fcft, ob der bisherige Beherrschungsvertrag zwischen Bahn und InfraGo fortbestehen soll. Eine Entscheidung dar\u00fcber soll im ersten Halbjahr 2026 fallen. Bereits sofort wird der Chef der Sparte abgel\u00f6st. Sie soll zudem eindeutiger auf das Gemeinwohl ausgerichtet werden. Gewinne sollen nur insofern erzielt werden, als dass sie diesem Ziel zugutekommen.<\/p>\n<p>Die DB-Sparten Fernverkehr und Regionalverkehr sollen sp\u00e4testens Ende 2028 dauerhaft profitabel sein, der G\u00fcterverkehr bereits ab 2026. &#8222;Die Sanierungsma\u00dfnahmen der DB Cargo AG sind fortzusetzen und gegebenenfalls zu intensivieren&#8220;, hei\u00dft es in der Strategie des Ministers zur Bahn-Reform. Mit Blick auf den gesamten Konzern hei\u00dft es, alle Beteiligungen, die nicht zum Kerngesch\u00e4ft geh\u00f6rten, sollten geb\u00fcndelt und dann verkauft werden. Ein Konzept soll der DB-Vorstand 2026 vorlegen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kunden will Schnieder Bahnh\u00f6fe sicherer und sauberer machen. Ab dem ersten Quartal 2026 soll daf\u00fcr ein Sofortprogramm greifen. Die Kommunikation mit den Kunden soll zudem bis sp\u00e4testens 2027 verbessert werden. Der Komfort in den Z\u00fcgen soll auch erh\u00f6ht werden. <\/p>\n<p>An dem Konzept der Generalsanierung h\u00e4lt Schnieder in seiner neuen Strategie fest. Es sieht vor, dass bis 2036 mehr als 40 besonders wichtige Strecken grundlegend modernisiert werden. Ziel ist es, auf diese Weise die Zahl der Baustellen nach und nach zu reduzieren und den Zugverkehr wieder zuverl\u00e4ssiger fahren zu lassen. &#8222;Die Kunden m\u00fcssen sich auf die angebotene Leistung der DB AG verlassen k\u00f6nnen, optimal informiert sein und sich gleichzeitig wohlf\u00fchlen, wenn sie das System Schiene nutzen&#8220;, hei\u00dft es in der Strategie. Das Ziel &#8222;sp\u00fcrbare Zuverl\u00e4ssigkeit&#8220; habe f\u00fcr den Bund die h\u00f6chste Priorit\u00e4t. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Bahn-Strategie und Chefin Schnieder senkt P\u00fcnktlichkeitsziele &#8211; &#8222;nichts Unm\u00f6gliches verlangen&#8220; 22.09.2025, 10:04 Uhr Verkehrsminister Schnieder stellt die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":441890,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[2030,13,10567,14,15,74903,12,10,8,9,11,55],"class_list":{"0":"post-441889","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-deutsche-bahn","9":"tag-headlines","10":"tag-investitionen-in-infrastruktur","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-patrick-schnieder","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115247135403096109","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=441889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441889\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/441890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=441889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=441889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=441889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}